Autor im Porträt

Toptitel von Rocko Schamoni

Große Freiheit

Gebundenes Buch
St. Pauli, 1960: Ein Sehnsuchtsort für Gegenkultur, Kunst, Drogen und freie Sexualität. Als es Wolli Köhler nach Hamburg verschlägt, ist die Welt der Nachkriegsjahre eng und spießig. Der junge Mann aus dem Nirgendwo sucht nach Abenteuer und Freiheit. Und steigt auf zur außergewöhnlichsten Kiezlegende in der Geschichte St. Paulis. Im Lichtermeer des Hamburger Viertels treiben Nacht für Nacht Huren, Freier, Transvestiten, Schläger und Künstler wie die noch völlig unbekannte Band "The Beatles", aufgeputscht von Drogen und Alkohol, durch die heruntergekommenen Straßen. Sie alle treibt die Sehnsucht nach einem grenzenlosen Leben. Kultautor Rocko Schamoni ist zurück und erzählt die frühen Jahre von Wolfgang "Wolli" Köhler als Entwicklungsroman eines Antihelden.…mehr

 

20,00 €

 

Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

Broschiertes Buch
Der Dorfpunk ist Stadtbewohner geworden, allerdings kein glücklicher. Michael Sonntag ist Kunststudent, der die Kunst hasst. Nachts zieht er auf dem Hamburger Kiez durch die Kneipen, tagsüber schlägt er verkatert die Zeit tot, schreibt Gedichte oder geht zum Psychologen - das Leben ist für ihn eine Beleidigung. Seine einzige Hoffnung ist die Frau von gegenüber, die ihm beängstigend schöne Augen macht ...
"Sternstunden der Bedeutungslosigkeit" erzählt vom Alltag in der Warteschleife des Lebens. Zwischen liebenswert kaputten Gestalten treibt Rocko Schamoni seinen unkaputtbaren Helden immer aufs Neue in Situationen, in denen nichts mehr hilft als sein verzweifelt trockener Witz.
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10,00 €

 

Rocko Schamoni

Rocko Schamoni, besitzt eine eingeschworene Fangemeinde als Musiker, Autor, Humorist und Schauspieler. Auf sein Debüt "Risiko des Ruhms" folgte sein Bestseller "Dorfpunks". Literarisch ist Rocko Schamoni zuletzt mit den "Sternstunden der Bedeutungslosigkeit" und seinem "Tag der geschlossenen Tür" in Erscheinung getreten, sein jüngster Film "Fraktus" über eine fiktive Band der Achtzigerjahre kam 2012 in die Kinos und im Mai dieses Jahres ins Theater.

Fünf Löcher im Himmel

Das Leben ist nur eine kurze Pause vor dem Tod



Der Verlag bewirbt "Fünf Löcher im Himmel" als "knallharte Roadnovel" - erstmal beginnt der Roman aber in Hamburg. Dort sitzt Paul mit einer Dose Bier auf einer Bank, pafft Ernte 23 und sieht zu, wie Arbeiter seine noch halbwegs bürgerliche Existenz in einen Container knallen. Zwangsräumung. "Maschinen ... nichts als Maschinen, ausführende, stumpfe Automaten", flüstert er, rettet noch schnell eine kleine Zigarrenkiste aus dem Müll seiner ehemaligen Wohnung und schmeißt eine Metallkugel in die Wohnzimmerscheibe.



Paul als 17-Jähriger: "Ich möchte etwas machen, was noch keiner gemacht hat."



Dann trottet er weg, findet am Stadtrand in einer Schrebergartensiedlung einen Unterschlupf für die Nacht und öffnet die Zigarrenkiste. Alte Aufnahmen, ein Klassenfoto - er, in der letzten Reihe, mit "merkwürdigem Blick". Zu seinen besten Freunden von damals hat er keinen Kontakt mehr, nicht zu Katharina Himmelfahrt, die damals, als er 17 war, in seine Klasse kam. Auch in der Kiste: Pauls Tagebuch von 1966:



Ich heiße Paul.
Ich bin siebzehn.
Ich binmehr

Interview mit Rocko Schamoni

Interview Rocko Schamoni, Fünf Löcher im Himmel



Zwangsräumung. Paul Zech beobachtet auf einer Parkbank dieses Schauspiel. Das meiste aus seiner Wohnung wandert sofort in einen Container. Daraus rettet er eine Zigarrenkiste. Danach geht er auf Wanderschaft und begegnet immer wieder Tieren. Kurze Begegnungen, die aber präsent bleiben, nachhallen. Ein Marder greift ihn in einer verlassenen Schrebergartenhütte an, in einer weiteren Hütte trifft er auf einen sterbenden Wolfshund, am Strand findet er einen toten Seehund. Und dann übernimmt er Wolfgang, einen Wellensittich. Wolfgang erhält von Ihnen sogar einen eigenen Epilog. Welche Bedeutung haben die Tiere hier im Roman?



Rocko Schamoni: Tiere stehen für das Unberechenbare, die nicht menschliche Sprache des Seins, die verlorene Unschuld und das Ausgeliefertsein gegenüber dem Menschen. Ich stelle sie dem ewig vergeblich Sinn produzierenden Menschen gern gegenüber.



Unter den Fotos in der geretteten Zigarrenkiste findet Paul auch noch sein altes Tagebuch, ein Schulheft. Die Einträge stammen aus dem Jahr 1966. Wir lernen Paul als 17-Jährigen kennen, ein dünner großermehr

Kundenbewertungen

Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

Bewertung von Jessicooo aus Hof am 28.12.2010
Habe diese Buch an einem Tag durchgelesen. Konnte es einfach nicht mehr aus den Händen legen. Super witzig und selbstironisch geschrieben, in gewohnter Schamoni Manier. Für alle die gerne Bücher über kaputte Charaktere und absurde Geschichten lesen ein Muss. Mein Favorit!