›Ich hatte gelernt, wie man sich bewegte, ohne eine Spur zu hinterlassen. Wie man atmete, ohne gehört zu werden. Wie man existierte, ohne je wirklich da zu sein.‹
Seit Jahrhunderten verbirgt Elyria ihre wahre Natur als letzte eines vergessenen Volkes. Niemand darf erfahren, welche Macht in ihrem Inneren schlummert. Um den Hexen und Vampiren zu entkommen, die ihre Familie ausgelöscht haben, führt sie ein Leben im Verborgenen.
Doch das Schicksal zieht sie aus den Schatten – direkt in die Arme des geheimnisvollen Vaelion, dem faszinierenden und zugleich gefährlichen König der Dunkel-Fae, der in ihr Dinge sieht, die sie selbst längst verloren glaubte.
Zwischen Verrat und Krieg, alten Feinden und neuen Begierden wächst eine zerstörerische Verbindung aus Feuer und Dunkelheit – unausweichlich und leidenschaftlich.
Während die Welt um sie herum in Flammen aufgeht, muss Elyria sich entscheiden: Wird sie weiterhin fliehen oder für die Liebe und die Wahrheit kämpfen?
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Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen
Glitter_reads aus Berlin am 30.12.2025
Bewertungsnummer: 2687739
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Spannung bleibt durchgehend hoch und zieht sich konsequent durch das gesamte Buch. Ruhigere Momente fühlen sich nie fehl am Platz an, sondern geben Raum für Emotionen und Bindungen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und transportiert die düstere Atmosphäre ebenso wie die leisen, zwischenmenschlichen Momente sehr stimmig.
Besonders überzeugt hat mich Elyrias Entwicklung. Sie glaubwürdig und emotional nachvollziehbar. Die Dynamik mit Vaelion bringt eine dunkle Intensität in die Geschichte, Feuer trifft auf Dunkelheit, gefährlich und unausweichlich. Zusätzlich fand ich den Zusammenhalt der fünf Charaktere wirklich schön zu lesen. Dieses Gefühl von Loyalität und gegenseitiger Stärke verleiht der Geschichte Wärme und Tiefe.
Phönixfeuer verbindet Spannung, starke Charakterentwicklung und düstere Romantik zu einer Geschichte, deren Feuer noch lange nachglüht. Ein halber Stern bleibt offen, doch der Eindruck ist stark und nachhaltig.
Highlight
Bewertung am 22.12.2025
Bewertungsnummer: 2683149
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Phönixfeuer – Die letzte Flamme“ von Pia L. Sorell ist keine Geschichte, die man liest.
Sie passiert einem. Leise. Unbittlich. Und irgendwann mit Tränen in den Augen.
Stell dir vor, das Letzte, was du siehst, ist deine Familie. Nicht vereint. Nicht sicher. Sondern im Feuer. Die Luft brennt in der Lunge, Rauch frisst jedes Geräusch und doch hörst du sie. Deine Schwester. Nicht weinend. Nicht schreiend vor Angst. Sondern klar. Verzweifelt klar.
„Lauf.“
Nur dieses Wort. Und du weißt:
Wenn du bleibst, stirbst du.
Wenn du gehst, stirbt alles, was du bist.
Dieser Moment ist Elyria. Er verlässt sie nie. Seit Jahrhunderten trägt sie diesen Abschied in sich wie verbrannte Erde, unter der noch immer Glut ruht. Sie ist die Letzte eines vergessenen Volkes, gezwungen, ihre wahre Natur zu verbergen wie eine Flamme unter nasser Erde. Hexen und Vampire haben ihre Familie ausgelöscht – und zurück blieb nicht nur Einsamkeit, sondern Schuld. Die leise, nagende Schuld des Überlebens.
Die Passagen fühlen sich an wie Träume der Vergangenheit. Oder wie Erinnerungen, die sich weigern zu verblassen. Zeit steht still. Hände lösen sich. Feuer frisst Gesichter, Stimmen, Namen. Diese Stellen sind still und grausam zugleich – und sie treffen genau dort, wo man nicht ausweichen kann.
Elyria erinnert sich.
Wenn sie flieht, sich versteckt, niemanden nah an sich heranlässt, dann nicht aus Kälte. Sondern aus Angst. Aus der Angst, wieder alles zu verlieren. Wieder jemanden zurückzulassen. Wieder dieses Wort zu hören:
„Lauf.“
Als das Schicksal sie aus den Schatten zieht, öffnet sich eine Welt voller Magie, Gefahr und Grauzonen: Dunkel-Fae und Lichtfae mit politischen Intrigen, Hexen mit uralter Macht, Vampire mit langer Erinnerung, Wölfe mit festen Rudelbanden, Drachengestaltwandler wie ferne Legenden – und Menschen, die zwischen all dem ihren Platz suchen. Licht und Dunkelheit existieren nebeneinander. Nichts ist eindeutig. Alles hat seinen Preis.
Inmitten all dessen begegnet Elyria Vaelion, dem König der Dunkel-Fae.
Nicht als Retter.
Nicht als Erlöser.
Sondern als jemand, der sieht.
Wirklich sieht.
Das Zerbrochene. Die Angst. Das Feuer unter der Asche.
Ihre Verbindung ist keine sanfte Romantik. Sie ist überwältigend. Beängstigend. Unausweichlich. Nicht gewählt. Nicht gesucht. Sondern erkannt. Eine Liebe, die nicht rettet, sondern spiegelt – und genau deshalb so tief geht, dass sie Feuer und Dunkelheit verbindet.
Doch da sind noch mehr Charaktere, die diese Geschichte zu einem echten Highlight machen. Etwas Leises. Fast Unmerkliches.
Nyssa. Darian. Kieran.
Fremde. Misstrauisch. Unvollkommen. Und sie bleiben.
Nyssa mit ihrer scharfen Ehrlichkeit, die nicht tröstet, sondern hält.
Darian mit einer Ruhe, die sagt: Du musst nicht mehr rennen.
Kieran mit einer Loyalität, die sich nicht erklärt, sondern bleibt.
Aus Zweckgemeinschaften wird Nähe.
Aus Nähe Vertrauen.
Und aus Vertrauen etwas, das Elyria verloren glaubte: Familie.
Nicht die, die sie hatte.
Aber die, die sie jetzt braucht.
Elyrias Erbe ist mehr als Macht. Es ist Trauer. Erinnerung. Liebe. Wahrheit. Es ist das Licht all jener, die gelernt haben, sich klein zu machen, um zu überleben – und irgendwann erkennen, dass ihr Feuer nie falsch war. Nur zu lange verborgen.
Die Geschichte zeigt, dass Dunkelheit nicht böse ist, sondern oft Schutz.
Und dass Wahrheit schmerzt, bevor sie heilt.
Der Schreibstil von @piasorrell_autorin zeigt genau, wie diese Geschichte erzählt wird: leise, poetisch und mit Worten, die zwischen den Zeilen nachhallen. Die Autorin schreibt nicht, um zu erklären, sondern um fühlen zu lassen. Dadurch befindet man sich mitten in dieser Welt – man atmet, hofft, kämpft und zweifelt mit den Charakteren, als wäre man Teil ihrer Geschichte.
„Phönixfeuer – Die letzte Flamme“ ist eine Geschichte über das Überleben, wenn alles verloren scheint. Über das Weglaufen, weil Bleiben unmöglich ist. Und über den Moment, in dem man erkennt, dass man nicht mehr allein ist. Über Verrat, Liebe, Freundschaft und so viel mehr.
Und vielleicht ist das Größte an dieser Geschichte, dass sie nicht nur Elyrias Weg erzählt.
Ich bin – wie Elyria – selbst durch meine eigene Hölle gegangen. Nicht dieselbe. Aber genauso dunkel. Genauso zerstörerisch. Genauso einsam. Und Seite für Seite bin ich mit ihr gegangen. Nicht heil. Nicht auf einmal. Aber Stück für Stück.
Mit Elyria habe ich gelernt, dass Überleben kein Verrat ist.
Dass Weglaufen manchmal Mut bedeutet.
Dass man wieder vertrauen darf – langsam, zögernd, mit Narben.
Dass Nähe kein Risiko sein muss.
Dass Familie manchmal aus Fremden entsteht.
Und dass selbst nach der größten Dunkelheit noch etwas in einem lebt.
Das Feuer des Phönix brennt in meinem Herzen und freut mich auf Band II.
…und dann schließt man dieses Buch und merkt, dass es einen längst nicht mehr losgelassen hat. Denn die Geschichte endet nicht mit der letzten Seite. Sie beginnt genau dort, wo man selbst wieder fühlt, vertraut, hofft und spürt, dass etwas im Inneren neu erwacht ist – ein leises, stärkeres Feuer, das bleibt.
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