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Anselm Jappe

Geboren 1962 in Bonn. Studium der Philosophie in Rom und Paris. Er unterrichtet Ästhetik an der Accademia di Belle Arti di Roma. Autor der ersten, bislang nicht auf Deutsch vorliegenden Monographie über Guy Debord (1993).
Jappe hat maßgeblich zur Verbreitung der Wertkritik in Frankreich beigetragen. Seit 1995 zahlreiche Beiträge in den wertkritischen Zeitschriften "Krisis" und "exit!" sowie in der von ihm mitgegründeten französischen Zeitschrift "Jaggernaut", seit 2022 auch auf der wertkritischen Website "Wertkritik & Krisentheorie" (wertkritik.org).
Auf Deutsch von ihm erschienen: "Die Abenteuer der Ware" (Unrast, Münster 2005), "Beton – Massenkonstruktionswaffe des Kapitalismus" (Mandelbaum, Wien & Berlin 2023) und "Die Abenteuer des Subjekts" (Mandelbaum, Wien 2026).

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Der feine Hass auf die Verhältnisse

Laut Theodor Adorno war es „der feine Hass auf die Verhältnisse“, der Erich Fromm fehlte und diesen in letztendlich systemkonforme „Menschenliebe“ abgleiten ließ.
Anselm Jappe hat schon früh angefangen, der Gesellschaft seiner Zeit äußerst kritisch gegenüberzustehen. Im Gegensatz zu so vielen anderen hat er seine Meinung nie geändert. Auf der Suche nach einer kompromisslosen Theorie der kapitalistischen Industriegesellschaft, ohne die es kein wirklich radikales Handeln geben kann, ist Jappe – unter anderem – Guy Debord und den Situationisten sowie der Wertkritik begegnet, aber auch der Wachstumskritik, der radikalen Ökologie und der Ablehnung der modernen Architektur.
Ausgehend von Karl Marx’ Kritik an Ware und Wert, Geld und Arbeit, Tausch und Fetischismus, aber auch der libertären Kritik am Staat und der Industriegesellschaft und der anthropologischen Relativierung der Ökonomie, versucht Jappe seit dreißig Jahren, die Fundamentalkategorien des Kapitalismus zu demontieren – nicht ohne gleichzeitig die Unzulänglichkeiten eines Großteils der gängigen Kapitalismuskritik aufzuzeigen.
Aber der Hass soll nicht bei der Empörung stehenbleiben, sondern sich darum bemühen, den Übeln wirklich auf den Grund zu gehen – dann ist er ein „feiner Hass“.

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Buch (Paperback)

24,00€

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