Autor im Porträt

Toptitel von Dave Eggers

Die Mitternachtstür

Broschiertes Buch
Der erste Kinderroman von Nr.1-SPIEGEL-Bestsellerautor Dave Eggers
Als Gran mit seinen Eltern in eine verschlafene Kleinstadt zieht, kriegt er zuerst einmal einen Schreck: In den Straßen klaffen Risse, die Häuser stehen schief, und alles scheint seinen Halt verloren zu haben. Dann begegnet er der geheimnisvollen Catalina und sieht, wie sie an einem Berghügel eine geheime Tür öffnet und sich Zugang zu einem unterirdischen Labyrinth aus Tunneln verschafft. Gran erfährt, dass die Stadt vom Versinken bedroht ist und dass er und Catalina die Einzigen sind, die sie noch retten können ...
"Eggers erster Kinderroman ist ein herzerwärmendes Werk von allegorischer Kraft." The Guardian
Dave Eggers über "Die Mitternachtstür": "Ich hatte mir vorgenommen, ein Buch zu schreiben, das ich als Kind gerne gelesen hätte: mit vielen Abenteuern, mit Humor und Geheimnissen, und das auch einen hibbeligen Leser bei der Stange halten würde."
Mit einer Umschlagzeichnung von Einar Turkowski
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10,00 €

 

Der Mönch von Mokka

Gebundenes Buch
"Eine fesselnde, eine triumphale Abenteuergeschichte!" Los Angeles Times
Ein junger Mann aus San Francisco, als Kind aus dem Jemen eingewandert, entdeckt die uralte Kaffeetradition seiner Heimat wieder. Mokhtar Alkhanshali möchte unter fairen Bedingungen im Jemen Kaffee anbauen und in die USA exportieren. Als 2015 die Bomben der Saudis sein Leben bedrohen, muss Mokhtar einen Weg aus dem Land finden. Er schafft es unter dramatischen Umständen zu entkommen und kann schließlich in den USA seine Firma eröffnen, die heute weltweit einen der besten Kaffees produziert, der zu fairen Preisen für alle an der Produktion Beteiligten verkauft wird und seinen Landsleuten zu einem besseren Leben verhilft.
Dave Eggers erzählt die spannende Lebensgeschichte dieses jungen Einwanderers und zeigt damit exemplarisch ein Leben zwischen zwei Welten.
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22,00 €

 

Dave Eggers

Wie ein glühender Komet taucht Dave Eggers im Jahr 2000 am literarischen Firmament auf. Mit seinem vor Witz, Sprachverliebtheit und Stilexperimenten sprühenden Debüt "Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität" landet der 1970 in Chicago geborene Autor aus dem Stegreif einen Weltbestseller. Aufgrund eines ähnlich hysterischen Realismus wird das Buch sogleich mit dem post-modernistischen Aufschrei "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace verglichen. Es erzählt entsprechend fiktionalisiert davon, wie Eggers im Alter von 21 Jahren seine Eltern an Krebs verliert und daraufhin die Vaterrolle für seinen jüngeren Bruder Tophe übernehmen muss. Der Roman wird mit Preisen überhäuft und etabliert den damals 30-jährigen Eggers als einen der wichtigsten Autoren der USA. Die bereits in seinem ersten Buch auffallend starke Präsenz von Wirklichkeit und Tatsachen wird fortan zum Markenzeichen von Eggers, der seinen Erfolg auch dazu nutzt, sich ziviligesellschaftlich zu engagieren. 2002 gründet er "826 Valencia", eine Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche. 2010 nimmt ScholarMatch seine Arbeit auf. Das Projekt bietet Studenten aus armen Familien finanzielle Hilfen. Eggers betreibt zudem mit McSweeney's einen eigenen Verlag und ist Herausgeber der erfolgreichen Zeitschrift "The Believer". 2006 gelingt ihm mit "Weit gegangen" ein weiterer Welterfolg, der die abenteuerliche Flucht eines jungen Sudanesen erzählt. Drei Jahre später folgt die Reportage "Zeitoun", in der Eggers dramatisch-packend die Geschichte eines syrischen Muslims aufbereitet, der 2005 in New Orleans den verheerenden Hurrikan Katrina erlebt. Das Buch wird mit dem American Book Award ausgezeichnet. Neben seinen Romanen schreibt der zweifache Familienvater Kurzgeschichten und Drehbücher wie z. B. zur Verfilmung des Maurice-Sendak-Klassikers "Wo die wilden Kerle wohnen". 2012 erscheint in den USA schließlich Eggers' neuer Roman "Ein Hologramm für den König", der wiederum stürmisch von der Kritik gefeiertwird.

Kundenbewertungen

Ein Hologramm für den König

Bewertung von Havers am 23.03.2013
Der Amerikaner Alan Clay gehört mit 54 Jahren zwar noch nicht zum alten Eisen, aber er hat die besten Jahre seines Lebens bereits hinter sich. Als erfolgreicher Manager hat es ihm früher an nichts gefehlt, aber mittlerweile scheint ihn das Glück verlassen zu haben. Job verloren, geschieden und finanziell so klamm, dass er kaum noch die Studiengebühren für die Ausbildung seiner Tochter aufbringen kann. Mit einem neuen Job als selbstständiger Handlungsreisender (sic!) bewegt er sich ständig am Rande des Existenzminimums. Aber jetzt sieht er Licht am Ende des Tunnels, denn es gilt King Abdullah Economic City, die Stadt der Zukunft und gleichzeitig Prestigeobjekt des gleichnamigen Monarchen, mit einem innovativen Kommunikationssystem auszustatten, dessen Highlight die Telefonie per Hologramm ist. Und so reist Alan Clay nach Saudi-Arabien und hat nicht nur die Demo-Version der Software sondern auch große Hoffnungen im Gepäck. Aber diese bekommen bereits bei der Ankunft einen Dämpfer verpasst, denn anstatt einer prosperierenden Mega-City wird die amerikanische Delegation von den Bauruinen des Großprojekts empfangen. Der Auftraggeber taucht nicht auf, und man schickt Alan und seine Begleiter in ein Zelt, in dem weder die Klimaanlage noch der Internetanschluss stabil funktionieren, um dort auf dessen Ankunft zu warten, damit sie ihre Lösung demonstrieren können. Die Tage vergehen, angefüllt mit Nichtstun und Warten auf den König. Nicht von ungefähr hat Eggers seinem Buch ein Zitat aus Samuel Becketts "Warten auf Godot" vorangestellt, denn so wie jener erscheint auch König Abdullah nicht, und diese Situation hält Alan Clay quasi in einem Schwebezustand, in dem er ausreichend Zeit hat, seine persönliche Situation zu reflektieren, sich mit einer eingebildeten Krankheit zu befassen und den absurden Alltag in dem Wüstenzelt zu bewältigen. Schlussendlich erscheint der Monarch, und dann platzen alle Träume wie Seifenblasen, denn die Chinesen, die ihn begleiten, sind in der Lage, die gewünschte Kommunikationslösung wesentlich preisgünstiger als die Amerikaner zu realisieren. Wie immer in seinen Romanen zeigt Dave Eggers in "Ein Hologramm für den König" die Auswirkungen, die politische Zustände und Ereignisse für seine Protagonisten haben. Hier nun ist es der Anbruch eines neuen Zeitalters im Wirtschaftsleben, das nicht mehr an den alten Maßstäben zu messen ist. Fairness und Ehrlichkeit sind längst abgelöst worden von Arroganz und Ellbogenmentalität, im Zentrum steht immer das Streben nach monetären Vorteilen. Der globalisierte Kapitalismus hat dafür gesorgt, dass Amerika stark an Boden gegenüber den Nationen verloren hat, die auf dem Technologiesektor aufgeholt haben und Arbeitskräfte fast zum Nulltarif anbieten. Klar und eindringlich, warmherzig und mitfühlend, mit großer Sympathie für seine Hauptfigur beschreibt der Autor den Wertewandel und dessen Auswirkungen auf den einzelnen im Zeichen der Globalisierung. Ganz gleich, wie groß die Anstrengungen sind, es ist vergebens. Männer wie Alan Clay haben keinen Platz mehr in diesem Spiel.