Zitat
»Günters Buch fußt auf Winnicotts Squiggle-Methode, die dieser 1964 bis 1968 für das Erstgespräch als diagnostisch-therapeutisches Instrument entwickelte und die er "squiggle game" nannte, also Kritzel- oder Schnörkelspiel... (Nach zwei Büchern von Winnicott aus dem Jahre 1971) startete Günter den dritten großen Versuch, die Squiggle-Technik vorzustellen, um in ungekürzten Gesprächsprotokollen zu zeigen, wie eine dichte, vertrauensvolle Beziehung zu einem Kind schon im Erstkontakt herzustellen ist. Was so verführerisch leichtfüßig daherkommt, offenbart erst auf den zweiten Blick seine Tiefgründigkeit. Die lebendigen Fallgeschichten und originellen Zeichnungen appellieren an komplexe Gefühle in uns. Man spürt, wie der Therapeut in jedem Fall als Person stark einbezogen ist, sonst kommt keine emotionale Geschichte in Gang... Nicht nur allen, die mit Kindern arbeiten, ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen, sondern auch Erwachsenenanalytikern, die dem regredierten Patienten folgen und eine passende Sprache suchen. Sie finden viel Anregung für ihre Rêverie.«
Renate Kelleter, Psyche, 3/2006
»... In diesem Buch (ist) gelungen, was Winnicott gefordert hat: Es gibt einen Einblick in die Arbeitsweise des kinderanalytischen Diagnostikers. Es regt zur Nachahmung an, aber nicht zur Nachahmung einer Technik, sondern zur Nachahmung einer spezifischen psychoanalytischen subjekt- und dialogorientierten Arbeitsweise, die erst in einer vertieften Ausbildung zur therapeutischen Identität werden kann. Dies gelingt aufgrund der flexiblen Art der Darstellung und auch der guten Sprache, die dem komplexen Gegenstand des Buches gerecht wird. Es sei deshalb jenen Ärzten, Psychologen und Pädagogen empfohlen, die sich in der guten Winnicott´schen Tradition für den Zugang zur kindlichen Psyche und Phantasiewelt interessieren.«
Kai von Klitzing, Zeitschrift für psychoanalytische Theorie und Praxis, 4/2005
»Kinderärzte werden zunehmend mit seelischen Problemen ihrer Patienten konfrontiert. Michael Günter zeigt mit seinem Buch einen für Praktiker gangbaren Weg auf, um in einen Dialog mit den Kindern zu kommen. ...
Der Leser, der sich auf die Fallbeispiele einlässt und mit Neugierde auf das wartet, was als nächstes kommt, wird animiert, sich mit eben jener analytischen Entwicklungstheorie auseinander zu setzen, um so seine kleinen Patienten und deren Eltern noch besser verstehen zu können. In diesem Sinne ist dem Buch eine große Verbreitung zu wünschen.«
U. Scheerer, Monatsschrift Kinderheilkunde, 4/2004
»This ist a very thoughtful book, full of clinical material, warm-heartedly written and verbalising the nascent conscious in terms of emerging visual products. The author shows us how, out of chaos, a sense of direction can develop. It is a pleasure to read and be enriched by it.«
Dieter Bürgin, The International Journal of Psychoanalysis, 10/2004
»... Am Ende bleibt die Überzeugung, hier eine Technik zur Verfügung zu haben, die den Einstieg in den therapeutischen Prozess stark verkürzen kann - auch mit schwer gestörten Patienten oder solchen, deren Abwehrformation sonst eine Öffnung verhindern würde. Der von Michael Günter mit diesem Buch eingeleiteten Winnicott-Renaissance wünscht man in kindertherapeutischen Praxen eine erfolgreiche Verbreitung.«
Renate Schepker, Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 7/2004
»Die Originalität des Textes liegt besonders in den theoriegestützten Fallbeispielen. Hier zeigt Günter neben seinem grossen Fachwissen auch sein therapeutisches Geschick. ...
Die wichtigste Botschaft, die das ganze Buch begleitet und so lesenswert macht, lautet, dass das Squiggle-Spiel auch Kindern mit tiefgreifenden psychischen Störungen einen Weg zu bereiten vermag, um in einen therapeutischen und somit heilsamen Dialog zu treten.«
A. Di Gallo, Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie, 20.7.2004
»Michael Günter verdient Anerkennung, sich durch die Präsentation seiner Squiggle-Interviews bei seiner klinischen Arbeit auch selbst exponiert und gezeigt zu haben. Er gewährt dadurch den Lesern lebendige Einblicke in die psychodynamisch orientierte kinderpsychiatrische Alltagsarbeit. ...
Günters Buch ist ein erfrischender, kurzweilig zu lesender und einem breiten Publikum zu empfehlender Beitrag der "angewandten Psychoanalyse" für die Kinder- und Jugendpsychiatrie.«
Emil Branik, Kinderanalyse, Heft 2, 4/2004
».. Mit Hilfe der von Winnicott eingeführten Squiggletechnik gelingt es oftmals ganz schnell, das Eis zwischen dem kleinen und großen zu brechen und den Boden für eine tragfähige therapeutische Beziehung zu bereiten. ...«
Sigmund-Freud-Buchhandlung, Novitätenschau Winter 2003/04