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Corine Pelluchon

Corine Pelluchon ist Professorin für Philosophie an der Universität Gustave Eiffel und zählt zu den faszinierendsten intellektuellen Stimmen, die sich zu den ökologischen und politischen Herausforderungen unserer Zeit äußern. 2020 erhielt sie für ihre philosophische Gegenwartsdiagnostik den Günther Anders-Preis für kritisches Denken. 2025 wurde sie mit dem Dr.-Leopold-Lucas-Preis für ihre philosophischen Beiträge zu den Themen Tierwohl, Klimakrise und Stärkung der pluralistischen Demokratie ausgezeichnet. Bei C.H.Beck sind von ihr das "Manifest für die Tiere", der philosophische Essay "Hoffnung in Zeiten der Klimakatastrophe" sowie "Die Macht des Weiblichen. Ideen zu einer Demokratie ohne Herrschaft" erschienen..Corine Pelluchon ist Professorin für Philosophie an der Universität Gustave Eiffel und zählt zu den faszinierendsten intellektuellen Stimmen, die sich zu den ökologischen und politischen Herausforderungen unserer Zeit äußern. 2020 erhielt sie für ihre philosophische Gegenwartsdiagnostik den Günther Anders-Preis für kritisches Denken. 2025 wurde sie mit dem Dr.-Leopold-Lucas-Preis für ihre philosophischen Beiträge zu den Themen Tierwohl, Klimakrise und Stärkung der pluralistischen Demokratie ausgezeichnet. Bei C.H.Beck sind von ihr das "Manifest für die Tiere", der philosophische Essay "Hoffnung in Zeiten der Klimakatastrophe" sowie "Die Macht des Weiblichen. Ideen zu einer Demokratie ohne Herrschaft" erschienen.

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Transdeszendenz, Ökologie, Demokratie Produktbild: Transdeszendenz, Ökologie, Demokratie

Transdeszendenz, Ökologie, Demokratie

Corine Pelluchon untersucht die psychischen und politischen Hindernisse, die dem Aufkommen einer neuen ökologischen Aufklärung entgegenstehen, deren Grundzüge sie in ihren Büchern entwickelt hat. Ausgangspunkt ist die These, dass sich die gegenwärtigen ökologischen und demokratischen Krisen nicht verstehen lassen, ohne das Herrschaftsschema zu analysieren, das unser Verhältnis zu anderen Menschen, zu Tieren, zur Natur und zu uns selbst strukturiert. Im Dialog mit der Phänomenologie, der Kritischen Theorie und dem Existentialismus legt die Analyse die anthropologischen Wurzeln der modernen Destruktivität frei: die Verweigerung der eigenen Verletzlichkeit, die Verleugnung des Todes, Allmachtsphantasien sowie die Entkopplung technischer Rationalität von Verantwortung.

Die Autorin zeigt, dass diese Mechanismen eine Kultur des Todes hervorbringen, die sich in der Banalisierung von Gewalt, der Zerstörung des Lebendigen und der Erosion demokratischer Institutionen manifestiert. Gewalt gegen Tiere, ökologischer Extraktivismus und die wachsende Anfälligkeit für autoritäre populistische Diskurse erscheinen so als miteinander verknüpfte Ausdrucksformen desselben Herrschaftsimaginären und derselben Verleugnung der Endlichkeit.

Als Antwort auf diese Dynamiken entwickelt der Essay den Begriff consideratio . Sie bezeichnet eine Seinsweise, die die Voraussetzung jener Tugenden bildet, die uns befähigen, Freude daran zu finden, unseren Lebensstil zu verändern. Sie beruht auf einer Vertiefung unserer Selbsterkenntnis als verletzliche, gezeugte und sterbliche Wesen, durch die wir unsere Zugehörigkeit zur gemeinsamen Welt intensiv erfahren. Diese Erfahrung führt zu einer Erweiterung der Subjektivität, die Corine Pelluchon Transdeszendenz nennt. Diese Transformation unseres Verhältnisses zu uns selbst und zu anderen bildet die ethische und politische Voraussetzung einer ökologischen Demokratie. Zugleich eröffnet sie die Möglichkeit einer Hoffnung, die nicht als Optimismus zu verstehen ist, sondern als Fähigkeit, trotz der Krisen die Vorboten eines neuen Horizonts zu erkennen - einer Perspektive, die uns die Energie verleiht, die Zukunft neu auszurichten.

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