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Jean Giraudoux

Jean Giraudoux, 1882 in Bellac geboren, war Diplomat, Dramatiker und Schriftsteller. Auf die Entwicklung des französischen Theaters der Zwischenkriegszeit hatte er großen Einfluss und feierte mit seinen weltweit gespielten Werken große Erfolge. Er starb 1944 in Paris..
Jürgen Ritte, 1956 geboren, ist Direktor des germanistischen Instituts an der Université de la Sorbonne Nouvelle. Er gibt die deutsche Ausgabe der Korrespondenz Marcel Prousts heraus. 2013 wurde ihm der Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis zugesprochen. Ritte lebt in Paris..
Reiner Speck promovierte mit einer Arbeit über Gottfried Benns Stilelemente, ist Mediziner und Gründer der Biblioteca Proustiana Reiner Speck..
Jürgen Ritte, 1956 geboren, ist Direktor des germanistischen Instituts an der Université de la Sorbonne Nouvelle. Er gibt die deutsche Ausgabe der Korrespondenz Marcel Prousts heraus. 2013 wurde ihm der Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis zugesprochen. Ritte lebt in Paris.

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Eglantine

Jean Giraudoux' "Églantine" ist ein fein gearbeiteter Roman der französischen Zwischenkriegszeit, in dem die Titelfigur weniger als bloße Heldin denn als poetischer Prüfstein gesellschaftlicher Gewissheiten erscheint. Zwischen psychologischer Beobachtung, ironischer Konversation und lyrischer Verfremdung entfaltet Giraudoux eine Welt, in der Liebe, Erinnerung und soziale Rolle ständig ineinander übergehen. Der Stil verbindet elegante Klarheit mit paradoxem Witz; im Kontext der modernen französischen Prosa steht das Buch zwischen symbolistischer Sensibilität und der skeptischen Gesellschaftsanalyse der 1920er Jahre. Giraudoux, 1882 in Bellac geboren, war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Diplomat und ein genauer Beobachter politischer wie mondäner Milieus. Seine Erfahrungen in Verwaltung, Krieg und internationaler Kultur prägten seine Vorliebe für Figuren, die in scheinbar leichten Situationen metaphysische Spannungen sichtbar machen. "Églantine" lässt sich daher als Ausdruck seines Bemühens lesen, private Empfindung und historische Unsicherheit in eine spielerisch strenge Form zu bringen. Empfohlen sei dieser Roman Lesern, die literarische Raffinesse, subtile Ironie und psychologische Nuancen schätzen. Wer Giraudoux vor allem als Dramatiker kennt, entdeckt hier die erzählerische Grundlage seiner Bühnenkunst: eine Prosa von seltenem Glanz, intellektueller Anmut und nachhaltiger Mehrdeutigkeit.
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Buch (Taschenbuch)

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