Die Tagesschau ist die wichtigste Nachrichtenmarke des Landes. Millionen Menschen informieren sich täglich bei ihr. Doch immer mehr Zuschauer beklagen eine einseitige Berichterstattung: Über die Flüchtlingskrise, die Coronazeit, den Klimawandel oder die Kriege in Gaza und der Ukraine. Alexander Teske hat sechs Jahre bei der Tagesschau die Themen der Sendungen geplant. In seinem Blick hinter die Kulissen zeigt er wie Karrieristen, Machtkämpfe und politische Überzeugungen die Sendung prägen. Teske hinterfragt die Nähe zur Politik, die Rolle der Experten und den Umgang mit der AfD. Er zeigt, womit die Tagesschau in den sozialen Medien erfolgreich ist, warum dem Sport, Unwettern und den Royals der rote Teppich ausgerollt wird und immer öfter Kurzatmigkeit zu Fehlern führt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
16.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Man hat es schon geahnt
Ein sehr spannender Einblick in die Arbeit des ÖRR. Wer hinter den Vorhang schauen möchte, kann mit diesem Buch einen ersten Blick wagen. Ich habe vieles geahnt, doch es hat mich schockiert es schwarz auf weiß zu lesen.
Bewertung
5/5
17.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Der ÖRR in dieser Form gehört abgeschafft
Der Autor zeigt aus seiner eigenen Erfahrung und Perspektive auf, was schief läuft läuft im ÖRR. Wer dieses Buch liest, wundert sich nicht über die aktuellen Vorgänge beim NDR um die junge Moderatorin Julia Ruhs, die von ihren links woken "Kollegen" rausgemobbt und von der Senderspitze weder unterstützt geschweige geschützt wird. Dieses wiederum macht die Aussagen von Alexander Teske über die Zustände bei der Tagesschau/ARD nur noch glaubhafter.
Bewertung
5/5
07.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Bestätigung einer traurigen Vermutung
Mit diesen Schilderungen schließt sich ein Kreis der bereits vermuteten selektierten Meinungsmache. Mit Koffein oder Valium soll ein ganzes Volk aufgehetzt oder beruhigt werden, wie es gerade von Nöten ist. Danke für die Bestätigung, dass es sich lohnt auch andere Quellen für die Meinungsbildung zu nutzen. Es passt ins Bild, der Bürger wird veräppelt. Dafür werden noch Gelder eingezogen.
VolkerM
5/5
21.02.2025
Buch (Taschenbuch)
„Welchen Platz eine Meldung…
„Welchen Platz eine Meldung in der Sendung hat, ob sie am Anfang steht oder am Schluss, richtet sich nach der Wichtigkeit des Themas. Die Relevanz einer Nachricht bestimmt Platz und Länge des Beitrags.“ – soweit die Selbstdarstellung der Tagesschau über ihre Arbeit. Doch wer die Tagesschau in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, wird eine Boulevardisierung der Nachrichten bemerkt haben. Aufmacher werden zu Nachrichten (z.B. ein Sturz bei der Tour de France, also der sprichwörtliche „Sack Reis in China“), die dem selbsternannten Anspruch widersprechen: „Sachlich, knapp, präzise, umfassend und journalistisch kompetent“ sollen Nachrichten in der Tagesschau sein. Relevante Nachrichten werden auch schon mal herausgefiltert, wenn sie nicht „in den Kram passen“, wie Alexander Teske in seinem Buch „inside Tageschau“ an zahllosen Beispielen belegt. Der Journalist weiß, wovon er spricht, denn er war sechs Jahre lang Redakteur bei der Tagesschau in Hamburg. Dies ist aber nicht der einzige Kritikpunkt, den Teske an der Tagesschau und im weiteren Sinne am öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) hat. Er übt deutliche Kritik an der Arbeitsweise verschiedener Akteure, insbesondere der Chefredakteure und Chefs vom Dienst. Wiederkehrende Muster bei der Zusammenstellung und Priorisierung von Themen und eine interessengesteuerte Auswahl von Kommentatoren und Experten deuten auf eine einseitige und linkslastige Berichterstattung hin. Seine Beispiele sind überzeugend und lassen endgültig an der Neutralität der „Institution“ Tagesschau zweifeln. Es ist also nicht nur ein Gefühl, sondern ein strukturelles Problem. Teskes Fazit: „Es besteht aus Sicht von Experten, Wissenschaftlern und Journalisten Handlungsbedarf.“ Alle im Buch angesprochenen Themen (Arbeitsklima, Wording, Vermeidung bestimmter Begriffe (Framing), tendenziöse Berichterstattung, „Experten“wahl, Verhältnis zur Politik, AfD, Migration, Einschaltquoten, Fake News, Gender, Fehlerkultur usw.) werden seinen gemachten Erfahrungen hinterlegt. Dabei sind seine Analysen stets sachlich und nicht polemisch. Er äußert viel Kritik, weist andererseits aber auch klar auf unhaltbare Vorwürfe hin. Besonders interessant fand ich die Schlussbemerkung des „Nestbeschmutzers“ in Bezug auf das zuletzt häufige Tagesschau-Bashing in den Medien. „Warum fallen halbwahre Anschuldigungen aber auf derart fruchtbaren Boden? Weil man es der ARD und der Tagesschau zutraut.[...] Und das ist tatsächlich auch ein Ergebnis der Berufsauffassung zahlreicher Redakteure im ÖRR. Sie verstehen sich nicht als objektive Berichterstatter, sondern als Aktivisten“ oder, wie sie selbst sagen, als „Journalisten mit Haltung“. Klingt zwar besser, ist aber letztlich eine berufliche Bankrotterklärung. Hans Joachim Friedrich hat einmal gesagt: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“. Doch die „Kunden“ des ÖRR, also wir, zeigen sich zunehmend genervt vom Aktivismus und der rot-grünen Filterblase. Teske hat meine Beobachtungen gegenüber der Tagesschau und anderen Sendungen im ÖRR auf ganzer Linie bestätigt und mir gezeigt, wie wichtig Medienkompetenz in der heutigen Zeit ist. Die Tagesschau als Leitmedium existiert nicht mehr. Nachrichten sollte man immer (und auf allen Kanälen) mit einer gesunden Portion Skepsis begegnen, ohne ihren Machern pauschal zu misstrauen. Nur wo ist die Grenze, ab der Misstrauen gerechtfertigt ist?
Bewertung
5/5
21.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Sehr empfehlenswert
In diesem Buch wird auf ca 300 Seiten sehr detailliert und mit Fachwissen durch eine bestätigte Quelle einen 6 jährigen Tagesschau Mitarbeiter erzählt was alles in der beliebtesten Nachrichten Sendung der deutschen falsch läuft
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