Autor im Porträt

Toptitel von Franziska Steinhauer

Spreewaldmord

Spreewaldmord

Broschiertes Buch
Eine kopflose Leiche in den Armen einer verwirrten alten Dame! Was wollte Hiltrud Manecke, nur mit einem Nachthemd bekleidet, mitten im Novemberregen auf dem Feld nahe der Stadt? Wie ist sie dorthin gelangt? Kannte sie das Opfer? Kommissar Peter Nachtigall steht vor einem Rätsel. Doch als der Kopf geborgen werden kann, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf. Der junge Mann sollte offensichtlich zum Schweigen gebracht werden. Ist die Mordmethode eine Warnung an andere potenzielle Opfer?…mehr
12,00
Spreewald-Tiger

Spreewald-Tiger

Broschiertes Buch
Unruhiges Treiben am Gehege der Tiger. Als das Raubtier aus dem Wasser steigt, findet die Idylle im Cottbuser Tierpark ein abruptes Ende: Aus dem Maul des Tiers ragt ein menschlicher Arm. Kommissar Peter Nachtigall und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Passt der Arm zu der aktuellen Vermisstenmeldung? Und wo sind die anderen Leichenteile? Nachtigall gerät in ein Geflecht aus gefährlichen Geheimnissen und rätselhaften Familienbanden.…mehr
12,00

Franziska Steinhauer

Franziska Steinhauer, geb.1962, studierte Pädagogik mit den Schwerpunkten Psychologie und Philosophie. Seit 2004 arbeitet sie als freie Autorin. Um ihr Wissen im Bereich der Kriminaltechnik auf eine breitere Basis zu stellen, studiert sie Forensic Sciences and Engineering im Masterstudiengang an der Technischen Universität in Cottbus. Ihre psychologisch fundierten und ausgefeilten Kriminalromane ermöglichen dem Leser tiefe Einblicke in pathologisches Denken und Agieren. Mit Geschick verknüpft sie dabei mörderisches Handeln, Lokalkolorit und Kritik an aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.

Kundenbewertungen

Die Stunde des Medicus

Bewertung von Isabel von Belles Leseinsel aus Mainz am 08.05.2014
Die Bestie von Leipzig Per Zufall wird im Herbst 1813 von Anglern bei Leipzig eine Frauenleiche gefunden. Schnell breiten sich die Gerüchte aus, die Tochter des Stadtschreibers wäre einer wilden Bestie zum Opfer gefallen. Dr. Peter Prätorius interessiert sich für den Mordfall, glaubt aber nicht an eine Bestie. Noch bevor der Medicus sich eingehender mit dem Fall beschäftigen kann, wird er in das Lager der Franzosen gerufen, um einen geheimnisvollen Patienten zu behandeln. Währenddessen geht das Morden in Leipzig weiter. Die Franzosen belagern Leipzig und die Stadt platzt aus allen Nähten. Da ist es nicht verwunderlich, dass bald schon eine Typhusepidemie ausbricht, aber auch die ständigen kleineren Gemetzel unter den verfeindeten Soldatentruppen sorgen dafür, dass der Tod zum Alltag der Bürger gehört. Doch der bestialische Mord an der Tochter des Stadtschreibers rüttelt die Bevölkerung auf. Schnell entstehen die unterschiedlichsten Gerüchte, von einer Bestie ist die Rede, aber auch unbescholtene Bürger geraten plötzlich unter Mordverdacht. Und mitten in diesen Wirren versucht Dr. Prätorius zum einen seinen geheimnisvollen Patienten zu heilen und zum anderen den Mörder der jungen Frauen zu fassen zu bekommen. Doch seine beharrliche Meinung, dass es sich hierbei nicht um eine Bestie, sondern um ein menschliches Wesen handeln muss, lässt ihn ebenfalls als Verdächtigen erscheinen. Und der Mob ist dieser Tage unberechenbar. Die Völkerschlacht steht unmittelbar bevor, in Leipzig brodelt es unter der Bevölkerung, die Straßen sind überfüllt von Soldaten und Verletzten, Nahrungsmittel werden immer knapper, eine Typhusepidemie breitet sich immer weiter aus und das Wetter ist in diesem Herbst mehr als schlecht. Franziska Steinhauer fängt sehr gut die bedrückende wie auch verängstigte Stimmung der Bürger von Leipzig ein, gibt gleichzeitig einen guten Einblick in die strategische Vorgehensweise der Franzosen und verpackt das Ganze zudem in eine ziemlich spannend erzählte Krimihandlung. Somit hat der historische Kriminalroman alles was er braucht. Atmosphärisch dicht, fesselnd und jederzeit äußerst unterhaltsam erzählt Franziska Steinhauer die Tage vor der Völkerschlacht und die verzweifelte Suche nach dem Mörder der jungen Frauen. Dass hier keine Bestie wütet, sondern ein menschliches Wesen hinter den Morden steht, ist schnell klar. Denn welche Bestie kann schriftlich seine Opfer zum Tatort locken. Doch um wen es sich handelt, dies verrät die Autorin ihren Lesern lange Zeit nicht. Es gibt zwar einige Verdächtige und es werden auch einige falsche, durchaus logische Fährten ausgelegt, doch die Identität des wahren Mörders erahnt man erst zur Mitte des Krimis hin. Neben der fesselnden Story überzeugen auch durchweg alle Charaktere des Kriminalromans. Allen voran Protagonist Dr. Peter Prätorius. Dieser gilt in Leipzig ein wenig als Sonderling, gar als Hexenmeister, wendet er doch für seine Behandlungen oftmals recht unkonventionelle Methoden an. So war beispielsweise die Hypnose Anfang des 19. Jahrhunderts unter der Bevölkerung noch recht unbekannt. Und auch mit Pflanzen experimentiert der Medicus gerne und legt – für die Zeit noch untypisch – sehr viel Wert auf Hygiene. Doch der selbstbewusste, aufgeschlossene Medicus interessiert sein Ruf in der Bevölkerung recht wenig, sehr zum Ärgernis seines Gehilfen, der ihn nicht nur einmal aus einer prekären Situation retten muss. Fazit: Ein historischer Krimi, der alles bietet: spannende, unterhaltsame Story, atmosphärisch dicht erzählt und mit reichlich, aber nicht zu vielen Informationen zur Völkerschlacht.

Spielwiese

Bewertung von pego aus Spremberg am 11.05.2011
Sehr eindrucksvoll wird geschildert, wie eine Biologin, die von Cottbus nach Sachsen mit dem Zug zur Arbeit fährt, auf einem Feld interessiert feststellt, dass es da eine Vogelscheuche gibt, die Vögel ungewöhnlich stark anzieht.Das interessiert sie, deshalb fährt sie nach Arbeitsschluss mit dem Fahrrad zu dem Feld und findet dort eine Leiche vor, die von Aasfresseren schon sehr demontiert ist; und es stellt sich heraus, dass dieser Mensch schon seit ca. 20 Jahre tot ist und seit dem irgendwo in einer Kühltruhe gelegen haben muss. Es beginnt die Suche nach dem Täter. Und es folgen weitere Morde.Das Motiv dafür liegt sehr lange zurück. Natürlich werden die Morde am Ende aufgeklärt!
Es ist das 3. Buch dieser Autorin, das ich gelesen habe. Was mich daran besonders reizt, ist , dass Franziska Steinhauer ihre Krimis in Cottbus ansiedelt. Auch bei diesem Buch konnte ich manchmal mitgehen, zum Beispiel ,als sie ein Wohngebiet beschreibt, das nun abgerissen ist- daneben hab ich an der Schule gearbeitet; und ich konnte mir das Geschriebene richtig vorstellen. Doch ich finde auch, dass die Autorin ihre Geschichte richtig gut entwickelt und Spannung erzeugt. Bei ihrem ersten Krimi wusste ich schon nach der Hälfte des Buches, wer der Mörder ist. Dieses Mal ahnte ich, zweifelte, irrte ich mich kurzfristig, bestätigte ich mich dann doch ein bisschen. So macht mir Krimilesen Laune. Wer Krimis ihrer Story wegen gerne liest, für den ist das Buch zu empfehlen. Die Schilderung der ersten Leichenauffindung ist eher etwas für Hartgesottene, aber darüber kann man dann vielleicht etwas großzügig hinweglesen. Als Krimi ist das Buch prima.

Gurkensaat

Bewertung von pego aus Spremberg am 24.10.2010
Ich möchte mich noch einmal an diesem Wettbewerb für meine Klasse beteiligen, wenn ich auch anderes lese als meine Schüler. Mit einer Kollegin war ich zu einer Buchlesung zu "Gurkensaat" von F. Steinhauer. Diese Buchlesung fand bei uns in Spremberg in der Bibliothek statt, und es war auch interessant, wie viele Bekannte, Lehrer, Deutschlehrer, man da so trifft. Da es ein Krimi ist, ist es eher unangebracht, mehr Inhalt wiederzugeben, als hier schon angegeben. Die Charakterisierung von Figuren ist in sofern interessant, dass die Hauptfigur eine Identifikation zulässt, da er (Hauptfigur Kommissar Nachtigall) sehr engagiert seiner Arbeit nachgeht, aber als Mensch halt ein Mensch mit Fehlern, Wünschen, Zweifeln ...ist. Und auch die anderen Ermittler sind einfach, aber verständlich dargestellt. Sympathien für Mörder hat man ja eigentlich nicht. Dennoch finde ich den Versuch, Gründe für diese Taten aufzuzeigen, schon recht gut gelungen. Beeindruckt haben mich zum Beispiel die versuchte Erklärung aus der Sicht der Schwester Annabelle, des Vaters Johannes` und anderer nicht zur Familie gehörender Figuren. Und ansprechend ist auch die Freundinnenrunde in Bezug auf die Charakteristik von Personen. Das gibt eine Eindruck von "Mensch zwischen Sensationshascherei und Mitfühlen"
Ich habe ja schon meine Meinung zum ersten Krimi der Aurorin "Racheakt" dargelegt. Für mich ist nachwievor die nachvollziehbare Ortsnähe interessant- diesmal weniger Cottbus, dafür Burg im Spreewald. Besser finde ich, dass die Auflösung des Mordfalls nicht so zeitig erkennbar ist, es bleiben bis zum Schluss mehrere Möglichkeiten! Ich habe Mühe gehabt, das Buch im letzten Drittel wegzulegen und anderen Urlaubsaktivitäten nachzugehen. Ich denke, das ist ein Indiz für die Textsorte Krimi. Für mich interessant ist der Versuch der Symbolik. Als Aufhänger wird die umstrittene Ansiedlung von Wölfen in der Lausitz benutzt, wenn das auch nur ansatzweise wirklich umgesetzt wird. Die Idee ist gut. Aber der interessante Aufhänger wird nicht umgesetzt. Grundsätzlich finde ich die Idee, auf verschiedenen Ebenen zu erzählen sehr reizvoll, es ist aber noch recht einfach entwickelt. Ich werde auf jeden Fall weitere Krimis der Autorin lesen. Dazu trägt auch die optische Kenntnis der Autorin bei. Ihr äußerisches Erscheinungsbild lässt nicht unbedingt vermuten, dass sich da ein Mensch mit Tötungsinteressen verbirgt. Doch sie hat glaubhaft versichert, dass ihr die Krimi-Ideen vor allem beim Bügeln kommen- und DAS kann ich verstehen!

Spielwiese

Bewertung von fett aus Spremberg am 13.05.2011
Sehr eindrucksvoll wird geschildert, wie eine Biologin, die von Cottbus nach Sachsen mit dem Zug zur Arbeit fährt, auf einem Feld interessiert feststellt, dass es da eine Vogelscheuche gibt, die Vögel ungewöhnlich stark anzieht.Das interessiert sie, deshalb fährt sie nach Arbeitsschluss mit dem Fahrrad zu dem Feld und findet dort eine Leiche vor, die von Aasfresseren schon sehr demontiert ist; und es stellt sich heraus, dass dieser Mensch schon seit ca. 20 Jahre tot ist und seit dem irgendwo in einer Kühltruhe gelegen haben muss. Es beginnt die Suche nach dem Täter. Und es folgen weitere Morde.Das Motiv dafür liegt sehr lange zurück. Natürlich werden die Morde am Ende aufgeklärt!
Es ist das 3. Buch dieser Autorin, das ich gelesen habe. Was mich daran besonders reizt, ist , dass Franziska Steinhauer ihre Krimis in Cottbus ansiedelt. Auch bei diesem Buch konnte ich manchmal mitgehen, zum Beispiel ,als sie ein Wohngebiet beschreibt, das nun abgerissen ist- daneben hab ich an der Schule gearbeitet; und ich konnte mir das Geschriebene richtig vorstellen. Doch ich finde auch, dass die Autorin ihre Geschichte richtig gut entwickelt und Spannung erzeugt. Bei ihrem ersten Krimi wusste ich schon nach der Hälfte des Buches, wer der Mörder ist. Dieses Mal ahnte ich, zweifelte, irrte ich mich kurzfristig, bestätigte ich mich dann doch ein bisschen. So macht mir Krimilesen Laune. Wer Krimis ihrer Story wegen gerne liest, für den ist das Buch zu empfehlen. Die Schilderung der ersten Leichenauffindung ist eher etwas für Hartgesottene, aber darüber kann man dann vielleicht etwas großzügig hinweglesen. Als Krimi ist das Buch prima.

Spielwiese

Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 07.03.2011
Dieses Jahr findet, erstmals, die Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland statt, und das starke deutsche Frauenteam ist erneut WM-Favorit. Grund genug, das Großereignis in einem Krimi zu würdigen. Franziska Steinbauer fädelt in „Spielwiese“ mit viel Verve eine spannende Geschichte ein, doch dann läuft es erstmal so wie in so manchem echten Match: nach einem guten Start geraten die Ermittlungen und der Fluss der Geschichte leicht ins Stocken; etwas zu lange Dialoge und zu viele Wiederholungen schwächen die ansonsten psychologisch fein gewobene Story um Ereignisse aus alten DDR-Zeiten und die aktuellen WM-Vorbereitungen. Erst in der zweiten Halbzeit gewinnt die Sache wieder an Tempo und steuert auf ein eindeutiges Ende zu. Ein solider Krimi aus der Niederlausitz um die Frauen-Fußball-WM 2011 – Anpfiff ist am 26. Juni 2011.

Spielwiese

Bewertung von Leseratte am 18.02.2011
Franziska Steinhauer schreibt sehr kurzweilig und sehr fließend. Alle sieben Krimis mit und über Herrn Nachtigall lasen sich sehr schnell weg. Besonders gut gefällt mir, dass Frau Steinhauer auch immer eine andere Perspektive einbringt, z.B. die des Mörders oder des Opfers usw, ohne dabei den Täter zu verraten. Leider sind manche Zusammenhänge nicht ganz schlüssig oder doch weit hergeholt, so dass es nur zum "Gut" reicht. Auf jeden Fall ein spannender Kriminalroman mit großem Lesevergnügen.

Ferienhaus für eine Leiche

Bewertung von Buch im Kopf am 11.03.2012
Gunnar Hilmarström kann es nicht fassen als er beim Putzen seines Ferienhauses eine schreckliche Entdeckung macht: eine nackte und mumifizierte Frauenleiche liegt in einer Truhe auf seinem Dachboden. Wer ist die tote Frau und wer hat sie in die Truhe gelegt? Jeder der Ferienhausmieter könnte dafür in Frage kommen. Gunnars Ehefrau Inga, gehen die Ermittlungen der Polizei nicht schnell genug voran und so versucht sie selbst dem Geheimnis der Mumie auf die Spur zu kommen. Als Inga daraufhin verschwindet, bleibt dem ermittelnden Hauptkommissar Lundquist und seinem Team nicht mehr viel Zeit. Parallel dazu wird uns die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, dem seine Mutter das Leben zur Hölle macht. Ständig bevormundet sie ihn, macht sich über ihn lustig, stellt sich krank damit er sie pflegen muss und hat sogar seine Freundin, die seine Ehefrau werden sollte, vergrault. Ihm reicht es und genug Krimis hat er auch bereits gesehen um zu wissen wie man mit so einem „Problem“ fertig wird. Geschickt hat die Autorin ihr Wissen über frühkindliche psychischen Traumata und psychopathologischen Entwicklungen in dieses Buch einfließen lassen. Insgesamt ein sehr interessanter Krimi, der auch ohne viel Blutvergießen auskommt. Sehr enttäuscht war ich jedoch darüber, dass das Privatleben des Hauptkommissars Lundquist, das nichts mit dem Fall zu tun hat, so einen großen Teil der Geschichte ausmacht. Diese privaten Zwischenhäppchen haben dazu beigetragen, dass das Buch stellenweise wirklich sehr langatmig wirkt und einem die Lust am Lesen nimmt. Als eines der Bücher aus der „Mord und Nachschlag“ Reihe, beinhaltet es mehrere Rezepte aus der schwedischen Küche. Die Fleischesser unter Euch dürfen sich freuen, auch das heißgeliebte Rezept für Köttbullar ist dabei.
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