Arnulf Rainer, 1929 geboren in Baden bei Wien
1950 Begegnung mit Ernst Fuchs, Anton Lehmden, Arik Brauer, Wolfgang Hollegha und Joseph Mikl: Gründung der "Hundsgruppe"
1968 Beginn der ersten Grimassenfotos im Fotoautomaten
1978 Großer Österreichischer Staatspreis; Vertreter Österreichs bei der Biennale Venedig
1993 Eröffnung des Arnulf Rainer Museums in New York
2003 Rainer erhält den Rhenus-Kunstpreis für sein Gesamtwerk
2009 Eröffnung des Arnulf Rainer Museums im Frauenbad in Baden bei Wien
lebt und arbeitet in Wien, Oberösterreich, Bayern und seit 1996 auf Teneriffa.
Arnulf Rainer zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Zu seinen wichtigsten Inspirationsquellen zählte Art Brut, auf die er in der Nachkriegszeit durch den Surrealismus aufmerksam wurde. Der Begriff Art Brut (rohe Kunst) wurde 1945 von Jean Dubuffet eingeführt und bezeichnet Kunst unberührt von kulturellen Einflüssen. Es entwickelte sich eine langjährige Auseinandersetzung mit den Gugginger Künstlern und dem Gründer des Zentrums für Kunst-Psychiatrie Leo Navratil.
Diese Publikation spürt Rainers Beschäftigung mit der Art Brut nach – unter anderem mit zwei Wiederabdrucken seiner Texte –, beleuchtet Kooperationen mit Künstlern aus Gugging wie Johann Hauser, Fritz Koller und Rudolf Liemberger, wobei der Fokus auf Werken der Sammlung Zambo liegt, und stellt einige Art Brut Künstler vor.