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Nikolai Wassiljewitsch Gogol

Nikolai Wassiljewitsch Gogol wurde 1809 in Welikije Sorotschinzy (Poltawa), Ukraine, geboren. Er zog 1828 nach St. Petersburg und versuchte sich zunächst als Beamter und Lehrer. Mit seinen ersten volkstümlichen Erzählungen Abende auf dem Gutshof bei Dikanka erwarb sich Gogol 1831/32 große Anerkennung. Seine legendären Petersburger Novellen, darunter Die Nase, Der Mantel und Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen gelten bis heute als Meisterwerke der Groteske. 1842 erschien Die toten Seelen, ein Werk, dessen verschiedene Fassungen und Fortsetzungen der Autor im Laufe seines Lebens immer wieder vernichtete, neu schrieb und zuletzt doch wieder vernichtete. Gogol starb 1852 in Moskau.

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Der Wij: Nikolai Gogols Schauerklassiker, Hexen und Dämonen: Illustrierte Ausgabe Produktbild: Der Wij: Nikolai Gogols Schauerklassiker, Hexen und Dämonen: Illustrierte Ausgabe Neu

Der Wij: Nikolai Gogols Schauerklassiker, Hexen und Dämonen: Illustrierte Ausgabe

Ein Kosakenstudent, drei Nächte an einem Sarg, und ein Dämon, dessen Lider bis auf den Boden hängen.

Choma Brut ist Philosophiestudent an der Kiewer Bursa. Auf dem Heimweg sucht er mit zwei Kommilitonen Unterschlupf bei einer alten Frau. In der Nacht lähmt sie ihn, springt ihm auf den Rücken und reitet ihn durch die Dunkelheit über die Felder. Er reißt sich los und schlägt zu, und im Morgengrauen liegt an ihrer Stelle eine junge Frau von erstaunlicher Schönheit.

Wenig später holt ihn ein Bote ab. Ein reicher Kosakenhauptmann verlangt, dass ausgerechnet Choma drei Nächte lang an der Bahre seiner toten Tochter die Psalmen liest. Choma kennt sie nicht. Bis er ihr ins Gesicht sieht.

Drei Nächte in einer verschlossenen Dorfkirche. Ein Kreidekreis auf dem Boden. Jede Nacht schlimmer als die vorige. In der dritten rufen die Mächte der Finsternis ihren Herrn: den Wij. Man muss ihm nur die Lider heben.

In dieser Ausgabe

  • Der vollständige Wij von 1835, Szene für Szene, in einer modernen deutschen Bearbeitung
  • Elf Kapitel, jedes eröffnet von einer ganzseitigen Tafel
  • Rund 82 Seiten, Lesezeit ein bis zwei Stunden, für einen einzigen Abend
  • Vorwort und eine Anmerkung zur Ausgabe, die erklärt, warum der Autor hier Mykola Hohol heißt

Wer Der Wij kennt, kennt vermutlich die Übersetzung von Alexander Eliasberg aus dem Jahr 1921, in der die meisten deutschen Ausgaben bis heute gedruckt werden. Diese ist etwas anderes: ein heute geschriebener Text, kurze Sätze, keine hundert Jahre alte Kanzleisprache. Nichts wurde entschärft, nur die Sprache erneuert.

Der Wij steht am Ende von Gogols Zyklus Myrhorod und gehört zu den Gipfeln des europäischen Schauerklassikers: ukrainisches Volksgut, betrunkene Seminaristen, eine verlassene Kirche in der Steppe und ein Schluss, der keinen Trost gewährt.

Für alle, die

  • heute Abend noch etwas Kurzes lesen wollen, das zu Ende erzählt ist
  • Gogol kennen, aber die alten Übersetzungen zäh finden
  • einen Klassiker der russischen und osteuropäischen Literatur suchen, ohne sich auf einen langen Roman einzulassen
  • Atmosphäre und wachsende Spannung wollen, keine billigen Schockeffekte

Herunterladen, das Licht ausmachen, anfangen. Und an Chomas Regel denken: Was auch geschieht, sieh nicht hin.

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