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Diese monumentale Studie über Jean Genet, den Skandalautor und bedeutenden französischen Prosaisten der Nachkriegszeit erschien 1952 und ist das originellste und kühnste Werk Sartres. Als 1951 im renommierten Pariser Verlag Gallimard eine Gesamtausgabe von Genets Werken zu erscheinen begann, sollte Sarte, mit dem er inzwischen eng befreundet war, eine Einführung schreiben. Diese Einführung geriet zu einem eigenständigen, umfangreichen Werk. Sie ist nach der Studie über Baudelaire die zweite, viel differenziertere Anwendung seiner in "Das Sein und das Nichts" entwickelten Existenzphilosophie…mehr

Produktbeschreibung
Diese monumentale Studie über Jean Genet, den Skandalautor und bedeutenden französischen Prosaisten der Nachkriegszeit erschien 1952 und ist das originellste und kühnste Werk Sartres. Als 1951 im renommierten Pariser Verlag Gallimard eine Gesamtausgabe von Genets Werken zu erscheinen begann, sollte Sarte, mit dem er inzwischen eng befreundet war, eine Einführung schreiben. Diese Einführung geriet zu einem eigenständigen, umfangreichen Werk. Sie ist nach der Studie über Baudelaire die zweite, viel differenziertere Anwendung seiner in "Das Sein und das Nichts" entwickelten Existenzphilosophie auf einen Einzelfall und zugleich eine der eindringlichsten Untersuchungen über diskriminierte Minderheiten.
Autorenporträt
Sartre, Jean-PaulGeboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahre 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter im Jahre 1917 bei seinen Großeltern Schweitzer in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die für viele zu einem emanzipatorischen Vorbild wurde. 1931-1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon und 1937-1944 in Paris. 1933 Stipendiat des Institut Français in Berlin, wo er sich mit der Philosophie Husserls auseinandersetzte. Am 02.09.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. Noch 1943 wurde unter deutscher Besatzung sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» aufgeführt; im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Unmittelbar nach dem Krieg wurde Sartres Philosophie unter dem journalist

ischen Schlagwort «Existenzialismus»zu einem modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er die Annahme des Nobelpreises ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, die UdSSR, nach China, Haiti, Kuba, Brasilien, Nordafrika, Schwarzafrika, Israel, Japan und in fast alle Länder Europas. Er traf sich mit Roosevelt, Chruschtschow, Mao Tse-tung, Castro, Che Guevara, Tito, Kubitschek, Nasser, Eschkol. Sartre starb am 15.4.1980 in Paris.Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem (1976).