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Die Jugendgeschichte einer Arbeiterin
Adelheid Popp: Die Jugendgeschichte einer Arbeiterin. Von ihr selbst erzählt, mit einführenden Worten von August Bebel Erstdruck: München, Verlag von Ernst Reinhardt, 1909, anonym; ab der 3. Auflage 1910 mit Namen. Hier nach der 4. Auflage von 1922, Stuttgart, J. H. W. Dietz Verlag. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Adelheid Popp wächst in bitterer Armut auf. Der Vater ist gewalttätig und dem Alkohol verfallen, die Mutter arbeitet bis zur Erschöpfung, um ihre Kinder vor dem Hunger zu bewahren. Schon als Kind muss Adelheid Geld verdienen. Ihre Schulbildung bleibt dürftig, doch sie entdeckt früh eine Leidenschaft, die ihr Leben verändern wird: das Lesen. Als Arbeiterin erlebt sie lange Arbeitstage, niedrige Löhne, sexuelle Übergriffe und die völlige Abhängigkeit der Frauen in den Fabriken des Wiener Industriezeitalters. Bücher und Zeitungen lassen sie allmählich erkennen, dass ihr Elend kein unabänderliches Schicksal ist. Sie beginnt, ihren Kolleginnen vorzulesen, besucht politische Versammlungen und findet schließlich den Mut, selbst das Wort zu ergreifen. Aus dem verängstigten Arbeiterkind wird eine der bedeutendsten Stimmen der österreichischen Arbeiterinnenbewegung. Offen, eindringlich und ohne Beschönigung erzählt Adelheid Popp von Armut und Ausbeutung, von Bildungshunger, Klassenbewusstsein und radikaler Selbstbefreiung. 'Die Jugendgeschichte einer Arbeiterin' ist mehr als eine Autobiografie. Das 1909 erstmals erschienene Buch ist ein erschütterndes Zeugnis weiblicher Arbeit und zugleich die Geschichte einer außergewöhnlichen Emanzipation.
Buch (Gebundene Ausgabe)
22,80€