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Bert te Wildt

PD Dr. med. Bert te Wildt leitet als Oberarzt die Ambulanz der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum, im Rahmen derer er Internet- und Computerspielabhängige behandelt. Er hat sich zum Thema Internetabhängigkeit habilitiert und ist Mitbegründer des Fachverbands Medienabhängigkeit e.V.
2012 erschien sein Buch „Medialisation: Von der Medienabhängigkeit des Menschen“.

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Das Kunstfenster Nr.12 Produktbild: Das Kunstfenster Nr.12 Band 12 Neu

Das Kunstfenster Nr.12

„Arkadien war ursprünglich eine entlegene Gegend im antiken Griechenland, fernab von der Hochkultur an den Küsten. Ein Unort („οὐ τόπος“) mit spröder Vegetation, der sich allenfalls für die Schafzucht eignete. Schon in der Spätantike wurde es verklärt zum Ort des Goldenen Zeitalters, wo die Menschen unbelastet von mühsamer Arbeit in einer idyllischen Natur als glückliche Hirten lebten. Die antiken Dichter verlegten Arkadien aus den Bergen der Peloponnes an die Küsten Siziliens. Die üppige mediterrane Natur in Verbindung mit der Erinnerung an eine einmal im Leben gemachte Reise, der „Grand Tour“ des europäischen Adels, wurde zum Sehnsuchtsmotiv der klassischen Landschaftsmalerei…. Globalisierung und Digitalisierung machen das Reisen in einer Zeit eigentlich überflüssig, in der, zumindest virtuell, jeder Ort der Welt mühelos erreichbar ist. Und doch boomt die touristische Fluchtbewegung, die allgemeine Suche nach dem idealen Ort, mehr denn je. Das Fotografieren und Posten von Selfies an Plätzen, an denen man gewesen sein muss, die in der Folge mit dem Original kaum mehr etwas gemein haben, ist zu einer Massenbewegung geworden. Alleine ist in Arkadien schon lange niemand mehr.
Die zwölfte Ausgabe der Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER lädt zu einer Reise in Bildern des Malers und Autors des Hefts Martin Gensbaur ein, die in den letzten Jahren entstanden sind. Es zeigt diese Bilder zum Thema „Et in Arcadia ego“ in einem Dialog mit Malerei der Renaissance und des Barocks und im Vergleich zu Arbeiten zweier zeitgenössischer Fotografen: des Katalanen Txema Salvans und des in London lebenden Römers Lorenzo Grifantini. Texte von dem Kunsthistoriker Christian Burchard und dem Psychiater und Publizisten Bert te Wildt setzen sich mit den Bildern und dem Thema des Hefts auseinander.
Was aber, wenn alle gleichzeitig auf der Suche nach ihrem Arkadien sind? „E in Arcadia noi“, eine Überschrift der Sonntagsbeilage der Zeitung La Repubblica, bringt das Massenphänomen des Overtourism auf den Punkt. Die Texte und Bilder dieser Ausgabe der Schriften reihe DAS KUNSTFENSTER sind dazu geeignet Arkadien durch die Brille des 21. Jh. zu sehen. Für den Maler Martin Gensbaur bleibt das Thema jedoch zeitlos.

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Buch (Taschenbuch)

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