Jean Laplanche besuchte die Ecole normale supérieure und studierte Philosophie. Er begann 1947 eine Analyse bei Jacques Lacan und studierte anschließend Medizin. Nach seinem Bruch mit Lacan 1964 gründete er mit anderen die Association psychanalytique de France. Zusammen mit J.-B. Pontalis verfasste er »Das Vokabular der Psychoanalyse« (1967). Von 1970 bis 1993 war er Professor an der Universität Paris VII und entwickelte in seinen Vorlesungen (»Problématiques«, Bände I bis VII) die allgemeine Verführungstheorie. Er war wissenschaftlicher Leiter der neuen Freud-Übersetzung ins Französische, die seit 1989 publiziert wird. 1995 erhielt er den Mary S. Sigourney Award..
Udo Hock ist Psychoanalytiker (DPV/IPV) in eigener Praxis in Berlin. Er ist Mitherausgeber und Übersetzer des Werks von Jean Laplanche auf Deutsch, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der »Fondation Jean Laplanche« und Autor zahlreicher Publikationen zur Freud'schen Metapsychologie.
Stand: März 2024.
Udo Hock ist Psychoanalytiker (DPV/IPV) in eigener Praxis in Berlin. Er ist Mitherausgeber und Übersetzer des Werks von Jean Laplanche auf Deutsch, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der »Fondation Jean Laplanche« und Autor zahlreicher Publikationen zur Freud'schen Metapsychologie.
Stand: März 2024.
Susann Heenen-Wolff ist Gruppenanalytikerin und Psychoanalytikerin in freier Praxis in Brüssel sowie emeritierte Professorin für Klinische Psychologie an der Université de Louvain-La-Neuve (UCL) und der Université Libre de Bruxelles (ULB).
Die unvollendete kopernikanische Revolution in der Psychoanalyse
Zu behaupten, dass der Mensch ursprünglich um den anderen »kreist« und dass er sich von Kindheit an von einer radikalen Andersheit ausbildet, ist eine Revolution, die es fortzusetzen gilt - von Freud aus und über ihn hinaus.
Die in diesem Band enthaltenen Texte von Jean Laplanche aus den Jahren 1967 bis 1992 zeigen, dass der Gegensatz zwischen einer »kopernikanischen« Tendenz, die den Menschen sich selbst gegenüber dezentriert, und einer »ptolemäischen« Tendenz, die ihn unaufhörlich auf sein Ich rezentriert, in der Psychoanalyse und auch im Denken Freuds gegenwärtig bleibt.