Produktbild: Der Bahnhof von Finnentrop

Der Bahnhof von Finnentrop Eine Reise ins Carl Schmitt Land

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.03.2008

Abbildungen

mit zahlreichen Abbildungen 22,5 cm

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

22,6/14,5/4,6 cm

Gewicht

742 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88221-704-9

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.03.2008

Abbildungen

mit zahlreichen Abbildungen 22,5 cm

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

22,6/14,5/4,6 cm

Gewicht

742 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88221-704-9

Herstelleradresse

MSB Matthes & Seitz Berlin Verlagsgesellschaft mbH
Großbeerenstr. 57A
10965 Berlin
Deutschland
Email: info@matthes-seitz-berlin.de
Url: www.matthes-seitz-berlin.de
Telephone: +49 30 77059860

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Carl Schmitt, ein Universalgelehrter und Opportunist

Werner Jaroschek aus Duisburg am 12.01.2009

Bewertungsnummer: 593761

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Christian Linder: Der Bahnhof von Finnentrop Carl Schmitt- ein Universalgelehrter und Opportunist Einen höchst ungeschickten Buchtitel hat Linder gwählt. Wer vermutet schon hinter ‚Bahnhof von Finnentrop’ eine Biographie des höchst umstrittenen, aber auch hoch qualifizierten Juristen Carl Schmitt, wenn er nicht auf den Untertitel achtet? Schmitt war es, der nach der Hitlerschen Mordaktion gegen Röhm und viele andere im Jahre 1934 nachträglich die juristische Rechtfertigung lieferte: „ Der Führer schützt das Recht.“ Nach 1945 spielte Schmitt offiziell keine Rolle mehr, inoffiziell blieb er jedoch ein gefragter Berater vieler Politiker und ein gesuchter Gesprächspartner vieler Prominenter. Faszinierend, was für eine überragende und vielseitig gebildete Persönlichkeit Schmitt war, der aus seinem Wissen heraus all seine oft höchst widersprüchlichen Auffassungen so zu begründen wusste, dass er sich letztlich im Recht befand. Paranoide Züge hinderten ihn einzusehen, dass seine offizielle Kaltstellung nach 1945 durchaus berechtigt war. Linder erliegt offensichtlich dieser Geistigkeit Schmitts. Fasziniert geht er daher leider zu stark auf die phänomenale Breite der humanistischen , theologischen, philosophischen Bildung Schmitts ein. Dabei kommt der Jurist Schmitt, der dieser ja im Wesentlichen war, entschieden zu kurz weg. Linder belegt seine Aussagen über Schmitt viel zu stark mit Zitaten aus Schmitts vielen Werken. Nun ist Schmitt nicht leicht zu lesen, die aneinander Reihung von Zitaten macht es nicht leichter, ihn zu verstehen. Ein weiterer erheblicher Mangel des Buches ist das Fehlen von Absätzen, die es dem Leser erleichtern würden, eine Gedankenpause einzulegen. Wer sich ein Bild von der Persönlichkeit Schmitts machen will, wird das Buch mit Gewinn lesen. Aber besser wäre es sicher gewesen, Linder hätte sich kürzer gefasst, wäre stärker auch auf das rein juristische Wirken Schmitts eingegangen und hätte das alles mit eigenen Worten wiedergegeben. Selbst der Versuch, mit fiktiven Gesprächen und einer fiktiven Gerichtsverhandlung zu einer klaren Aussage zu kommen, wie Schmitt nun wirklich war, ist recht fragwürdig. Letztlich bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als nach dem Lesen sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Carl Schmitt, ein Universalgelehrter und Opportunist

Werner Jaroschek aus Duisburg am 12.01.2009
Bewertungsnummer: 593761
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Christian Linder: Der Bahnhof von Finnentrop Carl Schmitt- ein Universalgelehrter und Opportunist Einen höchst ungeschickten Buchtitel hat Linder gwählt. Wer vermutet schon hinter ‚Bahnhof von Finnentrop’ eine Biographie des höchst umstrittenen, aber auch hoch qualifizierten Juristen Carl Schmitt, wenn er nicht auf den Untertitel achtet? Schmitt war es, der nach der Hitlerschen Mordaktion gegen Röhm und viele andere im Jahre 1934 nachträglich die juristische Rechtfertigung lieferte: „ Der Führer schützt das Recht.“ Nach 1945 spielte Schmitt offiziell keine Rolle mehr, inoffiziell blieb er jedoch ein gefragter Berater vieler Politiker und ein gesuchter Gesprächspartner vieler Prominenter. Faszinierend, was für eine überragende und vielseitig gebildete Persönlichkeit Schmitt war, der aus seinem Wissen heraus all seine oft höchst widersprüchlichen Auffassungen so zu begründen wusste, dass er sich letztlich im Recht befand. Paranoide Züge hinderten ihn einzusehen, dass seine offizielle Kaltstellung nach 1945 durchaus berechtigt war. Linder erliegt offensichtlich dieser Geistigkeit Schmitts. Fasziniert geht er daher leider zu stark auf die phänomenale Breite der humanistischen , theologischen, philosophischen Bildung Schmitts ein. Dabei kommt der Jurist Schmitt, der dieser ja im Wesentlichen war, entschieden zu kurz weg. Linder belegt seine Aussagen über Schmitt viel zu stark mit Zitaten aus Schmitts vielen Werken. Nun ist Schmitt nicht leicht zu lesen, die aneinander Reihung von Zitaten macht es nicht leichter, ihn zu verstehen. Ein weiterer erheblicher Mangel des Buches ist das Fehlen von Absätzen, die es dem Leser erleichtern würden, eine Gedankenpause einzulegen. Wer sich ein Bild von der Persönlichkeit Schmitts machen will, wird das Buch mit Gewinn lesen. Aber besser wäre es sicher gewesen, Linder hätte sich kürzer gefasst, wäre stärker auch auf das rein juristische Wirken Schmitts eingegangen und hätte das alles mit eigenen Worten wiedergegeben. Selbst der Versuch, mit fiktiven Gesprächen und einer fiktiven Gerichtsverhandlung zu einer klaren Aussage zu kommen, wie Schmitt nun wirklich war, ist recht fragwürdig. Letztlich bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als nach dem Lesen sich ein eigenes Urteil zu bilden.

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