New York, 1927: Nachdem Evie O’Neill durch ihre besondere Fähigkeit, Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer zu entlocken, einen Serienkiller zur Strecke gebracht hat, ist sie zur landesweiten Berühmtheit avanciert. Während sie ihren Ruhm als America’s Sweetheart in ihrer eigenen Radioshow genießt, braut sich das Unheil über New York und dem ganzen Land zusammen: Mehr und mehr Leute fallen einer mysteriösen Schlafkrankheit zum Opfer. Die Ärzte sind ratlos, eine medizinische Ursache ist nicht zu finden. Jetzt ruht alle Hoffnung auf den Diviners, denn sie können in die Träume anderer Menschen eindringen und so hoffentlich die Ursache der Krankheit identifizieren und ausschalten. Doch was sie dort vorfinden, übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen…
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Nach den Ende von Band 1 musste ich sofort mit Band 2 weiter machen. Diese Serie ist einfach so gut!
Shu_liest_Buecher am 08.02.2026
Bewertungsnummer: 3039945
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In diesem Band liegt der Fokus nicht mehr auf Evie, sondern auf Ling und Henry, die beide als Traumwandler in den Traumwelten unterwegs sind. Ling ist emotional zurückhaltend, misstrauisch und braucht Zeit, anderen Menschen gegenüber Vertrauen aufzubauen. Zeitgleich befällt eine Schlafkrankheit, in der Menschen einfach nicht mehr aufwachen und sterben, vor allem Menschen in und um Chinatown. Es ist vor allem Lings wissenschaftlichem Forschungsdrang zu verdanken, die richtigen Schlüsse zu ziehen und ebtsprechende Entscheidungen zu treffen.
Henry bekommt in diesem Band Tiefe, indem wir seine Vergangenheit kennenlernen. Er ist ein gefühlvoller, verzweifelter Mensch mit formvollendeten Manieren, der sich Gedanken um Mitmenschen macht. Durch seine Verzweiflung verliert er fast sich selbst und ist damit ein perfektes Opfer.
Zeitgleich werden Probleme der Zeit geschickt in die Geschichte eingewoben: Rassenhygiene, der Chinese Discrimination Act, Sexismus und Homophobie... Und die Diviners haben damit auch abseits der sprotagonisten alle auf ihre Weise zu kämpfen. Untereinander herrscht weiterhin die unerschütterliche Akzeptanz, die wir aus dem ersten Band kennen.
Dieser Band ist gruseliger als der erste, gleichzeitig auch langsamer durch die Art der teils schaurigen Traumwelten. Leider kommt zur Mitte des Buches dadurch eine gewisse Langatmigkeit auf. Die fehlende Action wird durch gruselige Träume ersetzt, die einem Nachts manchmal das Licht anmachen lassen. Ist da jemand...?
Das ganze Buch liest sich, wie schon bei Band 1, wie eine amerikanische Mystery Serie voller Action, Spannung und zwischenmenschlichen Dramen und Beziehungen. Klare Leseempfehlung, 4,5 Sterne
Die dunklen Schatten der Träume
NiWa am 26.08.2016
Bewertungsnummer: 967985
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
New York, Ende der 20er-Jahre. Die USA ist den Diviners verfallen. Während sich im Untergrund das Böse zusammenbraut, drängen immer mehr übernatürlich begabte Personen in den Schein der Öffentlichkeit. Natürlich ist Evie ONeill vorne dabei, die es sich mit ihrem Geltungsdrang nicht nehmen lässt, ganz New York mit ihren Kräften zu bezaubern und nebenher von einer Party zur nächsten hetzt.
Es handelt sich um Band 2 der Diviners-Reihe von Libba Bray. Während mich der Reihenauftakt nur mäßig für sich einnehmen konnte, habe ich diesmal so richtig begeistert das Buch zugeklappt.
Die Autorin hat ein außerordentlich komplexes Werk geschaffen, in dem sie sehr viele Themen kombiniert und mich mit einem rundherum stimmigen Bild auf der Stelle mitreissen konnte, sodass ich das Buch kaum weglegen konnte.
Im Vordergrund stehen die aus Teil 1 bekannten Mystery-Elemente, die diesmal erweitert wurden. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Wertvorstellungen, die Einwanderungsproblematik und die Ausgrenzung von Randgruppen thematisiert.
Erzählerischer Rahmen sind die Golden Twenties. Hier zeigt die Autorin ein atemberaubendes Talent, den Leser in diese Zeit zu versetzen. Nicht nur, dass man sich das New York dieser Zeit bildhaft vorstellen kann, sondern man bekommt sogar ein Gefühl dafür, was die Menschen damals bewegt hat. Denn mit der ersten Seite findet man sich im Flair dieser Zeit wieder: ausufernde Partys, Aufbruchsstimmung und der alles übergreifende Hang zur Maßlosigkeit sind genauso vertreten wie die moralischen Grenzen, weil sich zwar langsam viele Wertvorstellungen wandeln, doch trotzdem weit vom gegenwärtigen Niveau entfernt sind.
Hier nimmt Libba Bray die Beziehungsebene rein. Dabei hat es mir wahnsinnig gut gefallen, dass die Autorin nicht auf die Kitschdrüse drängt, sondern diese Beziehungen als Spiegel der 20er-Jahre darstellt. Zum Beispiel gibt es eine weiße Frau und einen schwarzen Mann sowie zwei Männer, auf die - realistisch betrachtet - in dieser Zeit keine hoffnungsvolle Zukunft wartet.
Dieser 2. Teil der Diviners ähnelt erneut einem Krimi und beinhaltet daher einen Fall, den es zu lösen gilt. Das Übernatürliche hat sich im New Yorker Untergrund zusammengedrängt und eine mysteriöse Schlafkrankheit treibt in der Stadt ihr Unwesen, was u.a. zu einer Quarantäne in China Town führt. Die Ereignisse rund um diese Erkrankung sind sehr spannend und faszinierend aufgebaut und ich habe bisher von keinem ähnlich verarbeiteten Thema gelesen. Die Mystery-Elemente kommen dabei nicht zu kurz. Dabei muss ich zugeben, dass ich mich diesmal einige Male richtig gegruselt habe, als ich mich im albtraumhaften New Yorker Untergrund befand und von abscheulich geratenen Wesen bedroht wurde.
Die meisten handelnden Figuren sind bereits aus dem 1. Band bekannt. Allerdings ist Evie ONeill - diese unangenehme Person, die einem ordentlich auf die Nerven geht - nicht mehr ganz so sehr im Vordergrund. Diesmal nehmen Theta und Henry die Rollen der Protagonisten ein, die beide sehr sympathische Charaktere sind und sich neben der beruflichen Tätigkeit in einem Varieté ihrer Vergangenheit stellen.
Libba Bray lässt den Leser in das historische New York versinken. Sie zeigt auf damalige Innovationen, aus denen nichts geworden ist, und lenkt den Blick auf interessante Gebäude, die sich im Lauf der Zeit verändert haben oder abgebrannt sind. Ich mag es, wie sie einen nostalgischen Blick auf Gebäude, Personen und Ereignisse wirft und gleichzeitig der Geschichte Spannung gibt.
Mit den 2. Band von The Diviners konnte mich Libba Bray nicht nur überzeugen, sondern es ist ein Buch, das mich so richtig begeistert hat. Ausgezeichnet erarbeitete Figuren, eine spannende Handlung, der alles umschließende historische Flair und die wirklich gruseligen Mystery-Elemente haben mich durch das Buch getragen und haben meine Vorfreude auf den nächsten Band angeheizt.
The Diviners - die Reihe:
1) The Diviners. Aller Anfang ist böse
2) The Diviners. Die dunklen Schatten der Träume
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