Als Pädogoge im Ruhestand habe ich nun mehr Zeit mir tiefsinnige oder auch unsinnige Gedanken zu machen. Meine zur Zeit 95jährige Mutter hat mir vor einiger Zeit ihre selbstproduzierten Gedichte zur Verfügung gestellt. So beschloss ich schließlich, ihre Werke zusammen mit meinen kuriosen Reimereinen zu einem Buch zu vereinen.
Hans Olde (1855–1917) war Maler, Porträtist, Kunstschulreformer und Zeitzeuge einer Epoche im Wandel. Er stand in engem Austausch mit Künstlern wie Lovis Corinth, Max Liebermann und Henry van de Velde und prägte als Direktor der Kunstschulen in Weimar und Kassel eine ganze Generation junger Künstler.
Dieses Buch zeichnet Oldes Lebensweg nach – von seinen Studienjahren in München und Paris über seine Rolle in den deutschen Secessionen bis zu seinem Spätwerk an der Ostsee. Dabei verknüpft es kunsthistorische Analyse mit psychologisch-biografischer Deutung und zeigt, wie persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Umbrüche und ästhetische Überzeugungen in seinem Werk zusammenfließen.
Ein facettenreiches Porträt eines stillen Erneuerers, dessen Kunst zwischen Realismus, Impressionismus und innerer Wahrhaftigkeit steht.