Jens van Scherpenberg studierte Neuere Geschichte und Zeitgeschichte sowie VWL in München, Heidelberg und Wien. Er promovierte beim Wirtschaftshistoriker Knut Borchardt zur öffentlichen Finanzwirtschaft in Westdeutschland unmittelbar nach Kriegsende 1945. Ab 1977 war er Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und leitete von 1997 bis 2006 die dortige Forschungsgruppe Amerika. Er lehrte Internationale Politische Ökonomie an der LMU München.
Nach über hundert Jahren endlich wieder Großmacht! Deutschland, wirtschaftliche Führungsmacht der EU, will nun auch die führende Militärmacht in einer souveränen Großmacht EU werden, die in der Lage ist, Russland seinen Großmachtwahn (Ex-Kanzler Scholz) auszutreiben. Aber was heißt das für die deutsche Bevölkerung? Denn sie hat die Kosten dafür zu tragen, dass ihr Staat sich und dem deutschen Kapital mit Waffen Weltgeltung verschaffen will. Jens van Scherpenberg tritt der gegenwärtigen Aufrüstungs- und Kriegstüchtigkeitspropaganda entschieden entgegen. Er deckt die anspruchsvollen Machtinteressen des deutschen Staates auf und plädiert dafür, sich der Vereinnahmung in das große nationale Wir zu verweigern.