Ingo Jacobs wurde 1979 in Aachen geboren. Nach dem Erlangen der Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg schloss er sein Studium der Soziologie, der Politischen Wissenschaft sowie der Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Jahr 2013 an der RWTH Aachen mit dem akademischen Grad Magister Artium ab. Der Autor selbst lebt in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, weshalb er die Dynamiken, Unterschiede und Schwierigkeiten einer solchen herausarbeiten wollte und welche ihn motivierte, die Lebenswirklichkeit Homosexueller in unserer Gesellschaft zu thematisieren.
Die hier vorgestellten Arbeiten betrachten Einsamkeit aus unterschiedlichen methodischen Blickwinkeln. Der psychohistorische Ansatz sieht Einsamkeit in positiver (Einsamkeit als Wahl, Liebe zur Einsamkeit etc.) und negativer Hinsicht (Flucht aus der Sozietät, als Krankheit u.a.) in Philosophie, Literatur, Religion, Politik, Psychologie, wendet sich gegen einseitige Psychiatrisierungen des Begriffs.
Die zweite Arbeit nimmt Ausgang von den gegenwärtigen empirischen Datenlagen und diskutiert die Daten. In einer Untersuchung des Autors wird Bezug genommen auf Covid-19, die Pandemie, Gender, Genetik, Daten aus der Psychiatrie. Besonders wird auf Zusammenhänge zum Narzissmuskonzept eingegangen. Dabei werden unterschiedliche Bezüge von Bewunderung und Rivalität zur Einsamkeit herausgestellt. Beide Untersuchungen wollen zu einem differenzierteren Bild der Einsamkeit und deren sozialer Einbettung in Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie einen Beitrag liefern.