Autorenporträt von

Lars Gustafsson

Lars Gustafsson, geboren 1936 in Västerås, gestorben 2016 in Stockholm, hat Literatur, Philosophie, Mathe­matik und Soziologie in Uppsala und Oxford studiert. 1961 promovierte er in Philosophie. Von 1983 bis 2006 war er Professor für Germanistische Studien und Philosophie an der University of Texas in Austin.
Seit den 1960er Jahren trat Gustafsson als Lyriker, Philosoph und Romancier in Erscheinung. Er stand in Verbindung mit der Gruppe 47 und gelangte 1972 mit einem DAAD­-Stipendium nach Deutschland, wo er für zwei Jahre lebte. Gustafsson wurde mit zahlreichen Preisen für sein umfangreiches litera­rische Werk ausgezeichnet, in Deutschland erhielt er die Goethe Medaille und den Thomas­-Mann­-Preis. Er war ausserdem Mitglied der Berliner Aka­demie der Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Akademie der Wissen­schaften und der Literatur in Mainz sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Neben dem vorliegenden Band ist im Secession Verlag auch »Der optische Telegraf« von ihm erschienen.

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Variationen über ein Thema von Silfverstolpe Produktbild: Variationen über ein Thema von Silfverstolpe

Variationen über ein Thema von Silfverstolpe

Verse, die zwischen lebensgeschichtlicher Traulichkeit und philosophischer Weite schwingen, zwischen den Seen und Sommerwiesen der Kindheit und surrealen Traumlandschaften.

Der schwedische Autor Lars Gustafsson variiert in diesem Gedichtband ein Thema des Poeten Gunnar Mascoll Silfverstolpe (1893–1942). Es sind die Kindheitssommer seines Landsmanns und Dichterkollegen in der alten Provinz Västmanland, nördlich des Mälarsees, in der Silfverstolpe und eine Generation später auch Gustafsson aufgewachsen waren – Sommer, die eine endlose Ferienzeit bedeuteten und keine Dunkelheit kannten. Von den Kindheitserinnerungen handeln diese Gedichte, vom Tönen und Klingen der Welt und von der Zeit. »Ja. Zeit vergeht. Und zwar lautlos. /
Sie braucht die Uhren nicht. / Doch Uhren brauchen die Zeit.«

Gustafsson beschwört die »Bruderschaft der Stunde« und findet sinnliche, bewegende Bilder auch für die komplexen Gedanken, denen er in diesen Gedichten nachgeht.

Nein, nicht Stunden.
Auch nicht Tage.
Nein, nicht Stunden.
Tage. Jahre.
Nein, nichts von alledem.
Erschrecken über das, was bleibt.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

22,00€

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