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Band 4616
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Cyberpunk
Asma Mhalla zeigt in "Cyberpunk", wie im 21. Jahrhundert ein zweiköpfiges technopolitisches Herrschaftsmonster entsteht: ein neuer Leviathan aus politischer Inszenierung und technologischer Programmierung. Statt historischer Vergleiche nutzt sie die Bildwelt der Science-Fiction - von Blade Runner bis Matrix - , um den Umbau der Demokratie sichtbar zu machen.
Asma Mhalla ist die Pariser Starintellektuelle der Stunde. Ihr Essay "Cyberpunk" stand in Frankreich zuletzt monatelang auf der Bestsellerliste und erscheint nun auf Deutsch. Darin beschreibt sie auf bestechende Weise die politischen Entwicklungen unserer Zeit: Ein hybrides, technopolitisches Regime ist am Werk, das einerseits eine große Show inszeniert, während im Hintergrund das System programmiert wird. Sein Einfluss breitet sich still und leise global aus, gestaltet die Demokratie um und kolonisiert Körper wie Geist. Um den aktuellen Verfall der liberalen Demokratie zu verstehen, hilft laut Mhalla kein Rückgriff auf die 1920er- und 1930er-Jahre. Stattdessen führt sie uns in die dystopische Welt der Science-Fiction: in stahlharte technologische Gehäuse, in denen desillusionierte Individuen durch apokalyptische Städte irren und von hochzentralisierten Autoritäten mittels KI-Systemen gesteuert werden. Blade Runner und Matrix lassen grüßen.
Buch (Taschenbuch)
ab 16,00€