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André Gide

André Gide (1869-1951) wurde streng puritanisch erzogen und setzte sich später rückhaltlos für die Freiheit des Individuums gegenüber Kirche, Konvention und Moral ein. Das Gesamtwerk des Nobelpreisträgers von 1947 steht neben dem der großen literarischen Innovatoren des 20.Jahrhunderts wie Proust, Musil und Joyce.

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Die Falschmünzer Produktbild: Die Falschmünzer

Die Falschmünzer

André Gides "Die Falschmünzer" entfaltet ein vielstimmiges Panorama jugendlicher Selbstsuche, moralischer Täuschung und literarischer Selbstreflexion im Paris der Zwischenkriegszeit. Im Zentrum stehen Bernard, Olivier und der Schriftsteller Édouard, dessen geplantes Buch denselben Titel trägt. Gide verbindet Gesellschaftsroman, Bildungsroman und metafiktionales Experiment: Tagebuch, Dialog, Perspektivwechsel und ironische Brechung machen den Roman zu einem Schlüsselwerk der literarischen Moderne. Gide, 1869 in Paris geboren und 1947 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, schrieb aus einer lebenslangen Spannung zwischen protestantischer Strenge, ästhetischer Freiheit und ethischer Selbstprüfung. Seine Auseinandersetzung mit Konvention, Begehren, Authentizität und Heuchelei prägt auch "Die Falschmünzer". Die Figur Édouard spiegelt Gides eigenes Nachdenken über die Möglichkeiten des Romans, während die jugendlichen Figuren seine Sensibilität für innere Konflikte und gesellschaftliche Zwänge verraten. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die nicht nur eine Handlung, sondern die Entstehung von Literatur selbst beobachten möchten. "Die Falschmünzer" ist anspruchsvoll, doch außerordentlich lohnend: ein Roman über echte und falsche Werte, über Masken, Erziehung und Freiheit. Wer moderne Erzählkunst verstehen will, findet hier ein glänzendes, intellektuell wagemutiges Meisterwerk.
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Buch (Taschenbuch)

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