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Henry James

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Damen in Boston Produktbild: Damen in Boston

Damen in Boston

Damen in Boston, Henry James' scharfsinniger Roman aus dem Jahr 1886, entfaltet ein vielschichtiges Panorama des nachbürgerkriegszeitlichen Neuenglands, in dem Reformbewegungen, Frauenemanzipation und private Begierden unauflöslich ineinandergreifen. Im Zentrum stehen die idealistische Bostonerin Olive Chancellor, die charismatische Rednerin Verena Tarrant und der konservative Südstaatler Basil Ransom. James verbindet psychologische Feinzeichnung mit gesellschaftlicher Satire und stellt den Kampf um Verenas Stimme als literarisches Experiment über Macht, Rhetorik und Geschlecht dar. Henry James, 1843 in New York geboren und in Europa geistig wie ästhetisch geprägt, war ein genauer Beobachter transatlantischer Kulturen. Seine Erfahrung zwischen amerikanischer Reformenergie und europäischer Skepsis schärfte den Blick für moralische Ambivalenzen. Damen in Boston entstand aus seinem Interesse an den intellektuellen Milieus Bostons, an der öffentlichen Rolle von Frauen und an den verborgenen Motiven, die sich hinter politischen Idealen verbergen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die nicht nur eine Handlung, sondern ein präzise komponiertes Bewusstseinsdrama suchen. James fordert Aufmerksamkeit, belohnt sie jedoch mit einer erstaunlich modernen Analyse von Öffentlichkeit, Intimität und ideologischer Vereinnahmung.
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Buch (Taschenbuch)

15,50€

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