Geteilte Landschaft Sozioökonomische Entwicklungen in der thüringischen und hessischen Rhön 1945–1961
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
15.06.2026
Verlag
Böhlau KölnSeitenzahl
221
Maße (L/B/H)
23,5/16/2,2 cm
Gewicht
514 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-412-53443-1
Die Rhön stellt mit ihrer mehrheitlich katholisch geprägten Bevölkerung sowohl in Thüringen als auch in Hessen eine Besonderheit dar. Bis 1945 spielte die Landesgrenze in der Region aufgrund der ehemaligen Zugehörigkeit zum Fürstbistum Fulda und der engen sozialen und wirtschaftlichen Verflechtungen kaum eine Rolle. Die Einrichtung der Demarkationslinie, die später die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten bildete, veränderte den Alltag und die Beziehungen der Menschen im Grenzgebiet zwischen Geisa (Thüringen) und Hünfeld (Hessen) nachhaltig. Alte Netzwerke verloren ihre Bedeutung und die unterschiedlichen Systeme wirkten sich auf das soziale und politische Leben in den Gemeinden aus. Dennoch blieben in der landwirtschaftlich geprägten Rhön grenzübergreifende Kontakte ungewöhnlich lange bestehen und endeten oft erst mit der vollständigen Grenzschließung 1961. Gleichzeitig bildete sich in diesen eineinhalb Jahrzehnten auf beiden Seiten ein dezidiertes Bewusstsein, in einem Grenzgebiet zu leben und sich mit den daraus resultierenden Einschränkungen zu arrangieren.
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