Autor im Porträt

Toptitel von Marcus Imbsweiler

Geyers Schädel

Gebundenes Buch
Bayreuth, im Wagner-Jahr 2013: Ein Schädel wird gefunden. Der musikalische Hinterkopf fällt auf, doch erst die Rekonstruktion des Gesichts beweist: Der Tote gleicht Richard Wagner bis aufs Barthaar. Ein Zwillingsbruder? Ein Wiedergänger? Oder gar der Originalschädel? Wagners Grab in Bayreuth ruht unversehrt. Viel Arbeit für die Kommissare Haderer und Leschkowski!Szenenwechsel: Zürich, September 1857. Das legendäre Treffen der drei Wagner-Musen: Minna, die Ehefrau, Mathilde, die Geliebte, Cosima, die Zukünftige. Die Stimmung ist angespannt. Hier werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Ein Hauch von "Tristan" liegt in der Luft. Am Ende des Tages wird Wagner nicht mehr der sein, der er war.Zurück im Bayreuth der Gegenwart. Gruseliges tut sich unter dem Grünen Hügel. Eine Geheimgesellschaft zieht ihre Fäden, kopflose Leichen liegen in Bierkellern. Und wer ist dieser Wilhelm Geyer, der einem alle Naslang begegnet? Durch einen Liebestrunk finden Haderer und Leschkowski die Spur. Sie wissen, wer den Meister enthauptet hat. Aber eine Verhaftung würde das Ende des Wagner-Mythos bedeuten Geyers Schädel eine turbulente Reise durch Leben und Nachleben Wagners, unseres "deutschesten Meisters". Eingewoben in die Romanhandlung finden sich Fakten und Fiktion, Gedankenspiele, Traumsequenzen, Briefzitate, Erinnerungen, Zeitungsartikel. Ein Kaleidoskop von Wagnerbildern, dass es im Schädel nur so rauscht.…mehr

 

15,90 €

 

Schlossblick / Max Kollers fünfter Fall

Broschiertes Buch
Freds Imbiss "Schlossblick" steht - anders, als der Name vermuten lässt - am südlichen Stadtrand von Heidelberg. Besucht wird er hauptsächlich von Schülern eines Privatgymnasiums und einer Hauptschule. Eines Nachts wird ein Lehrer der Hauptschule, Thorsten Schallmo, vor dem Imbiss erschossen. Privatdetektiv Max Koller beginnt zu ermitteln. Schallmo hatte nicht den besten Ruf als Lehrer, ein persönlicher Racheakt scheint denkbar. Dann aber erfährt Koller, dass das Opfer ein Verhältnis mit einer Schülerin des benachbarten Privatgymnasiums hatte - ist der Mörder also dort zu suchen?…mehr

 

11,90 €

 

Marcus Imbsweiler

Marcus Imbsweiler, geb. 1967 in Saarbrücken, lebt seit 1990 in Heidelberg. Er studierte Germanistik und Musikwissenschaft und arbeitet seit 1997 als freier Musikredakteur und Autor. Mit Bergfriedhof startete 2007 seine Krimiserie um den Heidelberger Privatermittler Max Koller. Imbsweiler ist leidenschaftlicher Läufer, dem unterwegs die besten Einfälle kommen.

Kundenbewertungen

Glücksspiele / Max Kollers sechster Fall

Bewertung von Isabel von Belles Leseinsel aus Mainz am 17.07.2012
Schon bei der ersten Seite hat man das Gefühl sich bereits mitten in der Geschichte zu befinden, denn Koller ist bei einem Wettkampf von Katinka in Karlsruhe dabei, bei dem es im Anschluss wieder eine perfide Drohung gegen die junge Athletin gibt. Aber diese kleine Irritation lässt schnell nach und der sportliche Beginn sorgt dafür, dass die Spannung sich gleich einmal auf hohem Niveau befindet. Diese ebbt aber zwischendurch auch immer mal wieder ab, was jedoch überhaupt nicht störend ist, da Marcus Imbsweiler einem mit seinem lockeren, flüssigen Schreibstil augenblicklich an seinen Krimi bindet. Und auch dieses Mal lässt der Autor seinen schrägen Privatermittler wieder selbst seinen mittlerweile 6. Fall erzählen. Die Story wirkt von Anfang an ziemlich undurchsichtig und überzeugt im Verlauf mit unvorhersehbaren, gut durchdachten Wendungen. Lange Zeit ist nicht ersichtlich, wer hinter den Drohungen gegenüber Katinka Glück stehen könnte, noch warum. Die Spannung nimmt mit der Zeit immer kontinuierlicher zu und mündet in einem wirklich fulminanten Ende. Zudem sorgen die Wortgefechte und Kabbeleien zwischen Max und seinem Schützling Katinka noch zusätzlich dazu, dass man mit „Glücksspiele“ beste Krimiunterhaltung geboten bekommt. Marcus Imbsweiler gibt einem auch einen guten Einblick in das Leben eines Hochleistungssportlers mit PR-Terminen, täglichen Trainingseinheiten und Wettkämpfen. Und gerade unter den Trainingseinheiten hat Koller anfangs ganz schön zu leiden. Zwar ist er ein passionierter Radfahrer, aber das tägliche Training von Katinka quer durch den hügeligen Odenwald überfordert ihn anfangs schon ziemlich. Und dieses Mal bleibt es auch nicht beim Radfahren, denn Katinka‘s Wettkämpfe, Sponsorentermine und Trainingslager führen Beide quer durch die Republik, sehr zum Leidwesen von Max. Aber der Autor zeigt auch ein wenig die andere Seite des Hochleistungssports. Wer nicht an der absoluten Spitze des Sports steht, ist sehr auf Sponsorengelder angewiesen und oft auch Schmerzen und Nebenwirkungen ausgesetzt, wenn man seinen Körper zur Höchstform anspornen muss. Und natürlich spart der Autor hier auch das Thema Doping nicht aus. Diese ganzen Informationen sind prima in die Story eingebaut und man merkt, dass Marcus Imbsweiler hier entsprechend recherchiert hat. Die Charaktere sind gewohnt facettenreich und authentisch gezeichnet. Besonders gut hat mir die Figur von Katinka Glück gefallen, die durch ihre stellenweise etwas unterkühlte Art anfangs etwas unnahbar wirkt, aber durch ihre kleinen Macken, die Koller manchmal zur Verzweiflung treiben, wird sie einem schnell sympathisch. Und Max Koller ist wirklich ein Original. Durch seine schnodderige, freche Art eckt er natürlich öfter mal an und sein loses Mundwerk gefällt auch nicht unbedingt jedem, was natürlich Max überhaupt nicht stört. Nach wie vor lebt er noch mit seiner Ex-Frau zusammen, jedoch geht Marcus Imbsweiler dieses Mal kaum auf das private Umfeld von Max ein, da der Autor diesen mehr oder weniger einmal quer durch Deutschland schickt. Fazit: Koller ist wirklich in Höchstform! Der Krimi überzeugt durch seine spritzig, freche Art, seinem äußerst sympathischen Protagonisten und einer Story, deren Spannung zwar etwas Zeit benötigt, aber durch ihre Komplexität und Undurchsichtigkeit von Anfang an überzeugt. Der perfekte Krimi zu den Olympischen Spielen 2012 in London.

Die Erstürmung des Himmels

Bewertung von Isabel von Belles Leseinsel aus Mainz am 17.07.2011
Mein Freund Franz Im Sommer 1841 erholt sich Franz Liszt zusammen mit seiner Lebensgefährtin Marie d’Agoult auf der Rheininsel Nonnenwerth. Auch die exzentrische Schriftstellerin George Sand weilt dort wie auch der Liszt-Schüler Hermann „Puzzi“ Cohen. Dieser versucht die Freundschaft mit Liszt, die durch einen Vorfall in Leipzig gelitten hat, wieder zu stärken. Ruhe und Beschaulichkeit findet der Klaviervirtuose jedoch kaum auf der Insel, denn ständig reisen Liszt-Verehrer per Dampfschiff an, um ihrem Idol nahe zu sein. Bis November verbringt Liszt zusammen mit Marie die meiste Zeit auf der Rheininsel, nur ab und an kurz unterbrochen durch Konzerte, die er u.a. in Köln, Bonn und Bad Ems gibt. Doch die Ruhe bekommt der Beziehung zwischen Liszt und Marie nicht unbedingt, da die Gräfin den geplanten Tourneeplänen von Liszt kritisch gegenübersteht. Kurz vor Liszt 30. Geburtstag im Oktober verschwindet ein Mädchen spurlos, die Suche gestaltet sich lange erfolglos und auch die Beziehung zwischen Liszt und Hermann nimmt eine entscheidende Wendung. Marcus Imbsweiler war mir bisher nur als Krimiautor mit seinem Protagonisten Max Koller aus Heidelberg bekannt. Auch bedingt durch die Inhaltsangabe ging ich irrtümlich davon aus, dass es sich bei dem Roman um einen historischen Krimi handeln würde. Weit gefehlt, aber dennoch war ich absolut nicht enttäuscht. Dem Autor gelingt es bereits nach wenigen Seiten, einem in das Leben der betuchten Gesellschaft des 19. Jahrhunderts eintauchen zu lassen. Seine Geschichte erzählt er aus Sicht des jungen Musikers Hermann „Puzzi“ Cohen, der lange Jahre der begabteste Schüler von Franz Liszt war. Dieser besucht die Rheininsel an einem Tag im August und verbleibt bis zum Oktober desselben Jahres auf der Insel. Die weiteren Feriengäste der Insel gehören alle der höheren Gesellschaft an und so verfolgt man interessiert ihre Meinung und Gespräche zur Politik, den Fortschritten der Zeit, sei es die Eisenbahn oder die Dampfschifffahrt und natürlich dem Klatsch über Liszt und seiner geheimnisvollen Lebensgefährtin. Die Gerüchteküche auf der Insel ist somit immer sehr aktiv und dies alles schildert der Autor sehr unterhaltsam und kurzweilig. Liszt selbst geht unterschiedlich mit seinen Anhängern um. Mal genießt er ihre Schmeicheleien, wie sie andächtig und im verzückten Schweigen jedem seiner Sätze lauschen wie auch seinen gelegentlichen Konzerten auf der Insel mit voller Begeisterung zuhören. Ein anderes Mal entzieht er sich ihnen, lässt sich verleugnen oder schiebt schlimme Zahnschmerzen vor. Immer in seiner Nähe befindet sich Hermann „Puzzi“ Cohen, der den Hype um Liszt eher zynisch gegenübersteht. Der junge Musiker ist egozentrisch, sehr Ich-bezogen, ein Lebemann, der ständig unter Geldmangel leidet, sich selbst viel zu ernst nimmt und gleichzeitig aber sein Talent verkümmern lässt. Man merkt schnell, dass Marcus Imbsweiler seinen Roman hervorragend recherchiert und sich sehr intensiv mit dem Leben von Franz Liszt auseinandergesetzt hat. So ist auch der Roman über die Zeit von Liszt auf Nonnenwerth sehr eng an den Tatsachen angelegt, natürlich nimmt sich aber auch der Autor einige schriftstellerische Freiheiten heraus. Sehr ruhig, aber durchaus fesselnd und bildhaft lässt er vor dem inneren Auge einen kleinen Teil vom Leben des großen Klarviervirtuosen entstehen. Und auch seine Charaktere, allen voran natürlich Hermann Cohen und Franz Liszt, sind hervorragend beschrieben. Und so ist der Roman nicht unbedingt nur für Musik- und Liszt-Liebhaber interessant, sondern auch für Jeden, der sich für das gesellschaftliche Leben des 19. Jahrhunderts interessiert.

Schlossblick / Max Kollers fünfter Fall

Bewertung von Isabel von Belles Leseinsel aus Mainz am 26.02.2012
Max Koller ermittelt zum fünften Mal in Heidelberg Am Imbiss Schlossblick liegt ein Toter und dies auch noch vor den Augen vom Imbissbudenbesitzer und Kumpel von Max Koller. Anstatt die Polizei zu rufen, gilt der erste Anruf von Fred deswegen Max und so steckt der Privatdetektiv schneller als gedacht wieder mitten in einem neuen Fall. Die Identität des Toten ist schnell festgestellt und so beginnt Max im Umfeld des Lehrers einer Hauptschule zu ermitteln. Dort erfährt er auch, dass Schallmo ein Verhältnis mit einer Schülerin aus dem benachbarten Privatgymnasium hatte. Ist hier das Motiv für den Mord zu finden? Dank dem Handy des Toten hat Koller schnell eine Spur, die er sofort auf einfallsreiche und direkte Art verfolgt. Auf den Gedanken, dass Handy der Polizei aushändigen zu müssen, kommt Koller zwar, es muss aber ja nicht sofort sein. Und so ist das Verhältnis zu seinem „Lieblingskommissar“ nach wie vor ein wenig gestört und Koller sieht zu, dass sich ihre Wege so wenig wie möglich kreuzen. Wenn dies dann doch einmal der Fall ist, gestaltet sich dies zumeist wieder ziemlich amüsant für den Leser. Aber nicht nur im Umfeld der Schule sucht Koller nach einem Mörder und einem Motiv, auch im Privatleben einiger Schüler beginnt er seine Nachforschungen anzustellen, was natürlich nicht immer gerne gesehen wird. Und selbst der ehemalige ägyptische Staatspräsident ist vor Kollers Ermittlungen nicht sicher. Hierbei erhält er wieder tatkräftige Unterstützung von seinem Freund und Ghostwriter, dem Journalisten Covet, wohingegen sein Co-Ermittler auf einer Weiterbildung für Erzieher ist und für Koller dieses Mal nicht den Laufburschen spielen kann. Wie bereits gewohnt legt Marcus Imbsweiler weniger Wert auf einen spannenden, sondern mehr Wert auf einen unterhaltsamen, interessanten Krimi mit einer ziemlich undurchsichtigen und komplexen Story. Und so liest man zumeist amüsiert, aber auch neugierig weiter, da der Fall sich im Verlauf anders entwickelt als anfangs gedacht, viele Szenen äußerst humoristisch beschrieben und mit einem guten Schuss Galgenhumor versehen sind. Und so steht auch Kollers Privatleben genauso im Fokus wie der Fall und man verfolgt kurzweilig und vergnügt die Beziehung von Koller zu seiner Ex-Frau, mit der er zusammen lebt. Marcus Imbsweiler lässt seinen Privatermittler Max Koller bereits zum fünften Mal in Heidelberg ermitteln. Wieder in der Ich-Form geschrieben, überzeugt die Figur des Max Koller zumeist. Seine zynische, unkonventionelle und spitzfindige Art ist durchweg erfrischend und unterhaltsam dargestellt und auch die weiteren Charaktere sind absolut authentisch beschrieben und stellenweise schon wirklich ganz schön schräg. Man denke da nur an seine Kumpels aus dem "Englischen Jäger". Das ganze mixt der Autor wieder mit viel Lokalkolorit rund um Heidelberg. Allerdings muss man auch den Charakter von Max Koller mögen, denn er ist schon ziemlich schnoddrig, vorlaut, unkonventionell, unfähig sich anzupassen und Kritik verträgt Max auch nicht unbedingt. Oft verliert sich Koller bei seinen Überlegungen auch zu sehr in Details und Nebensächlichkeiten, bevor er wieder zum eigentlichen Thema zurückfindet. Dadurch wirken manche Dialoge oder auch Monologe etwas albern und einfach überzogen. Fazit: Wer gerne unterhaltsame, erfrischend frech geschriebene Krimis mag, bei dem die Ermittlungen wie auch das Privatleben des Protagonisten sich die Waage halten, wird mit „Schlossblick“ zumeist bestens unterhalten.

Glücksspiele / Max Kollers sechster Fall

Bewertung von Manu aus Herbolzheim am 15.07.2013
In diesem sechsten Kriminalfall für Max Koller dreht sich alles um die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele und die Läuferin Katinka Glück. Für mich war dies das erste Buch, was ich von Marcus Imbsweiler gelesen habe und ich war begeistert davon. Katinka Glück bekommt während ihrer Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen die Aufforderung, auf den Start bei dem Wettkampf zu verzichten. Sie wird bedroht und eingeschüchtert. Privatermittler Max soll ihr als Begleitschutz dienen und wird zum Sportler. Eine Leiche spitzt die Situation noch zu. Ob Max den Fall lösen kann? Das lest ihr am besten selbst und lasst euch überraschen. Das Cover gleicht einem Sportplatz. Man kann den Startbereich einer Laufbahn erkennen, die Startnummer eins und einen Teil der Startnummer zwei. Der Titel ist in Rot gedruckt in einem weißen Rahmen und darüber in Schwarz der Name des Autors, ebenso im weißen Rahmen. Mit seinem spannenden und flüssigen Schreibstil hatte der Autor mich schnell in der Geschichte gefangen. An mehreren Stellen des Kriminalromans baute die Spannung etwas ab. Immer wenn ich dachte es passiert nichts mehr, spannte sich der Bogen wieder. So fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Leider konnte ich nicht wie gewünscht konstant am Lesen bleiben. Dies lag aber auf keinen Fall am Buch sondern an Zeitmangel. Trotzdem war ich immer wieder sehr schnell in der Geschichte drin. In die Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen. Einen guten Einblick konnte ich auch in den Tagesablauf eines Profisportlers bekommen. Hier hat der Autor sehr gute Recherchearbeit geleistet. Die Abschnitte, in denen Max mit Katinka trainierte und unterwegs war, fand ich teils sehr amüsant. Ich ertappte mich dabei mit einem Lächeln im Gesicht. Es wurde so auf keinen Fall langweilig während des Lesens. Katinka war eine sehr sympathische Protagonistin. Zum Teil konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Bis kurz vor Ende bleibt es wirklich verborgen, wer hinter den Drohungen gegen Katinka steckt. Der Grund für die Drohungen ist noch viel interessanter, ich hätte damit anfangs nicht gerechnet. Fazit: Dieser sechste Band der Max-Koller-Reihe war mein erster Krimi von Marcus Imbsweiler und hat mich neugierig auf die weiteren Bände gemacht.

Altstadtfest / Max Kollers dritter Fall

Bewertung von Dine aus Eislingen am 19.08.2009
Auf dem Cover ist eine kopfsteingepflasterte Straße mit Gebäuden auf beiden Seiten und ein paar Menschen im Schatten zu sehen. Die Sonne geht gerade auf oder unter. Mit einem Blick auf das Bild fühlte ich mich gleich in einer Altstadt, wie der Titel schon kundtut. Die Handlung fängt mit der Tat selbst an und bringt so schon Spannung mit sich. Geschildert wird aus Sicht eines Mannes, dessen Aufgabe in der Handlung wenig später klar wird. Es handelt sich dabei um den Protagonisten Max Koller. Im Laufe des Romans erfährt man mehr über sein Privatleben, wie er es verbringt, wo er sich gerne aufhält und mit wem er die Zeit verbringt. Dabei wird nur ein Freund etwas genauer beschrieben. Aber trotz der eher oberflächlichen Beschreibung von Max Koller konnte ich schnell eine Verbindung zu ihm herstellen. Die anschauliche Darstellung, die ich von Anfang an bewundern durfte, ist in meinen Augen großartig umgesetzt und immer wieder mit einem Witz aufgelockert. Einzelne Sätze waren so humorvoll geschrieben, dass sie mich zum Schmunzeln brachten. Auch waren hin und wieder einige genial eingestreute Lacher zu finden! Der Autor schreibt manches im Dialekt und auch umgangssprachlich, was mir sehr gut gefiel. Allem Anschein nach sieht die Schießerei auf dem Heidelberger Stadtfest aus wie ein Attentat. Aber nicht für einen italienischen Politiker sowie Großindustriellen, dessen Tochter dabei ums Leben kam. Er beauftragt einen Privatdetektiv (lt. Autor in Heidelberg Privatflic), um zu beweisen, dass dieses Attentat allein seiner Tochter galt. Und so liegt der Fall nun bei Max Koller. Dieser weiß erst einmal gar nicht, an welcher Stelle er mit seinen Ermittlungen ansetzen soll. Durch persönliche Gespräche mit Vater und Freunden der Toten, sowie einem Verdächtigen, kommt er dem wahren Hintergrund der Tat auf die Spur. Begleitet wird das Ganze von den ironisch-sarkastischen Gedanken des Privatdetektivs. Das alles ist gewürzt mit einer großen Portion Humor, der die Ermittlungen etwas aufpeppt. Allerdings erfährt man durch Kollers Gedankengänge nichts, was zu der Lösung des Falles hilfreich wäre, weswegen die Ermittlungen für mich immer überraschend waren. Die Spannung war in meinen Augen immer unterschwellig spürbar, mal mehr, mal weniger. Zum Ende hin wird Max Koller auch noch selbst zur Zielscheibe und so wurde es noch regelrecht dramatisch. Dies ist der dritte Fall von Max Koller. Der Krimi ließ sich für mich flüssig lesen. Es wurden keine irritierenden Verstrickungen zu älteren Fällen gezogen, wofür ich als Quereinsteiger dankbar bin. Was das Ende anbelangt, kann jeder Leser die Auflösung sehen, wie er mag. Für mich war dieser Fall abgeschlossen, trotz offener Fragen und mancher Ungereimtheiten. Der Roman ist in der Ich-Form verfasst und in Blocksatz gedruckt, was mir das Lesen erleichtert hat. Der Autor verwendet zahlreiche Fremdwörter, die nicht erklärt wurden, was ich als störend empfand. Kurz vor der Auflösung des Falles liest Max Koller zwei Erzählungen, wovon eine nur in Kleinbuchstaben abgedruckt ist. Beide Kurzgeschichten sind in Kursivschrift dargestellt. Ich gehe davon aus, dass die Örtlichkeiten den Tatsachen entsprechen, da der Autor selbst in dieser Stadt lebt. So könnte ich mir vorstellen, dass es dem ein oder anderen Heidelberger Freude bereiten wird, manche Wege vielleicht nachzugehen. Fazit: Ein humorvoller Krimi erster Klasse! Ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen! Hätte der Autor die Fremdwörter erklärt oder weggelassen, hätte es 5 Sterne gegeben. So sind es nun 4 von 5 Sterne.

Schlossblick / Max Kollers fünfter Fall

Bewertung von Tuppi am 04.09.2013
Ein überraschendes Ende, für das ich 2,5 Sterne vergebe. Vor einem Imbiss wird ein Mann erschossen. Der Besitzer Fred und sein Kumpel Kurt wenden sich an Max Koller und bitten ihn um Hilfe. Mit der Polizei wollen die beiden nichts zu tun haben, weshalb sich Max darum kümmert. Als Privatdetektiv führt er seine eigenen Ermittlungen und steht damit der Polizei im Weg Der Tote war Lehrer und hatte anscheinend ein sehr bewegtes Liebesleben. Ich musste mich an den Schreibstil gewöhnen. Die abgehackten Szenenwechsel machten mir das Verstehen etwas schwer. Auch wurde der Detektiv Max nicht sehr umgänglich beschrieben. Sein Verhalten war mitunter nur schwer nachvollziehbar und er war meistens sehr unfreundlich. Das Buch ist aus Sicht von Max geschrieben. Der Tote war nicht beliebt, aber ein Motiv war lange nicht vorhanden. Max stocherte im Dunkeln und enthielt der Polizei Beweismittel und Hinweise vor. Am Ende half der Zufall. Mit diesem Ausgang habe ich überhaupt nicht gerechnet.

Geyers Schädel

Bewertung von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 24.07.2013
In Bayreuth wird ein Schädel gefunden. Schon bald stellt sich die Frage: ist es der von Richard Wagner oder einem Bruder von ihm? Korbinian Haderer und Anita Leschkowski ermitteln. Der Roman beginnt vielversprechend. Doch der erste Zwischenabschnitt "Variationen über den Mythos – Nr. 1" (S. 16-18) zeigt dem Leser, dass der Autor ehrgeizig ist. Darunter leidet der Leser noch öfters. Für mich waren die zahlreichen Zwischenabschnitte nichts als Gefasolt. Leider blieb es nicht dabei. Kunterbunte Zeitsprünge erschweren die Lektüre. Dazu tritt Signor Verdi mit wilder Mähne und grauem Vollbart (S. 87) in der Gegenwart auf. Als Verdi den Mund öffnete, krachte der Donner: „Mund – Donner. Leschkowski war gegen ihren Willen beeindruckt” (S. 91). Ich fand das nicht amüsant (oder verstand ich nur den Wortwitz "Mund – Donner" nicht?) und beeindruckt war ich ebenfalls nicht. Zusammen mit Haderer und Leschkowski zieht Verdi anschließend in den Krieg. Als wäre dieses zeitliche Durcheinander nicht schon strapaziös genug schiebt der Autor auch noch völlig sinnfrei Texte dazwischen, so z. B. S. 116–118. Ich verrate sicher nicht zuviel: es treten auch Richard Wagner, Cosima und Liszt auf. Vielleicht waren die surrealen Turbulenzen ein Spass für den Autor, für mich als Leser waren sie ätzend. Vielleicht finden andere Leser den zusammengewürfelten Text witzig, für mich war er banal.

Altstadtfest / Max Kollers dritter Fall

Bewertung von sabatayn76 am 15.11.2010
Heidelberger Flapsigkeit Inhalt: Beim Heidelberger Herbst fallen inmitten von Volksmusikklängen und Bratwurstständen plötzlich Schüsse. Das Resultat: vier Tote, ein Dutzend Verletzte und ein spurlos verschwundener Täter. Wer ist für das Massaker im idyllischen Heidelberg verantwortlich? Handelt es sich um eine politisch motivierte Tat? Spielen Neonazis eine Schlüsselrolle? Oder ist gar von einem Schlag gegen den italienischen Politiker und Unternehmer Petazzi auszugehen, dessen Tochter eines der Opfer des Verbrechens ist? Mein Eindruck: Imbsweilers Krimi mag zwar gesellschaftlich und politisch aktuell und mitunter spannend sein sowie eine realistische Heidelberg-Atmosphäre erzeugen, aber sprachlich empfinde ich das Buch als das reinste Fiasko. Oftmals empfand ich 'Altstadtfest' als zu flapsig, gewollt witzig und flach ('Asche zu Asche, Müller zu Müll'). Die Witzchen waren mir häufig zu abgedroschen, die Dialoge sinnfrei und das Buch voller Details, die der Leser nicht braucht (Zum Beispiel wenn sich Max Koller ein langes Nasenhaar ausreißt und in eine Zimmerecke schnippt – Wer will so etwas lesen?). Mein Resümee: Bei der Lektüre konnte ich nicht recht ernst bleiben - nicht aufgrund Imbsweilers Sprachwitz oder seiner spaßigen Ideen, sondern schlichtweg aufgrund der Lächerlichkeit der Dialoge und der gestelzten und gewollt witzig-cleveren Schreibweise.
» Mehr anzeigen