Georg Neuhauser, geb. 1982 in Schwaz in Tirol, ist Historiker an der Universität Innsbruck. Nach Studien der Geschichtswissenschaften, Geografie und Archäologie spezialisierte er sich auf die Nutzungsgeschichte der alpinen Georessourcen (v. a. Erze, Salz, Wasser und Holz) im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Das Hauptaugenmerk seiner Forschung liegt auf dem Raum der heutigen Europaregion Tirol/Osttirol/Südtirol/Trentino.
Über 500 Jahre prägte die Brandenberger Holztrift das mittlere Unterinntal – ein Wirtschaftszweig von enormer Bedeutung für die gesamte Region. 1966 wurde die letzte aktive Trift Tirols stillgelegt und mit ihr verschwand ein jahrhundertealtes Handwerk. Die Erinnerung an die harte Arbeit der Holzknechte im Wald und am Wasser verblasst zusehends.
Georg Neuhauser hat diese fast vergessene Welt dokumentiert. Basierend auf Zeitzeugenberichten, historischen Quellen, archäologischen Befunden und vor allem auf bisher unveröffentlichtem Fotomaterial entsteht ein eindrucksvolles Zeitdokument.
Das reich bebilderte Buch beleuchtet die Technik der Holztrift, das Leben der Arbeiter und die wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Ein faszinierendes Stück Kulturgeschichte über traditionelles Handwerk und den Umgang mit der Natur.