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Die Wälder

Broschiertes Buch
Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte ...…mehr

 

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Die Wälder (eBook, ePUB)

Die Wälder (eBook, ePUB)

eBook, ePUB
Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte ...…mehr

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Melanie Raabe

Raabe, MelanieMELANIE RAABE wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin - und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT, 2018 dann DER SCHATTEN. Ihre Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht, mehrere Verfilmungen sind in Arbeit. Melanie Raabe betreibt zudem gemeinsam mit der Künstlerin Laura Kampf einen erfolgreichen wöchentlichen Podcast rund um das Thema Kreativität, "Raabe & Kampf". Melanie Raabe lebt und arbeitet in Köln.

Melanie Raabe: Die Wälder

Melanie Raabe: Die Wälder

Skelette, Vampire und Zombiehorden sind auf den Straßen unterwegs. Kein Wunder. Es ist Halloween, und in Feierlaune scheinen die Menschen unbekümmert mit dem Tod und finsteren Mächten zu flirten. Doch die junge Ärztin Nina hat gerade das ganz reale, alltägliche Grauen hinter sich: eine extra Schicht in der Notaufnahme ihres Krankenhauses. Nur noch ein paar Minuten die anonyme Großstadt ertragen, in deren U-Bahnen und Straßenschluchten sich die Menschen noch offensichtlicher maskieren als sonst - dann könnte sie es sich zuhause mit Süßkartoffelpommes und Bill Murray bequem machen, ihrem kleinen Hund, den sie nach einem der Hauptdarsteller der legendären Gruselkomödie "Ghostbusters" genannt hat. Aber dann kommt ein Anruf, der Ninas Leben abrupt auf den Kopf stellt. Tim, ihr bester Freund seit Kindertagen, ist ums Leben gekommen. Es war ein Unfall, so heißt es. Eine bisher noch nicht abgehörte Mailboxnachricht, die der weitgereiste Starfotograf seiner besten Freundin kurz zuvor hinterlassen hatte, spricht allerdings eine andere Sprache. Tim war in das Dorf ihrer Jugend zurückgekehrt und neuen Hinweisen auf seine Schwester Gloria gefolgt, diemehr

Interview mit Melanie Raabe zu "Die Wälder"

Interview mit Melanie Raabe zu "Die Wälder"

In unserem letzten Interview zu "Der Schatten" haben Sie angedeutet, dass Sie in New York auf die Idee zu Ihrem neuen Buch gekommen sind. Wie viel hat "Die Wälder" nun noch mit dem Großstadtdschungel zu tun?
Melanie Raabe:
Tatsächlich gar nichts! Das ist ein bisschen kurios: Ich war in der für meine Begriffe aufregendsten Stadt der Welt - und habe dort entschieden, dass mein nächster Roman in einem winzigen Dorf und im Wald spielen soll.

Ihre Geschichte beginnt an Halloween. Welche Beziehung haben Sie als Wahlkölnerin zu diesem Tag oder auch zum Karneval?
Melanie Raabe:
Mit Karneval habe ich tatsächlich wenig am Hut, aber ich mochte es schon immer, mich zu verkleiden. Als Teenager habe ich Theater gespielt und festgestellt, wie viel Spaß es mir macht, einen Abend lang in die Haut einer anderen zu schlüpfen. Halloween mag ich besonders, weil ich den unheimlichen Touch liebe, den es hat. Hexen, Vampire - all so etwas faszinierte mich schon als Kind.

Ihre Protagonistin Nina verschlägt es in das Dorf ihrer Kindheit. Sie sind 1981 in Jena geboren. Inwiefern fühlen Sie sich noch mit
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Melanie Raabe "Der Schatten"

Melanie Raabe "Der Schatten"

In Wien, der Stadt des Walzers, wird Norah Richter zu einem Tanz mit dem Tod aufgefordert. Die aufstrebende Journalistin ist erst vor wenigen Tagen hierher gezogen. Nach einem traumatischen Erlebnis hatte sie es in Berlin nicht mehr ausgehalten. Das Angebot, in der österreichischen Hauptstadt als Redakteurin eines großen Magazins anzufangen, kam ihr gerade recht. Norah brach mit ihrem nicht besonders zuverlässigen Freund und war bereit, komplett neu anfangen. Im Gepäck hatte sie kaum mehr als Erinnerungen, den Laptop und das Smartphone für ihre Arbeit und als fortwährende Verbindung zur Außenwelt. Aber dann begegnet ihr mitten auf der Straße eine Obdachlose, die ihr eine Prophezeiung zuraunt: An einem ganz bestimmten Tag wird sie einen Mann namens Arthur Grimm töten.

Bald verwandelt sich Norahs Leben einmal mehr in eine Hölle. Schleichend zunächst, denn sie kennt keinen Arthur Grimm und hält es auch für möglich, dass die Nachwirkungen ihres einst exzessiven Drogenkonsums ihr einen Streich spielen, ihre Wahrnehmung manipulieren. Als sie schließlich einem Arthur Grimm gegenübersteht, kann sie sich beim besten Willen nichtmehr

Interview mit Melanie Raabe zu "Der Schatten"

Interview mit Melanie Raabe zu "Der Schatten"


In "Der Schatten" geht es zunächst um einen Umzug von Berlin nach Wien. Wie haben diese beiden Städte Ihr Buch geprägt?

Melanie Raabe
: Berlin ist eine Stadt, die ich sehr gut kenne, in der viele meiner engsten Freunde wohnen. Berlin ist mir sehr vertraut. Wien hingegen war mir eher fremd, bis ich angefangen habe, häufiger hinzufahren, um für meinen Roman zu recherchieren. Wien ist ganz anders als Berlin, und dementsprechend fühlt sich meine Hauptfigur dort nach ihrem Umzug zunächst verloren. Gleichzeitig ist Wien eine sehr schöne und inspirierende Stadt. Ihr Flair hat mir dabei geholfen, die richtige Atmosphäre für den Roman zu kreieren.

Ihre Protagonistin Norah arbeitet als Journalistin. Was fasziniert Sie an dieser Figur?

Melanie Raabe
: Norah ist eine ausgesprochen widersprüchliche Figur. Sie ist Journalistin, hat dementsprechend viel mit anderen Menschen zu tun, aber sie liebt es auch sehr, ihre Ruhe zu haben. Sie hat einen starken Gerechtigkeitssinn und hilft anderen gerne, gleitet manchmal aber auch schnell in düstere Gedanken ab. Norah ist stark und gleichzeitigmehr

Kundenbewertungen

Die Wälder

Bewertung von Jürgen aus Mainz am 30.12.2019
Für mich das beste Werk der Autorin, und ein Meisterinnenwerk zum Jahresabschluss. Unbedingt lesen!

Die Wälder

Bewertung von gaby2707 am 21.01.2020
Ich habe mich in diesen Wäldern sehr wohl gefühlt Für Nina Schwarz bricht eine Welt zusammen, als die die Nachricht vom Tod ihres ehemals besten Freundes Tim erhält. Vor kurzem hatte er versucht sie telefonisch zu erreichen, aber sie hat sich nicht zurück gemeldet. Und nun ist er tot. Als sie einige Tage später in ihrem Briefkasten einen Brief von Tim findet, in dem es um ein letztes Puzzlestück und das Verschwinden seiner Schwester Gloria geht, setzt Nina alles daran, Tims letzten Wunsch, Gloria zu finden, zu erfüllen. Melanie Raabe hat einen wie ich finde genialen Schreibstil, der sogar die banalsten Sätze vor Spannung vibrieren lässt, der mich direkt in die Geschichte hinein zieht und es mir sehr schwer macht, das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen. Die sehr genau und treffend gesetzten Cliffhanger machen es auch nicht leichter das Buch wegzulegen. Außerdem kommt die Autorin ohne Blutvergießen aus, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt. Ihre Personen spielen zum einen als Kinder in der Vergangenheit und sind mit selbst gewähltes Pseudonymen ausgestattet. In der Gegenwart begegne ich den Vieren als Erwachsene mit ihren Klarnamen. Anfangs bin ich stark herausgefordert zu erkunden, wer nun wer ist. Nach ca. 150 Seiten wird das aufgeklärt und macht es mir leichter, die Personen zuzuordnen. Alle sind sehr detailliert, farbig und mit eigenen Fähigkeiten und Wesensmerkmale ausgestattet, dass ich schnell ein klares Bild von ihnen vor Augen habe. Die einen mag ich, die anderen weniger – genau wie im echten Leben. Melanie Raabe hat es geschafft, dass ich den meisten sehr nahe gekommen bin. Die beiden Handlungsstränge lassen sich durch verschiedene Schriftarten leicht auseinander halten So weiß ich immer genau, in welchem Zeitraum ich mich gerade befinde. Wobei mir die Geschichten aus der Vergangenheit noch besser gefallen haben, als die Jetzt-Zeit. Die Geschichte lässt sich für mich gut nachvollziehen. Wobei bei mir einige Fragen offen geblieben bzw. nicht deutlich genug beantwortet worden sind. Besonders der Schluss mit einer überraschenden Wendung, von der ich nicht gedacht hätte, dass sie noch kommt, hat mich emotional sehr berührt und mitgenommen. Eine spannende, gut durchdachte, manchmal etwas verwirrende Geschichte ohne Blutvergießen in der die Themen Leben im Dorf, Fremdenhass, häusliche Gewalt, Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Rache, Pubertät und Homosexualität eingearbeitet sind, hat mich ab der ersten Seite gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.

Die Wälder

Bewertung von Kunde am 07.01.2020
Die Jugendlichen Peter, Winnie, Kante und Eddie leben in einem abgelegenen Dorf mitten im Wald. Sie halten zusamnen, sind beste Freunde. Als ein Mädchen, Gloria, aus dem Dorf spurlos verschwindet, beginnen sie ihre Suche nach ihr. Ihr Verdacht fällt auf den dubiosen Wolff, doch niemand glaubt ihnen.... 20 Jahre später. Nina erfährt vom Tod ihres Jugendfreundes Tim. In einer Nachricht von ihm erhält Nina den Auftrag, seine verschwundene Schwester zu suchen.Tim teilt ihr genau mit, wie sie vorgehen soll. Eigentlich will Nina das Dorf, in dem sie aufwuchs, und die Wälder nie mehr betreten. Doch auch weitere Jugendfreunde haben diese Nachricht von Tim erhalten, so daß die verbliebene Clique gemeinsam versucht, ihre damals geschworene Rache zu verüben. Melanie Raabe hat mit "Die Wälder" wieder einen Voltreffer gelandet. Die Handlung wird hier in zwei Strängen erzählt. Man erfährt durch Winnie, Peter, Kante und Eddie was früher in dem Dorf geschah, von alten Legenden um die Wälder ringsherum und von den undurchsichtigen Machenschaften von Wolff. Der Strang in der Gegenwart erzählt von Nina, David und Henri, die sich unerwartet begegnen - alle mit einem Ziel: Wolff zu überführen. Beide Handlungsstränge sind sehr spannend und man hält streckenweise die Luft an. Man spürt gerade in der Gegenwart die knisternde Gefahr. Zunächst ahnt man nicht, wie die beiden Geschichten zusammenhängen, dies löst sich nach und nach wie ein Puzzle auf und verbindet sich zu einem gelungenen Plot. Melanie Raabe schafft es, die Spannung zu erhalten und den Leser zu fesseln. Ihr Stil und die angenehme Länge der Kapitel machen das Buch leicht lesbar, so daß man hier wirklich durch die Seiten fliegt. Die Charaktere bieten manche Überraschung und man kann sich nie sicher sein, ob man sie jetzt durchschaut hat - oder nicht. "Die Wälder" bekommen von mir eine absolute Leseempfehlung!

Die Wälder

Bewertung von Mel.E aus L. am 11.01.2020
Auch wenn Melanie Raabe zu meinen Favoritinnen im Bereich der deutschen Thrillerautorinnen zählt, ist "Die Wälder" definitiv nicht ihr bestes Werk, obwohl es ebenso wie die vorherigen absolut hochwertig ist, was erzeugte Spannung und Plot betrifft, da die Mischung des Erlebens aus Kindheit und Vergangenheit der Protagonisten leicht verwirrt. Es ist nicht gleich zu Beginn offensichtlich, wer hier wer ist und worum es wirklich geht. Es ist von einer Bande von Kindern die Rede, die dem "bösen" Wolff" in dieser Story Rache schwören, da sie sich bedroht fühlen und Glorias Verschwinden aufdecken wollen. Wolff hat nach dem Beenden des Thrillers immer noch meine persönliche Assoziation zu dem Märchen der Gebrüder Grimm, da ihm der Makel anhaftet, Kinder verschwinden zu lassen, was nicht gänzlich falsch ist, wenn man es genauer betrachtet. Letztendlich ist "Die Wälder" ein Mix aus Vergangenheitsbewältigung und Racheplänen, die durch einen Brief von Tim ausgelöst werden. Anhand des Protagonisten Tim wird deutlich, wie sehr Erlebtes unser Leben mitbestimmt und außergewöhnliche Wege gehen lässt. "Die Wälder" ist aber auch ein Thriller, der angefüllt ist mit echter lebenslanger Freundschaft und der Tatsache, das ein zerbrochenes Elternhaus mitunter Mitschuld trägt an Versagen oder auch intensiver Suche nach Liebe. Einen kleinen Anteil nimmt auch Depression, eine Erkrankung, die aus Thrillern fast schon nicht mehr wegzudenken ist. Drogen, Alkohol, werden ebenfalls aufgegriffen und verdeutlichen, wie schnell dadurch ein leben verwirkt werden kann. Hinzu kommt Angst. Angst vor dem bösen "Wolff", der ausgeschaltet werden muss oder zumindest dahingehend erpresst zu werden, endlich die Wahrheit über Gloria zu gestehen. "Die Wälder" ist interessant gestrickt, wobei ich mitunter in meinem Lesefluss gestört wurde, da Vergangenheit und Gegenwart nicht immer flüssig zu lesen waren. Durch die Vielzahl der Personen werden einfach zu viele Dinge miteinander verbunden. Das Ende überzeugt wiederum und zeigt auf, das nicht immer alles so ist, wie es scheint und manche Wahrheiten in Büchern zu finden wären. Gerne vergebe ich dennoch eine Leseempfehlung, auch wenn ich im Vergleich zu den vorherigen Thrillern der Autorin hier und da ein kleines Schwächeln wahrnahm. "Die Wälder" ist absolut gelungen, aber man muss sich einfach aus diesem Konstrukt aus Vergangenheit und Gegenwart einlassen können, dieses ist mir leider nicht leicht gefallen, was ich sicherlich verdeutlichen konnte. "Die Wälder" ist trotz minimalster Schwächen ein Thriller, der sich zu lesen lohnen wird.

Die Wälder

Bewertung von Hilou aus Bielefeld am 18.01.2020
Zum Inhalt: Nina hat aufgrund ihres Jobs als Ärztin kaum noch Zeit für ihren besten Freund Tim, den sie schon von klein auf kennt. Eines Tages erfährt sie, dass er an einer Überdosis gestorben ist. Dabei war er schon seit Langem wieder clean. In der Nacht vor seinem Tod hat er allerdings versucht, Nina zu erreichen. Eine verwirrende Sprachnachricht und ein geheimnisvoller Brief ist alles, was Tim zurücklässt. Nina soll seine vor vielen Jahren in den Wäldern verschwundene Schwester Gloria wiederfinden. Die schier endlosen Wälder, die ihr Heimatdorf umgeben, erinnern Nina jedoch an ihre gemeinsame düstere Vergangenheit, die sie für immer hinter sich lassen wollten. Und doch macht sich Nina auf den Weg, um Tims letzten Wunsch zu erfüllen und Glorias Verschwinden aufzuklären. Die Angst aus Kindheitstagen ist jedoch immer noch gegenwärtig... Meine Leseerfahrung: Nachdem ich "Der Schatten" von Melanie Raabe gelesen hatte, war ich sehr erstaunt, wie subtil die Spannung in einem eher ruhigen Thriller aufgebaut werden und den Leser fesseln kann, ohne von Gewalt und Brutalität jeglicher Art Gebrauch zu machen. Melanie Raabe versteht es gut, äußerst beklemmende Atmosphären heraufzubeschwören und die Psyche ihrer Buchcharaktere authentisch darzustellen, so dass man das Buch vor Aufregung einfach nicht mehr weglegen kann.  Erzählt werden zwei Handlungsstränge, zwischen denen Kapitel für Kapitel geswitcht wird. So ergänzen sie sich gegen Ende der Story wie viele kleine Puzzleteile, die zusammengesetzt werden und zu einem Aha-Effekt führen. "Die Wälder" hat allerdings eine kleine Schwachstelle. Je näher man der Auflösung kommt, desto mehr fühlen sich einige Aspekte der Geschichte auf Biegen und Brechen inszeniert an, als hätte man mit aller Kraft versucht, nach den nervenaufreibenden Kapiteln einen befriedigenden Abschluss zu finden.  Das scheint mir auch ein Markenzeichen der Autorin zu sein und ist um Grunde genommen nicht zu beanstanden, da man das Buch zufrieden zuklappen und mit dem Gelesenen wunderbar abschließen kann. Allerdings wirkte die Darstellung, wie sich alles gegen Ende zusammenfügt, seltsamerweise sehr künstlich an. Dennoch handelt es sich bei diesem Buch um einen lesenswerten Roman, der hervorragend aufzeigt, auf welche Weise Bedrohungen und Gefahren von kindlichem Geiste aufgenommen und verarbeitet werden können. Dieser Thriller zeigt gekonnt, dass zur Bewältigung eines angejahrten Traumas eine Menge Mut und Entscheidungsstärke nötig ist. Allein deswegen lohnt es sich, sich in die beklemmende Umgebung, die Melanie Raabe geschaffen hat, zu begeben und sich eventuell auch den eigenen Dämonen zu stellen. Fazit: Ein solider ruhiger Thriller mit viel Spannung, der leider gegen Ende etwas gestellt und zwanghaft konstruiert wirkt, um unbedingt ein zufriedenstellendes Ende zu erlangen. Dennoch ist die Story rasant spannend und daher sehr lesenswert.

Die Wälder

Bewertung von Bodo12 aus Irgendwo in Europa am 21.01.2020
Was passierte wirklich in dem Wäldern? Gloria, ein junges 17 jähriges Mädchen und Schwester von Peter, verschwindet spurlos. Peter, zusammen mit seinen Freunden Winnie, Kante und Eddie, Schüler und ein paar Jahre jünger als Gloria, spielen Privatdetektiv und kommen der Wahrheit gefährlich nahe. Was passierte wirklich in den Wäldern? Meine Meinung: Dieses Buch liest sich sehr leicht. Es ist spannend geschrieben, unterhält sehr gut und ist packend bis fast zur letzten Seite. Das Cover gefällt mir sehr gut, ist ein Hingucker und wäre mir in jedem Buchladen aufgefallen. Das Buch wartet mit Überraschungen und Wendungen auf und wäre nicht die Geschichte mit dem Geist, hätte dieses Buch 5 Sterne erhalten. Leider konnte ich mit dieser Geschichte über den Geist überhaupt nichts anfangen und hat das wirklich sehr gut geschriebene Buch ein bisschen abgewertet. Schade drum. Trotz allem 4 Sterne für diesen sehr guten Thriller.

Die Wälder

Bewertung von sommerlese am 02.01.2020
Der neue Thriller von Autorin Melanie Raabe trägt den Titel "Die Wälder" und erscheint im btb Verlag. Nina erfährt, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist. Kurz vor seinem Tod hat er versucht, sie telefonisch zu erreichen.Tim hinterlässt eine Aufgabe, Nina soll seine vor Jahren in den Wäldern verschwundene Schwester Gloria finden. Dieser Thriller beginnt mit einer bedrohlichen Stimmung, die man später auch in den Szenen im Wald spüren kann. Ninas Kindheit mit ihren Freunden war durch die gemeinsamen Abenteuer im Wald geprägt. Wenn sich Freunde aus Kindertagen weiter entwickeln, hängt man dennoch an den alten Erinnerungen. Nina setzt alles daran, den letzten Wunsch ihres verstorbenen Freundes Tim zu erfüllen. Sie kehrt in ihr Heimatdorf zurück, dieses liegt eingebettet in einen tiefen Wald. Wird sie dort eine Spur zur vermissten Gloria finden? Dieses Buch wechselt ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, es werden viele Puzzleteile aufgedeckt, die sich allmählich zu einem Bild verdichten. Bei den geschilderten Erinnerungen aus der Kindheit ist man sich als Leser nie ganz sicher, ob es der Wahrheit entspricht oder nur kindliche Einbildung sein könnte. Dieses Verwirrspiel sorgt für einige Wendungen im Handlungsverlauf, die der Leser nicht genau einschätzen kann. Die Kinder erleben in offensichtlich viele schreckliche Vorgänge mit, die sie aber nicht richtig einschätzen können. Nina macht sich auf in ihre Heimatund damit auch auf die Suche nach ihrer eigenen Kindheit, die Kindheitserlebnisse machen ihr auch als erwachsene Frau noch Angst. Sie möchte sich Klarheit verschaffen, was damals wirklich passierte. Zu sehr sind ihre Erinnerungen an grausame Vorgänge in ihrem Heimatdorf verbunden. Diese bedrückende Angst hat Melanie Raabe perfekt als Untermalung für ihr Buch ausgeführt und verleiht ihrem Buch eine mysteriöse und düstere Stimmung. Die Handlungsvorgänge sind durch die vielen Ungereimheiten anfangs spannend, dann wird es allerdings eher langatmig und sehr ausführlich geht es in die Details von vielfältigen Geschehnissen in der Kindheit. Auch die Auflösung verliert sich mir zu sehr in Details, das unheimliche Gefühl verschwindet dadurch und damit leider auch der Erkennungswert der Geschichte. Die ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben einen Sinn, sie schaffen ständige Cliffhanger und bilden allmählich aus einzelnen Puzzleteilchen ein komplettes Bild der wahren Vorgänge. Mich konnte die Geschichte jedoch nicht richtig packen, auch wenn sie tiefgründig versucht, mysteriös und geheimnisvol zu wirken und das Motiv der Rache als Grund für alles Handeln zu benennen. Von diesem Buch hatte ich mir mehr versprochen, durch der Erfolgsthriller "Die Falle" liegt die Meßlatte der Autorin bei mir allerdings auch sehr hoch.

Die Wälder

Bewertung von Glüxklaus aus Franken am 23.01.2020
Nina ist als Ärztin beruflich sehr eingespannt. Daher bekommt sie leider erst viel zu spät mit, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, dringend versucht hat, sie zu erreichen. Nun ist er tot. Das große Rätsel, wie seine Schwester Gloria vor 20 Jahren in den Wäldern rund um sein Heimatdorf einfach verschwinden konnte, bleibt ungeklärt. Bis kurz vor seinem Tod hat Tim wie besessen versucht, Glorias Schicksal zu erforschen. Nur „das letzte Puzzleteil“ fehle noch, so seine Nachricht auf Ninas Mailbox. In einem Brief an Nina hat er akribisch aufgeschrieben, wie er genau Glorias Verschwinden aufklären möchte. Nun ist es an Nina, Tims Suche nach Gloria zu vollenden. Sie begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, in das Dorf und die umliegenden unergründlichen Wälder, wo Gloria zuletzt lebend gesehen wurde.... Melanie Raabes Thriller beginnt rasant. Sie schreibt derart spannend und fesselnd, reiht einen Höhepunkt, einen „Cliffhanger“ an den nächsten, dass es mir beim Lesen fast den Atem raubte. Diese Spannung geht auf Kosten der Tiefe der Charaktere, aber das stört mich nicht. Mit Nina habe ich mitgefiebert, um ihren treuen Freund Tim getrauert, die restlichen Figuren haben mich weniger berührt. Leider kann Raabe ihr anfängliches Erzähltempo aber nicht aufrechterhalten. Gegen Ende flacht die Spannung immer mehr ab und am Schluss war ich ziemlich enttäuscht, meinen hohen Erwartungen konnte Raabe also leider nicht standhalten. Das Ende kommt zweifelsohne sehr überraschend. Auch wenn ich den Handlungsverlauf so nicht erwartet habe, empfand ich den Schluss nach dem fulminanten Beginn als unbefriedigend, ja fast unwürdig. Ich habe bisher alle Bücher von Melanie Raabe mit Begeisterung gelesen, dieses war für mich ihr schwächstes. Nichtsdestotrotz beweist die Autorin auch mit „Die Wälder“, wie wahnsinnig spannend und mitreißend sie schreiben kann und ich freue mich jetzt schon wieder auf ihren nächsten Roman.

Die Wälder

Bewertung von Dark Rose aus NRW am 25.01.2020
Ich fand es leider langweilig Nina ist Ärztin. Nie wollte sie in ihr Heimatdorf zurückkehren. Doch dann erfährt sie vom Tod ihres ehemals besten Freundes Tim. Er hat ihr eine kryptische Nachricht hinterlassen und bittet sie weiter nach seiner Schwester Gloria zu suchen, die vor 20 Jahren spurlos verschwand. Nina beschließt seinen letzten Wunsch zu erfüllen, zumal Tim andeutete neue Spuren gefunden zu haben. Ihr Ex-Freund David, der damals auch mit Tim befreundet gewesen war und mittlerweile Polizist ist, will Nina beschützen. Also kehren sie beide in das Dorf zurück und stellen sich ihren Ängsten und dem Wald. Die Handlung wird auf zwei Ebenen erzählt. Nina und David in der Gegenwart und Peter in der Vergangenheit – er sah damals Gloria im Wald verschwinden. Leider konnte mich das Buch nicht packen. Anfangs ging es noch einigermaßen, aber mir war die Erzählart zu langgezogen. Ich hatte einige Theorien bezüglich Glorias Verschwinden, Tims Tod und dem, was es vielleicht mit dem Wald auf sich hat. Leider hatte ich nur mit der unrealistischsten recht. Ich fand die Auflösung leider unbefriedigend. Ich habe mir so viele Gedanken gemacht, was alles sein könnte, dachte zwischenzeitlich auch an Werwölfe oder einen verfluchten Wald oder so, aber ich hatte zu viel erwartet. Die damals vier Freunde haben etwas beobachtet und davon ein Trauma davongetragen. Doch das Buch soll ein Thriller sein und das ist es für mich nicht wirklich. Bei mir kam keine wirkliche Spannung auf. Ich habe nicht mitgefiebert, die Seiten verschlungen oder Angst um die Protagonisten gehabt. Auf mich wirkte die Handlung sehr konstruiert. Die Handlungen der Protagonisten waren mir für die Art Person, die sie jeweils verkörpern sollten, unpassend und unglaubwürdig. Auch die Handlung selbst hatte in meinen Augen deutliche Schwächen und war für mich nicht immer logisch und nachvollziehbar, eher das Gegenteil. Immer wieder wurde es so abstrus und konstruiert, dass ich kaum noch Lust hatte weiterzulesen. Zwischendrin vor allem um die Mitte herum hat mich das Buch endgültig verloren. Es wurde mehr und mehr verwirrend und ich bin mit dem Kopf irgendwie ausgestiegen. Was mich vor allem gestört hat waren die Namenswechsel. In der Vergangenheit haben die gleichen Personen, die in der Gegenwart eine Rolle spielen plötzlich ganz andere Namen. Dadurch wird es einem fast unmöglich gemacht die beiden Ebenen auf die Reihe zu bekommen und miteinander zu verbinden, was wahrscheinlich der Sinn hinter dieser Aktion war. Ich muss leider ehrlich sagen, dass ich mich gelangweilt habe. In meinen Augen ist das Buch auch kein Thriller, sondern ein Roman mit allerhöchstens leichten Krimi-Anteilen. Der Schreibstil war auch nicht wirklich meins. Ich habe mich damit wirklich immer wieder schwergetan, stellenweise wirkte es, als stammten bestimmte Stellen des Buches aus einem Aufsatz, den ein Schüler geschrieben hat. Es hat sich so gezogen, Spannung suchte ich vergeblich und ich musste mich sehr beherrschen, das Buch nicht einfach wegzulegen und abzubrechen. Fazit: Leider war das Buch nicht meins. Ich empfand es als sehr langweilig. Ich konnte weder mit dem Schreibstil etwas anfangen noch mit den Charakteren. Die Handlung war mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen und lange Zeit auch langweilig. Die Charaktere haben sich in meinen Augen oft einfach nur unlogisch unrealistisch benommen. Mir fehlte die Spannung, das mitreißende. Das Ende bzw. die Auflösung hat dem Ganzen in meinen Augen den Rest gegeben. Alles was mir dazu einfiel war „echt jetzt?!“ Von mir bekommt das Buch leider nur 1 Stern.
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