Produktbild: James Baldwin

James Baldwin Der Zeuge. Ein Porträt

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Abbildungen

mit 20 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

233

Maße (L/B/H)

22,3/14,7/3 cm

Gewicht

447 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81369-6

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Abbildungen

mit 20 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

233

Maße (L/B/H)

22,3/14,7/3 cm

Gewicht

447 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81369-6

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    12.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Annäherung an einen großen Schriftsteller

    Um James Baldwin kommt man in diesem Jahr kaum herum, wäre er doch im August 100 Jahre alt geworden – ein Grund, sich intensiver mit seinem Werk zu befassen. René Aguigah porträtiert Baldwin an seinen Texten entlang, er zeigt ihn im Spannungsfeld zwischen Autor und Aktivist. Dabei verdeutlicht er, dass Baldwin sich nie hat vereinnahmen lassen, er sah sich selbst als Zeugen, als jemand, der sieht, was passiert, und über das Geschehene reflektiert. „James Baldwins große Themen, Rassismus und Sexualität, Liebe und Hass, finden sich in all seinen Texten – die wiederum in verschiedenen Gattungen verfasst sind, vor allem als Romane und Essays.“ Ich muss gestehen, dass ich bisher nur zwei seiner Romane gelesen habe – Giovanni’s Room und Von dieser Welt (Go Tell it to the Mountain) – und während ich beide sprachlich und stilistisch großartig fand, hat mich bei ersterem doch die misogyne Darstellung der im Roman enthaltenen Frauen oder als weiblich dargestellten Personen gestört. Das mag der entsprechenden Figurenzeichnung geschuldet sein, betrachtet der Protagonist doch seine eigene Homosexualität ganz im Sinne der damaligen Mehrheitsgesellschaft als verachtenswert, doch auch in einem Interview, das Nikki Giovanni 1971 mit Baldwin geführt hat, geht er nie auf ihre Versuche ein, den Fokus des Gesprächs auf die verschiedenen Herausforderungen der Schwarzen Frauen zu lenken. Anders ausgedrückt: Baldwin schien mir, wie im Prinzip alle Menschen, auch jemand mit blinden Flecken zu sein. Deshalb war ich sehr gespannt, wie er in diesem Buch dargestellt wird. Zum Glück widersteht René Aguigah der Versuchung, Baldwin als unfehlbaren Heiligen zu zeigen, stattdessen beschreibt er ihn in all seiner Zerrissenheit und in seinen verschiedenen, sich manchmal widersprechenden Rollen. Auch wenn Baldwin sich vornehmlich als Literat sah, wurde er doch vor allem in den USA für seinen Aktivismus bekannt. Und obwohl er sich einmischte, Vorträge hielt und engagiert war, blieb er doch immer auch ein Beobachter von außen, ein Zeuge eben. René Aguigah gelingt in diesem Buch das Kunststück, Baldwin selbst in seinen Texten zu verorten, ohne dabei Rücksicht darauf zu nehmen, ob es sich um Prosa oder Essays handelt. Dadurch schafft er es, eine große Nähe zu Baldwin aufzubauen, ihn in all seinen Widersprüchen zu sehen und gleichzeitig die Liebe und Empathie zu spüren, die so wichtig für all seine Werke waren, aber auch für sein Leben an sich. Und obwohl alle Texte genau unter die Lupe genommen und Interpretationsräume geöffnet werden, man also meinen könnte, jetzt alles darüber zu wissen, möchte ich nun nach Beenden des Buches möglichst viel von Baldwin lesen. Und sehr gern René Aguigah über Baldwin sprechen hören. Ein wirklich großartiges Buch, nicht nur für Menschen, die schon einen Zugang zu James Baldwin und seinem Werk haben.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    29.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein beeindruckendes Leben

    Hierbei handelt es sich nicht um eine klassische Biografie, sondern um wichtige Kapitel und Themen, die James Baldwin sein Leben lang beschäftigten und in seinen Romanen und Essays verarbeitet wurden. Der Autor der Biografie erzählt anhand von Baldwins Werken sein Leben und vergleicht die Protagnost*innen und deren Handeln mit Baldwins selbst, eingebettet in den historischen Kontext. Deutlich wird dargelegt, welche Themen für Baldwin wichtig waren: sein Aktivismus in der Bürger*innenrechtsbewegung, (Homo)Sexualität und das Schreiben. In der Auseinandersetzung mit diesen drei Themen werden sein literarisches Werk, sein Exilleben und seine Reden analysiert. Baldwin wollte nie nur als Schriftsteller verstanden werden, sondern vor allem als Zeuge, als „Schwarzer Mensch in der Mitte des Jahrhunderts“. Ein großartiges Buch einer wichtigen Stimme des vorigen Jahrhunderts, die am 2. August ihren 100. Geburtstag feiern würde.

  • BücherändernLeben

    aus Alt Ruppin

    5/5

    10.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aktivist und Autor trafen…

    Aktivist und Autor trafen sich in James Baldwin Pünktlich zum 100. Geburtstag erscheint nun ein Porträt zu James Baldwin. Es ist keine herkömmliche Biografie, aber der Titel dieses Buches lautet ja auch: James Baldwin Der Zeuge. Folgt man diesem Konzept wird man sofort hineingezogen in den amerikanischen Alltag des James Baldwin. Und auch wenn die Jahrzehnte seines Alltags längst Geschichte geworden sind, so sind seine großen Themen doch gleich geblieben und werden sich wohl mit der absehbaren Wiederwahl von Trump noch verschärfen. James Baldwin war ein aufmerksamer Beobachter. Er nahm den Alltagsrassismus wahr und erlebte ihn immer wieder auch selbst. Der großartige schwarze Autor Baldwin war schwul und nahm kein Blatt vor den Mund, dies war für viele ein weiterer Grund ihn zu hassen. Aber Baldwin nahm den Kampf auf. Er traf auf prominente politische Mitstreiter und wurde so zum politischen Aktivisten. Der Autor René Aguigah beschreibt den Werdegang von James Baldwin und zeigt ihn als Autor und eben auch als Aktivist. So erlebe ich Baldwin mitten in seiner amerikanischen Gesellschaft, in der Schwarze und Schwule bis heute einen schweren Stand haben. René Aguigah beschreibt dann einzelne Romane von Baldwin. Viele dieser Romane spielgeln den amerikanischen Alltag und mir wird klar, warum im Titel so viel Wert auf den Zusatz Der Zeuge gelegt wird. Für mich gehören die Romane von James Baldwin seit Jahren zur Lektüre. Glücklicherweise veröffentlicht DTV immer wieder Romane von James Baldwin. Dieses Porträt würdigt James Baldwin hervorragend und zeigt, dass sein Kampf noch lange nicht beendet ist.

  • Mrs.Moriarty

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    29.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr wissenschaftlicher Zugang zu James Baldwins Werk

    Ich hatte schon länger vor mich irgendwie mit James Baldwin und seinem Werk auseinander zu setzten, da kam mir diese neue Biografie gerade recht. Zu mal der Autor den Zugang zu Baldwin vor allem darüber sucht, im Grunde sein Werk zu lesen und es mit der Biografie in Zusammenhang zu setzen. Das Ganze ist daher auch eher keine normale Biografie, sondern besteht aus einzelnen Essays die im Fokus Baldwins Werk haben. Man kann diese daher sogar jeweils losgelöst lesen, um sich einem ganz bestimmten Abschnitt seines Lebens und vor allem eben seiner Werke zu widmen.  Letzend Endes kommt es auch so ein bisschen darauf an, was man konkret sucht. Wer wie ich irgendeinen Zugang zu Baldwin sucht, findet hier sicher auch Ansätze, wer aber eher eine klassische Biografie lesen möchte ist hier meiner Meinung nach eher falsch. Auch weil “Der Zeuge” eher eine wissenschaftliche Abhandlung ist und kein leicht zugängliches Sachbuch. Wer Spaß an dieser Art Texte hat, freut sich bestimmt. Aber persönlich würde ich tatsächlich eher abraten, es sei denn man sucht genau dieser Art von wissenschaftlicher Einordnung.  James Baldwin sah sich laut als Zeuge seiner Zeit, der sieht was passiert und darüber schreibt und auch die Erinnerung an Menschen die er getroffen hat am Leben halten möchte. Ein Schriftsteller geprägt von Autoren wie Henry James auf der einen Seite, aber eben ganz konkret auch als Schwarzer Homosexueller in den USA, wärend der Rassentrennung und Diskriminierung von Queeren Menschen. Das prägt sein Schreiben, ob er das wollte oder nicht. Und das macht ihn noch heute gerade deshalb zu einem der wichtigsten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts.  Mich hat Baldwin tief beeindruckt. Auch wegen der Menschen mit denen er zu tun hatte (etwa Malcom X, Martin Luther Kind, Maya Angelou, Toni Morrison) , mit den Fragen die sein Werk durchzieht hat er einer Generation eine Stimme verliehen und gleichzeitig war er Zeuge genau dieser Umbrüche und scheint nie ganz sicher zu sein, wie er ganz persönlich reagieren soll.  Am Ende bleibt für mich die Frage noch offen, ob ich seine Bücher lesen werde. Momentan habe ich den Eindruck das ich sein Leben eigentlich spannender finde, als seine gesammelten Werke. Andererseits denke ich, das man ihn nur komplett sehen kann, wenn man beides im Blick hat. 

  • Bewertung

    aus Ahrensburg

    4/5

    09.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannendes Porträt eines außergewöhnlichen Schriftstellers

    James Baldwin gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Da ich bisher noch nicht sehr viel über den US-Schriftsteller wusste, habe ich mich mit großer Neugier diesem Porträt gewidmet. James Baldwin war schwarz und schwul und das in einem Land das beidem nicht viel abgewinnen konnte. In seinen Romanen und Essays führt er die Gesellschaft auf, verarbeitet Eindrücke und zeigt Einblicke und Gefühle, die manchen ganz fremd waren. Kein Wunder das seine Schriften ihn berühmt machen. Doch wer war der Mann hinter "Ein anderes Land" und "Von dieser Welt"? James Baldwin (1924-1987) lernt man in diesem Buch auf jeden Fall etwas besser kennen, gleichzeitig erfährt man welche Wirkung seine Arbeiten auf andere hatten. Seine Werke, dass wurde mir erst bei der Lektüre dieses Buches deutlich, spiegeln das 20. Jahrhundert in all seiner Deutlichkeit wider und sind somit eigentlich kaum als zeitlos zu betrachten. Dennoch haben sie noch immer ihren eigenen Reiz und diese sprachliche Wucht, die sie zu etwas ganz besonderen macht. Ich hatte zuvor nur recht wenige Texte Baldwins gelesen, doch umso interessanter wurde dieses Buch für mich. Hier habe ich einige spannende Einblicke in Baldwins Leben und Arbeiten erhalten. Sein Leben als Autor und Aktivist, wie auch seine Homosexualität, die sich auch in seinen Büchern widerspiegelt. Ich habe einige wertvolle Einblicke in die damalige Gesellschaft, den Umbruch wie auch über Baldwin selbst erhalten. Eine spannende Lektüre.

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  • Produktbild: James Baldwin
  • 1 Einleitung:
    Ein Zeitgenosse?

    2 «Ich pflückte die Baumwolle» –
    Autor und Aktivist

    3 «Angst vor dem Gestank der Liebe» –
    Fiction und Nonfiction

    4 «Nicht alle Kinder des Sheriffs sind weiß» –
    partikular und universal

    5 «Unmöglich, nicht zu leiden» –
    Erinnerung

    6 Schluss:
    Der Zeuge

    Dank
    Anmerkungen
    Literaturverzeichnis und Quellen
    Bildnachweis
    Personenregister