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Elio Vittorini

Elio Vittorini, 1908 als Sohn eines Eisenbahners
in Syrakus, Sizilien, geboren, war
Schriftsteller und Übersetzer. 1943 wurde er
als Gegner des Mussolini-Regimes inhaftiert.
Nach dem Krieg war er eine der wichtigsten
kulturpolitischen Stimmen Italiens. Er starb
1966 in Mailand.

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Gespräch in Sizilien Produktbild: Gespräch in Sizilien Band 671

Gespräch in Sizilien

Nach fünfzehn Jahren kehrt Silvestro erstmals für drei
Tage aus Norditalien in sein armseliges Heimatdorf in
den sizilianischen Bergen zurück, um seine Mutter zu
besuchen. Er reist mit dem Zug durch Italien, setzt mit
einer Fähre über, fährt durch die Orangenhaine und Dörfer
seiner Kindheit, trifft einen Wanderer, einen Messerschleifer,
einen kleinen hungernden Sizilianer, seltsame
Herren mit und ohne Schnurrbart. Silvestro streift durchs
Dorf, taucht ein in die Erinnerungen der Familien, in das
einsame Leben seiner Mutter und der anderen Frauen
des Ortes. Wirklichkeit und Traum überlagern
sich. Auch
an diesem scheinbar entrückten Ort haben die Menschen
sich verändert: Sie leben in der Diktatur des Faschismus.
Gespräch in Sizilien
trotz der faschistischen Zensur erscheinen, wurde dann
aber verboten.
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