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Daniel Falb

Daniel Falb, Dichter und Theoretiker, lebt und arbeitet in Berlin. Falb veröffentlichte fünf Gedichtbände, zuletzt "Deutschland. Ein Weltmärchen (in leichter Sprache)" (2023). Daneben hat er zur Anthropozäntheorie, Philosophie der Weltbevölkerung sowie Fragen von Poetik und Kunsttheo­rie gearbeitet. 2024 erschien (mit Armen Avanessian) "Planeten Denken. Hyper-Antizipation und Biografische Tiefenzeit". 2024/2025 war Falb Stipendiat des Berliner Programms Künstlerische Forschung mit einem Projekt zu Animismus und KI. Im Wintersemester 2025/2026 lehrt er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Die Thomas-Kling-Poetikdozentur hatte er 2025 inne.

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Grosse Sprachmodelle Produktbild: Grosse Sprachmodelle Neu

Grosse Sprachmodelle

Die Automatisierung der natürlichen Sprache ist ein Schlüsselereignis, das mit der Ausbreitung der Large Language Models (LLMs) einhergegangen ist. Doch was bedeutet es existenziell, dass es sich ausgerechnet in unserer Lebenszeit vollzieht? Daniel Falbs Gedichtband Grosse Sprachmodelle spürt mit ethnografischem Interesse der Dynamik dieses Ereignisses nach, tritt ins Gespräch mit Companion- und Care-Bots verschiedener Art und erkundet, was es überhaupt heißt, in Interaktion und Auseinandersetzung mit derlei weltumspannenden Datenextraktionssystemen zu sein. Maschinische Sprache ist anders verkörpert als menschliche: Sie hängt nicht ab von Körpern, die geboren werden, eine Biografie haben, lieben, begehren, trauern, altern, sterben. Dort, wo Zeit sich ins Endlose faltet, wo die Sprache homogenisiert und Arbeit an Maschinen ausgelagert wird, verändert sich auch der menschliche Zugang zur Welt und eröffnet sich langsam, »in der Echtzeit der / Lesegeschwindigkeit«, die »frei gewordene Zeit« womöglich gar als Utopie.  
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Buch (Taschenbuch)

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