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Henry Wadsworth Longfellow

Henry Wadsworth Longfellow (1807-1882) war einer der meistgelesenen amerikanischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, außerdem Übersetzer und Begründer der Vergleichenden Literaturwissenschaft in Harvard. Als einer der Fireside Poets trug er dazu bei, eine neue amerikanische Literatur zu etablieren, und wurde zu einer zentralen Figur in der Vermittlung zwischen den Kulturen der alten und der neuen Welt..
Lisa Kunze (geb. 1993) arbeitet als Literaturwissenschaftlerin in Göttingen. Zuletzt erschienen bei Wallstein ihre kommentierte Ausgabe von Henry W. Longfellows Hyperions Wanderjahre (2023) und die Studie Der Schamane mit der Feder über W. G. Sebald..
Heinrich Detering, geb. 1959, lehrt Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen. 2003 erhielt er den Julius-Campe-, 2012 den H.-C.-Andersen-Preis. 2014 war er Aston Poet in Residence in Birmingham, 2012 Liliencron-Dozent für Lyrik in Kiel, 2008 Ehrengast der Villa Massimo, 2004 Poetikdozent in Mainz, 2003 Paul Celan Fellow in St. Louis.
Veröffentlichungen u. a.: An der Nachtwand (2023); Holzfrevel und Heilsverlust. Die ökologische Dichtung der Annette von Droste-Hülshoff (2020); Menschen im Weltgarten. Die Entdeckung der Ökologie von Haller bis Humboldt (2020); Der Antichrist und der Gekreuzigte. Friedrich Nietzsches letzte Texte (2010)..
Kai Sina, geb. 1981, studierte Germanistik und Philosophie in Kiel und Göttingen. Lichtenberg-Professor für Neuere deutsche Literatur und Komparatistik (mit dem Schwerpunkt Transatlantische Literaturgeschichte) an der Universität Münster. Ausgezeichnet mit dem Preis der Fritz Behrens Stiftung 2016.
Veröffentlichungen u. a.: Susan Sontag und Thomas Mann (2017); Transatlantik. Hans Magnus Enzensberger, Gaston Salvatore und ihre Zeitschrift für das westliche Deutschland (2022); Was gut ist und was böse. Thomas Mann als politischer Aktivist (2024).

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Der Sang von Hiawatha Produktbild: Der Sang von Hiawatha

Der Sang von Hiawatha

In den Wäldern am Gitche Gumee, dem glitzernden Großen Wasser, erhebt sich die Legende von Hiawatha - Friedensstifter, Kulturheld und Sohn der Wenonah. Henry Wadsworth Longfellow erweckt in diesem monumentalen Versepos die mythische Welt der indigenen Völker Nordamerikas zu neuem Leben.

Von seiner wundersamen Geburt bis zu seinem rätselhaften Abschied führt uns Hiawathas Weg durch eine Landschaft voller Magie und Bedeutung. Er ringt mit dem mächtigen Mudjekeewis, seinem Vater, dem Westwind. Er vermählt sich mit der schönen Minnehaha, der lachenden Wasserquelle. Er bringt seinem Volk die Kunst des Schreibens, des Ackerbaus und des Friedens - und kämpft gegen Hunger, Tod und die Schatten der Veränderung.

In hypnotischen Versen, inspiriert vom finnischen Kalevala, schuf Longfellow 1855 ein Werk, das Generationen bewegte: eine elegische Feier indigener Kultur, durchwebt mit universellen Themen von Liebe, Verlust, Heldenmut und dem unaufhaltsamen Wandel der Zeiten.

Ein literarisches Denkmal, das zwischen Romantisierung und Ehrfurcht, zwischen Mythos und Mahnung seinen einzigartigen Platz in der amerikanischen Literatur behauptet.
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