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Marcel Schwob

Marcel Schwob wurde 1867 geboren und starb 1905. Er gehört zu den eigenwilligsten französischen Dichtern des ›Fin de siècle‹, schrieb historische Romane, Legenden, psychologische Essays und übersetzte Shakespeare und Defoe. Trotz seiner historischen, wissenschaftlichen und linguistischen Ambitionen ist seine Sprache einfach und voller Poesie.

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Das Buch von Monelle Produktbild: Das Buch von Monelle

Das Buch von Monelle

Das Buch von Monelle, 1894 erschienen, ist ein schmaler, doch außerordentlich dichter Prosazyklus zwischen symbolistischer Offenbarung, Märchen und elegischer Meditation. In der rätselhaften Gestalt Monelles entwirft Marcel Schwob eine Poetik des Verlusts: Sie lehrt das Vergessen, die Zerstörung falscher Gewissheiten und die zärtliche Aufmerksamkeit für das Flüchtige. Aphoristische Sätze, biblische Kadenz und traumhafte Episoden verbinden sich zu einem Werk, das im Kontext des französischen Symbolismus steht und zugleich moderne Formen fragmentarischen Erzählens vorwegnimmt. Marcel Schwob, 1867 in Chaville geboren und 1905 in Paris gestorben, war Philologe, Erzähler und einer der gelehrtesten Stilisten seiner Generation. Seine Kenntnisse mittelalterlicher Literatur, seine Faszination für Außenseiterfiguren und seine Nähe zu Autoren wie Mallarmé und Wilde prägten seine Kunst. Das Buch von Monelle ist zudem biographisch von Trauer durchdrungen: Es wird häufig mit dem frühen Tod der jungen Louise in Verbindung gebracht, deren Gestalt Schwob in eine zugleich persönliche und mythische Figur verwandelte. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die keine lineare Handlung erwarten, sondern eine konzentrierte, poetisch-philosophische Erfahrung suchen. Es ist ein Schlüsseltext für alle, die Symbolismus, moderne Prosa und die Literatur der Erinnerung verstehen möchten.
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