Autor im Porträt

Toptitel von Ingar Johnsrud

Der Verräter

Broschiertes Buch
Zwei Mordopfer, ein schockierender Politskandal und eine überraschende Verbindung zu seinem Vater - Fredrik Beiers letzter Fall wird zu seinem persönlichsten.
Oslo, Norwegen: Ein Mitarbeiter des norwegischen Verteidigungsministeriums und seine Freundin werden ermordet in einer Autowaschanlage gefunden. Das Wort "Verräter" wurde auf den Wagen geschmiert. Wenige Tage später verschwindet eine Reporterin spurlos. Sie hatte nicht nur in der Vergangenheit des Toten gewühlt, sie suchte auch nach Informationen über Hauptkommissar Fredrik Beiers verstorbenen Vater. Als während der Ermittlungen immer mehr Verbindungen zu Fredriks Leben und seiner Vergangenheit auftauchen, muss er sich fragen, wem er noch trauen kann. Sogar seine Partnerin Kafa Iqbal scheint etwas vor ihm zu verbergen. Der Politskandal, dem er schließlich auf die Spur kommt, hat so ungeahnte Ausmaße, dass er alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt ...…mehr

 

15,00 €

 

Der Bote / Fredrik Beier Bd.2

Broschiertes Buch
Zwei rätselhafte Mordfälle, ein zwanzig Jahre zurückliegendes Verbrechen - und ein Mann, der eine grausame Rache plant ...
In einer Villa in einem reichen Vorort Oslos wird die Leiche eines kürzlich verstorbenen Mannes gefunden. Von der Bewohnerin des Hauses, einer alten Witwe, fehlt jede Spur. Der Tote wird als ihr Sohn identifiziert - der vor zwanzig Jahren bei einem Militäreinsatz ums Leben kam. Kurz darauf entdeckt man am anderen Ende der Stadt eine zweite Leiche. Der Körper des unbekannten Mannes weist schwere Folterspuren auf. Hauptkommissar Fredrik Beier glaubt an eine Verbindung zwischen den beiden Fällen, doch irgendjemand scheint verhindern zu wollen, dass diese ans Licht kommt - Akten werden gesperrt, Beweismittel verschwinden ...…mehr

 

9,99 €

 

Ingar Johnsrud

Ingar Johnsrud, Jahrgang 1974, wuchs in Holmestrand auf. Er studierte Film- und Medienwissenschaften und arbeitete fünfzehn Jahre als Journalist bei einem der größten norwegischen Medienunternehmen. Sein erster Roman, der Thriller »Der Hirte«, wurde als bestes Krimidebüt für den Maurits Hansen Prisen nominiert, und in seiner Heimat wird Johnsrud als neuer Star der skandinavischen Spannungsliteratur gefeiert.

Krimifestival 2017, Ingar Johnsrud - Der Hirte

Eine obskure Bruderschaft - Ingar Johnsrud: Der Hirte



Mit "Der Hirte" ist Ingar Johnsrud, in Norwegen ein bekannter Journalist, zum ersten Mal ins Krimifach gewechselt. Ihm ist ein starkes Debüt gelungen - aus dem Stand heraus hat sich der Autor unter Thrillerfans einen Namen gemacht! In rund zwei Dutzend Länder wurden die Übersetzungsrechte bereits verkauft, und nun ist das Buch auf Deutsch erschienen.


Die Story beginnt mit einem politischen Mord in Afghanistan und schwenkt dann unmittelbar weiter nach Norwegen. Dies ist ein wesentliches Stilmittel Johnsruds: Er verknüpft verschiedene Erzählstränge auf unterschiedlichen Zeitebenen, und erst nach und nach erschließen sich die großen Zusammenhänge. Der Erzähler hat die Karten in der Hand und lässt den Leser nur Zug um Zug einen Blick ins Blatt werfen - so hält er bis zum Ende die Spannung.


Die zentrale Figur ist Fredrik Beier, ein etwas starrköpfiger, aber talentierter Ermittler. Ihm an die Seite wird Kafa Iqbal gestellt, eine wunderschöne und intelligente Analytikerin, außerdem ist Beiers Kollege Andreas Figueras mit von der Partie. Sie werden auf diemehr

Krimifestival 2017, Ingar Johnsrud - Interview

Interview: Ingar Johnsrud "Der Hirte"

Obwohl "Der Hirte" nicht damit beginnt, spielt die zweifelhafte rassenbiologische Forschung einer Wiener Bruderschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle für die Handlung. Wie kam es zu dieser Idee?

Ingar Johnsrud: Ich habe mich immer für Geschichte interessiert, deswegen stand für mich schon früh fest, dass es einen historischen Erzählstrang in "Der Hirte" geben sollte. Eines der faszinierendsten Details in Bezug auf Geschichte ist in meinen Augen, wie wir sie für unsere Nachwelt beschreiben. Das sagt, glaube ich, sehr viel darüber aus, wer wir sind und wie wir uns selbst sehen.

Norwegen war während des Zweiten Weltkriegs bekanntlich besetzt. Als Kind und Schüler, in den 1980er- und den frühen 1990er-Jahren, lernte ich bezüglich des Zweiten Weltkriegs in der Schule hauptsächlich, wie in Europa Nazismus und Faschismus wuchsen - und wie die norwegischen Widerstandskämpfer gegen diese Ideologien fochten. Wir studierten, wie sie gegen die Gestapo und deren norwegische Anhänger vorgingen und wie der Widerstand das Regime von Vidkun Quisling untergrub. Wir lernten etwas über denmehr

Kundenbewertungen

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von Tobias1504 aus München am 13.06.2017
Hauptkommissar Fredrik hat gesundheitliche Probleme und hat nur die Wahl sich krankschreiben zu lassen oder zum Psychologen zu gehen. Er wählt Zweites um im Dienst bleiben zu können, aber der Fall der auf ihn zukommt lässt ihn an seine Grenzen kommen. Die Politikerin Kari Lise Wetre ist mitten im Wahlkampf, aber als Ihre Tochter Annette und ihr Enkel William spurlos verschwinden versucht sie alles um Licht ins Dunkle zu bringen. Annette war schon früher nicht einfach und hat sich der Sekte Gottes Licht angeschlossen. Fredrik wird nach Solro einem alten Hof in der Nähe von Oslo gerufen und findet sich in einem Albtraum wieder. Einige Menschen sind tot, ein Großteil der Menschen einfach verschwunden. Annette schafft es zu fliehen und William zu ihrer Mutter zu bringen bevor sie wieder entführt wird. Als Fredrik und seine Kollegen ein Labor finden können sie sich nicht vorstellen wie weit die Sekte Gottes Licht gegangen ist, um die Vergangenheit zu rächen, die Zukunft zu verbessern und auf Gottes Worte zu hören. Was haben die Mitglieder gezüchtet, was haben die Pastoren damit zu tun und warum müssen immer mehr Menschen sterben. Ich fand das Buch sehr spannend und gebe ganz klar fünf Sterne.

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von Buchdoktor aus Deutschland am 28.05.2017
Der Osloer Hauptkommissar Fredrick Beier stand vor der Wahl, aus gesundheitlichen Gründen beurlaubt zu werden oder eine Therapie beim Polizeipsychologen zu beginnen. Beier wählte den Psychologen und erhält den Rat, im Dienst Stress-Situationen zu vermeiden. Dass ein Vermissten-Fall ihn zu einem spektakulären Massaker mit mehreren Opfern auf dem Gelände einer Sekte führen wird, konnte in dem Moment noch niemand ahnen. Wenn die erwachsene Tochter einer bekannten Politikerin sich nicht mehr bei ihrer Mutter meldet, besteht noch kein Anlass zur Sorge; wohl aber, wenn die Vermisste mit dem geistigen Führer der Sekte „Gottes Licht“ ein Kind hat. Weil die Sekte sich bereits vor Jahren mit einer radikalislamistischen Gruppe angelegt hat, wird dem exquisiten Team aus Beier und seinem Kollegen Andreas Figueras auf Anordnung von ganz oben eine Fall-Analytikerin mit Spezialgebiet Fundamentalismus/Terrorismus zur Seite gestellt. Von Iqbal Kafa sind die beiden leicht ergrauten Herren alles andere als begeistert. Sie halten die junge Kollegin für eine im Polizeialltag hilflose Bürokratin. Den Ermittlern stellen sich eine Reihe von Fragen: Wo stecken Annette Wetre und ihr kleiner Sohn, wohin sind die mehr als 20 anderen Hofbewohner verschwunden und was hat „der Emir“ mit dem Fall zu tun, nach dem fieberhaft gefahndet wird? Von dem ermordeten Sektenführer scheint es eine Verbindung zu Ereignissen während des Nationalsozialismus zu geben. Durch Rückblenden ist man als Leser den Ermittlern stets einige Schritte voraus. Die Suche nach einem Zeugen von damals gestaltet sich wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Ein weiterer Handlungsfaden scheint nach Afghanistan zu führen. Dass Fredrik bei der Osloer Polizei zudem einen Maulwurf an höchster Stelle vermutet und um seinen Job bangen muss, verwundert nicht. Ingar Johnsrud streut zusätzlich Zweifel daran, ob eine Konfrontation mit Tätern und Hintermännern des Massakers für Fredrick, Andreas und Iqbal nicht eine Nummer zu groß zu sein wird. Ingar Johnsrud legt von Beginn seines Thrillers Indizien und Namen als Fährten für seine Leser aus, die Leser oder Ermittler zu dem Zeitpunkt noch nicht einordnen können. Kein Name, keine Nebenfigur und kein Gegenstand sind unwichtig. Als Leser muss man die Fäden immer wieder neu entwirren und anders verknüpfen. Jedes Mal, wenn man die Zusammenhänge zu durchschauen glaubt, zieht Johnsrud eine weitere Karte und man muss seine Vermutungen neu justieren. Jede Spur, die man korrekt einzuordnen glaubt, könnte jedoch von den Tätern inszeniert sein, um die Ermittler auf eine falsche Spur zu lenken. Nachdem ich entdeckt hatte, dass Beweismittel und Namen vom Autor gezielt platziert werden, um mich bei der Suche nach der Lösung zu verunsichern, fand ich Ingar Johnsruds ersten Band einer geplanten Trilogie unerwartet spannend. Stilistisch verträgt der Beginn des deutschen Texts noch etwas Politur. Insgesamt ein raffiniert gestrickter Thriller im Schnittpunkt von Politik, Geschichte und Wissenschaft.

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von GeheimerEichkater aus Essen am 29.07.2017
Religion vs Ideologie Bei „Der Hirte“ handelt es sich um Ingar Johnsruds Debütroman, dem ersten Teil einer Trilogie, der verschiedene Erzählstränge über drei Generationen und ca. 80 Jahre hinweg beinhaltet. Die der Glaubensgemeinschaft „Licht Gottes“ angehörende Tochter einer norwegischen Politikerin wird von ihrer Mutter als vermisst gemeldet; unmittelbar danach entdeckt die Osloer Polizei, dass auf das Anwesen dieser Gemeinde ein Anschlag verübt wurde, bei dem es mehrere Tote gab und die Tochter weiterhin vermisst wird. Ermittelt wird in viele Richtungen, für die es Hinweise gibt; so kann z.B. ein Drogen- oder Glaubenskrieg nicht ausgeschlossen werden. Man ermittelt im gefährlichen religiösen Millieu, zieht das Streben einer anderen Gruppierung nach einem norwegischen Kalifat und religiöse, kulturelle Konflikte mit ein. Ein anderer Handlungsstrang befasst sich mit einer Wiener Bruderschaft: Forscher, die sich um 1937 zusammenschlossen und in Bezug auf Rassenpflege wohl nicht immer einer Meinung waren, worauf sich diese Bruderschaft auflöste. Der Thriller ist überwiegend spannend geschrieben und man mag ihn gar nicht mehr aus der Hand legen. Er behandelt so viele Themen über einen langen Zeitraum hinweg; zwangsläufig werden unzähliche norwegische und ungewohnte Namen erwähnt. Um hier den Überblick zu behalten, habe ich versucht, mir eine Liste der Namen anzulegen, was gar nicht so einfach war – und manchesmal habe ich den Überblick verloren. Ganz besonders zum Schluss, bei der Aufklärung, als verschiedene Varianten betrachtet wurden, fand ich es sehr schwierig, diesen komplett zu folgen. Die vielen Wechsel zwischen den Handlungssträngen fand ich zwischendurch auch schon mal anstrengend, denn bei vielen Kapiteln weiß man als Leser nicht sofort, über wen geschrieben wird, man muss sich erst einfinden und dann ist das Kapitel auch schon wieder beendet. Zum Ende des Buches bei ungefähr den letzten 50 Seiten fand ich vieles nicht mehr so ganz überzeugend, z.B. die äußerst detailliert beschriebenen Kampfszenen oder, dass eine geknebelte Frau dennoch deutlich sprechen kann (S. 467). Fazit: Ein, wenn auch nicht immer voll überzeugendes, doch überwiegend spannendes und gut unterhaltendes Buch, bei dem es sich gar nicht so einfach unterscheiden lässt zwischen Gut und Böse, das auch die Gefahr des Missbrauches von wissenschaftlichen Errungenschaften darstellt und den steten Kampf zwischen Religion und Ideologie.

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von leseratte1310 aus Niederrhein am 23.07.2017
Die Politikerin Kari Lise Wetre hat schon eine Weile nichts mehr von ihrer Tochter gehört und bittet die Polizei, sich der Sache anzunehmen. Kurz darauf geschieht etwas Furchtbares auf einem Hof vor den Toren Oslos, welcher Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« ist. Fünf Männer wurden dort grausam dahingemetzelt. Als die Polizei eintrifft, ist sie erstaunt, denn der alte Hof entpuppt sich als Hochsicherheitstrakt und im Keller gibt es ein Labor. Wo aber sind die restlichen Mitglieder der Sekte, zu der auch Annette Wetre gehört? Eine junge Frau wird vermisst. Auch wenn es sich um die Tochter einer bekannten Politikerin handelt, ist das nichts, was die Polizei besonders beunruhigt, denn Annette Wetre ist erwachsen und hatte keinen besonderen Draht zu ihrer Mutter. Doch dann nimmt die Sache Fahrt auf, denn auf dem Hof der Sekte geschieht ein Massaker und viele Mitglieder sind verschwunden. Nach und nach kommen Fakten über die Sekte ans Tageslicht, die erschreckend sind. Es dauerte ein Weilchen, bis ich mich in die Geschichte hineingefunden habe, da einiges angerissen wird und sich erst später zusammenfügt. Es gibt Rückblenden in die Zeit des Zweiten Weltkrieges und eine geheimnisvolle Bruderschaft kommt ins Spiel. Es ist eine komplexe Geschichte, die die Aufmerksamkeit fordert. Die beschriebenen Grausamkeiten sind schwer zu verkraften. Kommissar Frederik Beier wollte bei einem Brand helfen und hat dabei sein Leben aufs Spiel gesetzt. Das hat Spuren hinterlassen. Auch sehen ihn nicht alle Kollegen gerne bei diesen Ermittlungen. Dann bekommt Beier die Ermittlerin Kafa Ipbal an die Seite gestellt, was ihm nicht gefällt. Doch schon bald muss er feststellen, dass sie sehr fähig ist. Aber auch die anderen Figuren sind sehr gut gezeichnet. Es waren interessante Charaktere, auch wenn mir die wenigsten sympathisch waren. Ich finde, dass insgesamt eine ziemlich bedrückende Atmosphäre vorherrscht. Trotzdem hat mir der Thriller gut gefallen, denn die Handlung ist realistisch und logisch aufgebaut. Meine Leseempfehlung für diesen spannenden Thriller.

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von Joschne aus Sittensen am 04.07.2017
++++Toller Schreibstil, Spannung bis zum Schluss+++ Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre ...  Ingar Johnsrud, Jahrgang 1974, wuchs in Holmestrand auf. Er studierte Film- und Medienwissenschaften und arbeitete fünfzehn Jahre als Journalist bei einem der größten norwegischen Medienunternehmen. Sein erster Roman, der Thriller »Der Hirte«, wurde als bestes Krimidebüt für den Maurits Hansen Prisen nominiert, und in seiner Heimat wird Johnsrud als neuer Star der skandinavischen Spannungsliteratur gefeiert. »Ein toller Schreibstil, Spannung bis zum Schluss: Ingar Johnsrud gelang ein Debüt wie ein Paukenschlag.« Fränkische Nachrichten 

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von Sue aus HBN am 10.07.2017
"Der Hirte" von Ingar Johnsrud stellt den ersten Teil einer neuen Thriller-Triologie um den Hauptkommissaren Frederik Beier dar. Die Tochter der Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst. Ein "leichter" Fall für den Hauptkommissaren Frederik Beier, der auf Anweisung seines Vorgesetzten Gast beim Psychologen ist. Bei ihm geht es - auch privat - recht turbulent zu. Recht schnell jedoch wird dieser "Standartfall-Vermisstenfall" außergewöhnlich, denn auf "Solro" geschieht ein Massenmord. Einige Mitglieder der Sekte "Gottes Licht" werden grausam ermordet. Zu dieser Glaubensgemeinschaft zählt auch Annette Wetre - die vermisste Tochter seines aktuellen Falls. Recht schnell wird klar, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Sekte handelt. Das Gelände gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Auch findet sich ein extrem gut ausgestattetes Labor - doch warum betreibt eine Sekte einen solchen Aufwand? Wer sind die Drahtzieher und was ist deren eigentliches Ziel? Ich muss gestehen, dass ich bis zum Ende keinen Plan hatte, wohin sich die ganze Geschichte entwickeln würde. Es gibt viele Personen, die aus verschiedenen Perspektiven in das Geschehen eingreifen. Immer neue Wendungen sorgen für Spannung und Abwechslung. "Der Hirte" ist definitiv keine leichte Kost. Der Einstieg fiel mir nicht ganz leicht, was zum Teil auch an den norwegischen Namen und Orten lag. Trotzdem konnte ich dieses Buch recht schnell nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende war für mich leicht verwirrend - allerdings vermute ich, dass die Folgeteile auf diesen Fall aufbauen werden. Hier muss einfach mehr folgen. Ein gutes Buch, guter Schreibstil - ein gelungener skandinavischer Thriller, der Lust auf die Nachfolgeteile macht!

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von Mona aus Peine am 13.02.2018
„Der Hirte“ dürfte der neue Hit am Krimi-Markt sein. Ingar Johnsrud hat mit seinem deutschsprachigem Debüt ein spannendes, manchmal etwas verwirrendes, aber auch brutal irritierendes Buch geschrieben. Generell ist „Der Hirte“ sehr vielschichtig und bedient neben Politik und Religion noch etliche andere Themen, die alle exzellent recherchiert sind. Am Anfang geht es um die vermisste Tochter einer Politikerin, die sich einer Sekte angeschlossen haben soll. Und genau bei dieser Sekte „Gottes Licht“ werden fünf Menschen ermordet und Hauptkommissar Fredrik Beier und sein Team ermitteln dadurch auch in diesem Fall. Doch der Rest der Mitglieder wird vermisst und darunter befindet sich auch die Tochter der Politikerin. Der Hauptstrang geht dabei auch immer wieder zurück ins Dritte Reich, die Geschichte selbst wird mit einem Text über Rassenhygiene- oder Rassenforschung eingeleitet und der Leser fragt sich, was hat das dritte Reich und die „Wiener Bruderschaft“ mit dem Ganzen zu tun? Der Hirte ist ja der Anfang einer Triologie und man kann gespannt auf die Fortsetzung sein, da noch viele Fragen offen sind.

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von Buchbesprechung aus Bad Kissingen am 11.09.2017
SPANNEND? Ja. Aber zu Beginn auch recht verwirrend, manchmal etwas gewollt brutal und am Ende irritierend ist der im Juni von Blanvalet herausgegebene Thriller "Der Hirte" des Norwegers Ingar Johnsrud (43). Sein deutschsprachiges Debüt - in Norwegen kennt man auch andere Bücher von Johnsrud - ist der Auftakt zu einer Trilogie um den gern unkonventionell und eigenmächtig handelnden, auch sturen Hauptkommissar Fredrik Beier. Verwirrend ist der Thriller zu Beginn, da man sich erst in die drei Handlungsstränge einlesen muss - die zu ermittelnden Mordfälle in der ländlichen Unterkunft der Sekte "Gottes Licht", die Geschichte um die "Wiener Bruderschaft" in Wien und London in den Jahren des Zweiten Weltkriegs und das unheimlich mörderische Wirken des "Monsters", eines bulligen Killers ohne Lippen, Zunge, Nase, Ohren. Besonders dieses Monster fand ich übertrieben, auch waren mir einige brutale Szenen unnötig gewalttätig. So verwirrend, wie zu Beginn der Thriller ist, so irritierend endet er auch. Zwar können Beier und seine Kollegin Kafa Iqbal die Sektenmorde aufklären, manches andere klärt sich auch. Doch die entscheidenden Fragen sind noch offen, als plötzlich der Fall durch Beiers Chef und den Polizeipräsidenten als erfolgreich abgeschlossen wird. Aber: Was hatte es denn mit dem Sektenführer auf sich? Was bezweckte er mit seiner geheimen Arbeit? Warum wurde er vom "Monster" verfolgt? Wer hat den Killer beauftragt? Steckt hinter allem ein politisches Komplott? Nun ja, die nächsten zwei Folgebände werden uns die Lösung bringen. Aber ich mag keine Buchreihen, deren Einzelbände ein offenes Ende haben, um den Leser zum Kauf der Folgebände zu zwingen. Auch stilistisch/sprachlich zeigt der Thriller manche Schwäche (oder liegt es an der Übersetzung?). Ergebnis: Befriedigende Unterhaltung, aber anscheinend ohne Anspruch auf literarisches Niveau. Ich werde mir die Folgebände sicher nicht kaufen! Also: Wer's mag, mag's lesen.

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von buchleserin aus Deutschland am 30.06.2017
Die Politikerin Kari Lise Wetre ist mitten im Wahlkampf, als ihre Tochter Annette und ihr Enkel William plötzlich verschwunden sind. Eine Entführung? Hauptkommissar Fredrik Beier untersucht den Fall. Annette Wetre ist Mitglied der Glaubensgemeinschaft „Gottes Licht“, die auf einem alten Hof in Solro lebt. Auf dem Gelände werden fünf tote Männer gefunden, alle mit mehreren Schüssen hingerichtet. Die anderen Mitglieder der Sekte sind verschwunden. Das Massaker ist durch einen anonymen Anruf in der Notrufzentrale gemeldet worden, angeblich ein Racheakt im Namen Allahs. Das Ermittlungsteam entdeckt auf dem Gelände der Sekte, in einem geheimen Keller, ein medizinisches Labor und eine Überwachungszentrale und findet schließlich auch noch einen Überlebenden. Und was hat ein verschwundener Emir mit der ganzen Sache zu tun? Fredrik, sein Kollege Andreas Figueras und die neue junge und hübsche Kollegin Kafa Iqbal folgen jede Spur. „Der Hirte“ ist ein Thrillerdebüt von Ingar Johnsrud. Die Handlung beginnt ganz interessant und wird zunehmend spannender, hat aber auch zwischendurch seine Längen. Ein Entführungsfall, eine bekannte Politikerin, eine merkwürdige Sekte, ein verschwundener Emir, die Wiener Bruderschaft, wie hängt das alles nur zusammen? Genau wie Frederik Beier und sein Team war auch ich am Rätseln um was es hier eigentlich geht? Die Handlungsorte springen hin und her und auch die verschiedenen Zeiten, die Rückblenden, eine schwer durchschaubare Handlung, haben mir es nicht leicht gemacht, immer den Überblick zu behalten. Zwischendurch fand ich das Ganze doch etwas verwirrend und musste mich anstrengen der Handlung zu folgen. Ich musste mich doch sehr auf diesen Thriller konzentrieren. Also keine leichte Kost. Das Ermittlerteam war mir sehr sympathisch, besonders Frederik und Kafa haben mir gefallen.

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1

Bewertung von https://www.buecherwesen.de aus NRW am 02.08.2017
Inhalt: Die Tochter einer einflussreichen Politikerin wird vermisst. Für Hauptkommissar Fredrik Beier eigentlich ein Routinefall, doch wird er kurz darauf nach Solro, einem kleinen Hof vor den Toren Oslos, gerufen. Dort wurden fünf Mitglieder der dort ansässigen Sekte "Gottes Licht" ermordet aufgefunden. Der Hof gleicht einem Hochsicherheitstrakt und bei der Durchsuchung stoßen die Ermittler auf einen Keller in dem alles darauf hinweist, dass dort monströse Experimente durchgeführt wurden. Von den restlichen Mitgliedern fehlt jede Spur, darunter auch die Tochter der Politikerin, Annette Wetre. Meine Meinung: Bei einem Thriller bin ich immer so zweigeteilt, da ich eigentlich eher zu Psychothrillern tendiere, weil mir normale Thriller meist zu langweilig sind. Der Hirte konnte mich auch nicht gänzlich überzeugen, was aber weniger an der Spannung liegt, als am Thema selbst. Die Geschichte beginnt damit, dass die Tochter einer sehr einflussreichen Politikerin vermisst wird. Normalerweise ein absoluter Routinefall für die Ermittler. Doch Hauptkommissar Fredrik Beier wird relativ zeitnah zu einem anderen Fall gerufen. Fünf Ermordete auf dem Gelände einer Sekte, die in Oslo beheimatet ist. Doch der Rest der Mitglieder wird vermisst und darunter befindet sich auch die Tochter der Politikerin. Da dieses Buch ja der erste Teil einer Reihe um den Ermittler Fredrik Beier ist, kommt im Hintergrund zur Haupthandlung, noch ein anderer Geschichtsstrang hinzu. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Strang durch die nächsten Teile zieht und mit der Zeit immer mehr an Fahrt aufnimmt. Es handelt sich um ein Thema, das sich zu Zeiten des zweiten Weltkrieges entwickelt hat und von Rassenforschung und der Aussortierung handelt. Ein interessantes aber auch heikles Thema. Der Hauptfall ist an sich auch ganz gut, aber es kommen immer wieder Teile dazu, wie über den Islam oder ähnliches, die für mich eher weniger mit dem Fall zu tun haben und etwas das Lesevergnügen beeinträchtigen. Spannung ist gut vorhanden, es kommen aber durch die für mich uninteressanten Informationen immer wieder mal Längen vor und dadurch geht etwas von der aufgebauten Spannung verloren. Der Ermittler Fredrik Beier und viele der anderen Protagonisten sind sehr sympathisch, doch sein Vorgesetzter Koss, ist so arrogant und voreingenommen, dass sich der Leser von Anfang an wünscht, dass er im Laufe des Buchs auf die Nase fällt. Mein Fazit: Ein eher mittelmäßiger Thriller, der zwar recht spannend ist, diese Spannung aber durch zu viele Informationen nicht dauerhaft aufrecht erhalten kann.
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