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Franz Schubert
Ein volkstümlicher Unbekannter in den Augen der Nachwelt
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Zu Lebzeiten Schuberts wurden nur etwa 100 seiner Werke gedruckt; bald nach seinem Tode wurde es still um ihn. Die Haushälterin eines Freundes heizte den Ofen mit seinen Manuskripten. Erst ein Jahrzehnt nach Schuberts Tod entdeckte Schumann die "große" C-Dur-Symphonie, allmählich fanden seine Lieder durch Liszts Klavierparaphrasen Eingang in die Konzertsäle. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entriß Johann Herbeck die "Unvollendete" der Vergessenheit, die heutige Form des Liederabends begann sich durchzusetzen, und die Musikwissenschaft korrigierte das Klischeebild vom "Liederfü...
Zu Lebzeiten Schuberts wurden nur etwa 100 seiner Werke gedruckt; bald nach seinem Tode wurde es still um ihn. Die Haushälterin eines Freundes heizte den Ofen mit seinen Manuskripten. Erst ein Jahrzehnt nach Schuberts Tod entdeckte Schumann die "große" C-Dur-Symphonie, allmählich fanden seine Lieder durch Liszts Klavierparaphrasen Eingang in die Konzertsäle. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entriß Johann Herbeck die "Unvollendete" der Vergessenheit, die heutige Form des Liederabends begann sich durchzusetzen, und die Musikwissenschaft korrigierte das Klischeebild vom "Liederfürsten". Im Gegensatz dazu wurde Franz Schubert schon vor dem "Dreimäderlhaus" zum unglücklich verliebten Operetten- und später auch Filmhelden. Dieses Schubert-Bild hat sich in den letzten Jahrzehnten so sehr gewandelt, daß man sich auch nicht scheut, ihn als Homosexuellen zu vermarkten.