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Grazia Deledda

Grazia Deledda geboren 1871 in Núoro, gestorben 1936 in Rom. Früh und ehrgeizig begann sie ihr Schreibtalent auszuleben. Unterhielt zahlreiche Briefwechsel mit wichtigen Grössen. Ihr in 35 Sprachen übersetztes Werk (Novellen, Romane, Gedichte) ist bis heute viel gefragt. 1909 wurde sie im Wahlkreis Núoro vom Partito Radiale Italiano als Kandidatin für die Parlamentswahlen aufgestellt. Der ebenfalls aus Núoro gebürtige Marcello Fois hat ihr ein beeindruckendes Theaterstück gewidmet: »Quasi Grazia«, vielfach aufgeführt, in der Rolle der Grazia die 2023 verstorbene sardische Autorin Michela Murgia.

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Der Schatten der Vergangenheit

Casalino, ein versteckter Ort in der Po-Ebene. Die Heimat des temperamentvollen kleinen Adone. Er stammt aus armseligen Verhältnissen, hat aber das Glück, im Haus von Onkel Giovanni aufzuwachsen. Der wohlhabende Giovanni setzt den begabten Jungen als Erben ein. Sein unerwarteter Tod bedeutet für Adone eine Katastrophe. Das Testament zu seinen Gunsten verschwindet. Der gierige Bruder von Giovannis Witwe ergreift die Herrschaft über Haus und Hof. Adone, betrogen und ungeliebt, wird zum Störenfried. Er sehnt sich nach Gerechtigkeit. Er liebt Caterina, mit der er Kindheit und Sehnsüchte geteilt hat, sein Halt. Er verliebt sich in Maddalena, die Enkelin der reichen Dargenti, das gelobte Land. Der Widerspruch zerreißt ihn fast. Er träumt vom Weggehen und davon, frei zu sein. Zugleich erwächst in ihm die Ahnung, dass man nirgendwo glücklich sein kann, wenn man seine Wurzeln verliert. Sein Traum von einer Zukunft kämpft mit dem Schatten der Vergangenheit.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

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