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Kafka Die frühen Jahre

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.09.2014

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

23,2/16,1/4,7 cm

Gewicht

894 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-075130-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Stachs Kafka-Biografie ist das Meisterwerk eines Berufenen, der ohne Eitelkeit in minutiösen Beobachtungen und in leichtem und schwingenden Ton erzählt. ("Neue Zürcher Zeitung")
[…] das reine Vergnügen […] ein Epos, streng auf Fakten und Forschung basierend. ("Der Spiegel")
Reiner Stach hat in einer bisher nicht gekannten Bildauflösung die frühen Jahre Kafkas, sein Leben in einer Kaufmannsfamilie, durchleuchtet. ("3Sat Kulturzeit")
Stach knüpft, virtuos und einfühlsam schreibend, an die hochgelobten ersten beiden Bände an. ("dpa")
Ein Ereignis. […] Ein kühnes, schier wahnsinniges Unternehmen […] atmosphärisch dicht, voll Kolorit ("Der Tagesspiegel")
[…] grandioses Panorama […]. ("Die Welt/Literarische Welt")
Dank seiner unermüdlichen Gelehrsamkeit, seines immensen Einfühlungsvermögens und seines leidenschaftlich-gewandten Stils, gelingt es Stach, zu vermitteln, wie es gewesen ist, Franz Kafka zu sein. ("The New York Review of Books")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.09.2014

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

23,2/16,1/4,7 cm

Gewicht

894 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-075130-0

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: [email protected]

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Ein Mythos bröckelt...

kingofmusic aus Bielefeld am 20.06.2016

Bewertungsnummer: 955237

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Wenn ich einen Irren vor mir sähe […] und er hätte eine fixe Idee, ich würde nicht lachen über ihn, denn ihm ist seine Idee ein Stück Leben.“ (Hugo Bergmann) (S. 208) Uff. Teil 1 ist geschafft. Teil 1 einer ambitionierten Annäherung an einen der kreativsten, jedoch unglaublich schwer bis gar nicht zu verstehenden Literaturpoeten des letzten Jahrhunderts. Die Rede ist natürlich von Franz Kafka. Es war immer ein Traum von mir, die 3-bändige Mammut-biografie von Reiner Stach über ihn zu lesen, weil ich schon immer wissen wollte, was oder wer hinter der Person Franz Kafka steckt, der mich schon mehr als ein halbes Leben lang mal mehr, mal weniger mit seinen Texten, seiner Poesie begeistert und begleitet. Und? Hat mich der erste Teil über die frühen Jahre von Franz Kafka der Person, dem Mythos, dem Rätsel näher gebracht? Ja und nein. Ganz verstehen wird man Kafka nie, aber nach Lektüre von „Die frühen Jahre“ kann man die (literarischen) Gedanken Kafkas zumindest etwas besser nachvollziehen. „Die frühen Jahre“ ist zwar der letzte der drei erschienenen, jeweils mehrere hundert Seiten dicken Wälzer, chronologisch befasst sich dieser Band aber mit dem Zeitraum 1883 bis 1910. Wir erleben also die Geburt von Franz, lesen von immer wieder wechselnden Ammen und ich war erschrocken, wie wenig sich Vater und Mutter um ihren Sohn gekümmert haben, weil das Geschäft seines Vaters immer im Vordergrund stand. Diesem Umstand, diesem frühen Verlust von elterlicher bzw. väterlicher Liebe (den Franz schon ganz früh gespürt und den er nie überwunden hat) haben wir z. B. Kafkas spätere literarische Abrechnung „Der Brief an den Vater“ zu „verdanken“. Überhaupt erleben wir auf der einen Seite aus nächster Nähe, auf der anderen Seite aber auch mit (angemessener) kritischer Distanz die Zeit der Schule, die Zeit der (komplizierten) Berufsfindung und die Zeit der ersten schriftstellerischen Gehversuche Franz Kafkas. Das meiste davon in wirklich lesenswerten und lehrreichen Kapiteln. Das bei solch einem Mammutwerk nicht immer alles Gold ist was glänzt, muss und sollte jedem klar sein. Manche Kapitel sind vielleicht etwas zu lang und ausschweifend geraten – in solchen Momenten ist dann das wissenschaftliche Pferd mit Reiner Stach durchgegangen und man hätte sich an der ein oder anderen Stelle gewünscht, dass die Passage gekürzt worden oder präziser bzw. kurzweiliger dargestellt worden wäre. Nichts desto trotz gibt es auch jede Menge Kapitel, die uns mit Witz und Charme den damaligen Zeitgeist bzw. das Lebensgefühl in Prag näherbringen und Reiner Stach vergisst dabei auch nie, uns von den politischen und gesellschaftlichen Hintergründen zu erzählen, so dass man einen (zeit-)geschichtlichen und politischen Kontext geliefert bekommt, in den man Taten und Erlebnisse Kafkas (besser) einordnen kann. Und so ist das Lesen von „Die frühen Jahre“ zu einem kurzweiligen und lehrreichen„Vergnügen“ geworden und ich freue mich bereits auf den zweiten Band!!!

Ein Mythos bröckelt...

kingofmusic aus Bielefeld am 20.06.2016
Bewertungsnummer: 955237
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Wenn ich einen Irren vor mir sähe […] und er hätte eine fixe Idee, ich würde nicht lachen über ihn, denn ihm ist seine Idee ein Stück Leben.“ (Hugo Bergmann) (S. 208) Uff. Teil 1 ist geschafft. Teil 1 einer ambitionierten Annäherung an einen der kreativsten, jedoch unglaublich schwer bis gar nicht zu verstehenden Literaturpoeten des letzten Jahrhunderts. Die Rede ist natürlich von Franz Kafka. Es war immer ein Traum von mir, die 3-bändige Mammut-biografie von Reiner Stach über ihn zu lesen, weil ich schon immer wissen wollte, was oder wer hinter der Person Franz Kafka steckt, der mich schon mehr als ein halbes Leben lang mal mehr, mal weniger mit seinen Texten, seiner Poesie begeistert und begleitet. Und? Hat mich der erste Teil über die frühen Jahre von Franz Kafka der Person, dem Mythos, dem Rätsel näher gebracht? Ja und nein. Ganz verstehen wird man Kafka nie, aber nach Lektüre von „Die frühen Jahre“ kann man die (literarischen) Gedanken Kafkas zumindest etwas besser nachvollziehen. „Die frühen Jahre“ ist zwar der letzte der drei erschienenen, jeweils mehrere hundert Seiten dicken Wälzer, chronologisch befasst sich dieser Band aber mit dem Zeitraum 1883 bis 1910. Wir erleben also die Geburt von Franz, lesen von immer wieder wechselnden Ammen und ich war erschrocken, wie wenig sich Vater und Mutter um ihren Sohn gekümmert haben, weil das Geschäft seines Vaters immer im Vordergrund stand. Diesem Umstand, diesem frühen Verlust von elterlicher bzw. väterlicher Liebe (den Franz schon ganz früh gespürt und den er nie überwunden hat) haben wir z. B. Kafkas spätere literarische Abrechnung „Der Brief an den Vater“ zu „verdanken“. Überhaupt erleben wir auf der einen Seite aus nächster Nähe, auf der anderen Seite aber auch mit (angemessener) kritischer Distanz die Zeit der Schule, die Zeit der (komplizierten) Berufsfindung und die Zeit der ersten schriftstellerischen Gehversuche Franz Kafkas. Das meiste davon in wirklich lesenswerten und lehrreichen Kapiteln. Das bei solch einem Mammutwerk nicht immer alles Gold ist was glänzt, muss und sollte jedem klar sein. Manche Kapitel sind vielleicht etwas zu lang und ausschweifend geraten – in solchen Momenten ist dann das wissenschaftliche Pferd mit Reiner Stach durchgegangen und man hätte sich an der ein oder anderen Stelle gewünscht, dass die Passage gekürzt worden oder präziser bzw. kurzweiliger dargestellt worden wäre. Nichts desto trotz gibt es auch jede Menge Kapitel, die uns mit Witz und Charme den damaligen Zeitgeist bzw. das Lebensgefühl in Prag näherbringen und Reiner Stach vergisst dabei auch nie, uns von den politischen und gesellschaftlichen Hintergründen zu erzählen, so dass man einen (zeit-)geschichtlichen und politischen Kontext geliefert bekommt, in den man Taten und Erlebnisse Kafkas (besser) einordnen kann. Und so ist das Lesen von „Die frühen Jahre“ zu einem kurzweiligen und lehrreichen„Vergnügen“ geworden und ich freue mich bereits auf den zweiten Band!!!

Kafkas Einverständnis

Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 08.12.2014

Bewertungsnummer: 479804

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Würde von Franz Kafka ein Einverständnis zu diesem abschließenden Werk seiner Biographie über die frühen Jahre abverlangt werden, er würde sie ruhigen Gewissens geben. Stach, das weiß man zwischenzeitlich schon, entpuppt sich als akribischer Kenner der Materie. Und dies in einer Form, von der selbst ein Imre Kertész voll der Begeisterung war. "Das Beste was man in diesem Genre schreiben kann" lautete sein Urteil, zwar bezogen auf die vorhergegangenen Teile der Biografie, was aber auch für den nunmehr abschließenden Band seine Gültigkeit hat.

Kafkas Einverständnis

Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 08.12.2014
Bewertungsnummer: 479804
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Würde von Franz Kafka ein Einverständnis zu diesem abschließenden Werk seiner Biographie über die frühen Jahre abverlangt werden, er würde sie ruhigen Gewissens geben. Stach, das weiß man zwischenzeitlich schon, entpuppt sich als akribischer Kenner der Materie. Und dies in einer Form, von der selbst ein Imre Kertész voll der Begeisterung war. "Das Beste was man in diesem Genre schreiben kann" lautete sein Urteil, zwar bezogen auf die vorhergegangenen Teile der Biografie, was aber auch für den nunmehr abschließenden Band seine Gültigkeit hat.

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