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Natan Sznaider

Natan Sznaider, 1954 in Mannheim geboren, ist emeritierter Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule in Tel Aviv. Bei Hanser sind erschienen: »Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus« (2022), »Israel. Eine Korrespondenz« (2023, mit Navid Kermani) und »Die jüdische Wunde. Leben zwischen Anpassung und Autonomie« (2024). Natan Sznaider erhielt 2024 für sein literarisches Wirken für den Frieden in Israel und in der Welt den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. Er lebt in Tel Aviv.

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Die jüdische Wunde Produktbild: Die jüdische Wunde

Die jüdische Wunde

Das jüdische Dilemma zwischen Assimilation und Eigenständigkeit – von der Aufklärung bis heuteDie Deutschen lieben Nathan. Doch Lessings Bühnenfigur konnte die Hoffnung, dass es eines Tages keine Rolle mehr spielen würde, ob jemand Jude sei, nicht erfüllen. Und als Hannah Arendt 1959 den Lessing-Preis entgegennahm, sprach sie sich in ihrer Dankesrede ausdrücklich gegen diese Idee der Assimilation aus, die am Ende zum Verschwinden jüdischer Identität führen würde. Das jüdische Dilemma zwischen Anpassung und Autonomie konnte seit der Aufklärung nicht aufgelöst werden – auch der Staat Israel steht in dieser Spannung zwischen säkularer und religiöser Identität. Natan Sznaider ist überzeugt, dass dieser Widerspruch nie verschwinden wird. Was spricht dagegen, ihn zu akzeptieren und anzuerkennen, dass wir immerhin als Ungleiche gleich sind?
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Buch (Gebundene Ausgabe)

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