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Das Deckengemälde von George Pencz im Hirschvogelsaal zu Nürnberg
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Der im Jahre 1534 vollendete Hirschvogelsaal befand sich in einem Saalbau, den der Handelsherr Lienhard III. Hirschvogel an der Rückseite seines Wohnhauses in Nürnberg errichten ließ. Sein monumentales Deckengemälde, den "Sturz des Phaeton" darstellend, besitzt die Größe von 100 m². Schon seit längerem wurde der Dürer-Schüler Georg Pencz, einer der bedeutendsten Vertreter der Renaissancemalerei in Süddeutschland, als Schöpfer des Werkes vermutet. Die vorliegende Untersuchung kann diese These im Licht neuester Forschungsergebnisse eindrucksvoll belegen. Erstmalig wird das Figurenper...
Der im Jahre 1534 vollendete Hirschvogelsaal befand sich in einem Saalbau, den der Handelsherr Lienhard III. Hirschvogel an der Rückseite seines Wohnhauses in Nürnberg errichten ließ. Sein monumentales Deckengemälde, den "Sturz des Phaeton" darstellend, besitzt die Größe von 100 m². Schon seit längerem wurde der Dürer-Schüler Georg Pencz, einer der bedeutendsten Vertreter der Renaissancemalerei in Süddeutschland, als Schöpfer des Werkes vermutet. Die vorliegende Untersuchung kann diese These im Licht neuester Forschungsergebnisse eindrucksvoll belegen. Erstmalig wird das Figurenpersonal des Deckengemäldes vollständig identifiziert. Anhand von Detailvergleichen wird belegt, daß Pencz sich mit den italienischen Meistern und theoretischen Perspektivstudien auseinandersetzte und diese in seiner Bilderfindung verarbeitete.
Eine neue Deutung der Raumfunktion des Hirschvogelsaals rundet die Untersuchung ab. Die Studie zeigt, daß sich für das Deckenbild im Hirschvogelsaal eine singuläre kunstgeschichtliche Stellung ergibt. In seiner Perspektivik, Figurenbildung und Farbgebung nimmt es spätere Errungenschaften vorweg und stellt das erste Beispiel großformatiger Deckenmalerei nördlich der Alpen dar.
Eine neue Deutung der Raumfunktion des Hirschvogelsaals rundet die Untersuchung ab. Die Studie zeigt, daß sich für das Deckenbild im Hirschvogelsaal eine singuläre kunstgeschichtliche Stellung ergibt. In seiner Perspektivik, Figurenbildung und Farbgebung nimmt es spätere Errungenschaften vorweg und stellt das erste Beispiel großformatiger Deckenmalerei nördlich der Alpen dar.