Martin Hartmann, geboren 1968, ist Professor für Praktische Philosophie an der Universität Luzern. Nach dem Studium der Philosophie, Komparatistik und Soziologie an der Universität Konstanz, der London School of Economics und an der Freien Universität Berlin wurde Martin Hartmann 2001 promoviert. 2009 habilitierte er sich mit seiner Arbeit über »Eine Theorie des Vertrauens«. In seinem vorliegenden Buch wendet er sich an ein breiteres Publikum. »Vertrauen. Die unsichtbare Macht« wurde 2021 zum Wissenschaftsbuch des Jahres gekürt.
Die vorliegende Publikation beruht auf einer 1981 angefertigten Dissertation des ehemaligen Aargauischen Kantonsarchäologen Martin Hartmann (1943–2017). Darin bearbeitete er Befunde und Funde seiner Ausgrabungen im Nordwestteil der großen spätrömisch-frühmittelalterlichen Nekropole südlich des kaiserzeitlichen Legionslagers von Vindonissa. Das seinerzeit für den Druck vorgesehene Manuskript blieb unpubliziert. Es wird hiermit in überarbeiteter Form vorgelegt, ergänzt um weitere Grabfunde von 1928, 1940 und 1949.
– Ein Katalog mit 318 Grabnummern bildet den Kern der Arbeit.
– Die Grabgruben der ältesten Bestattungsgruppe weisen überwiegend Nord-Süd-Orientierung auf. Nur wenige Gräber enthalten Beigaben des 4. Jh. n. Chr.
– Die Bestattung einer Frau und eines Kindes in Grab 8 enthält seltene silberne Trachtbestandteile, die großräumige überregionale Bezüge aufweisen.
– Die Nekropole, die zum Großteil beigabenlose Bestattungen aufweist, dehnte sich im Laufe der Zeit weiter nach Südosten aus.