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"Jäger und Hohepriester"
Wer hätte das gedacht: Es sind die ungewöhnlichen Ideen, die Neues schaffen. Es sind die Nonkonformisten, "die coolen Jäger", "die selbsternannten Hohepriester", die die neuen Trends setzen. Und da die Autoren als Zukunftsforscher firmieren, haben sie sich auf die Spur der Bunten Hunde begeben.
Denken, Brücken, Begriffe
Der erste Teil soll eine Schule des abseitigen Denkens sein. Im zweiten Teil wird eine Brücke geschlagen zwischen dem gesellschaftlichen Wandel und Veränderungen im Unternehmen. Hier führen die Autoren auch ihre Wortschöpfung ein. Die Rede ist von der Devox. Gemeint ist die Stimme der Devianz, der Geist abweichender Ideen, Produkte und
Menschen. Auf die Begriffsbestimmung schließlich folgt ein praktischer Teil, der den Managern das "Abweichlertum" schmackhaft machen soll und denen, die eine Karriere anstreben, erklärt, wie sie "bunte Hunde" werden könnten.
Narrenfreiheit
Wer sich durch die farbige Welt der bunten Hunde gearbeitet hat, auf den warten dann die praktischen Tipps: Das Finale bestehe darin, so die Autoren, dass es kein Finale gibt. Das Ziel sei die Transformation, nicht die einmalige Selbstdefinition (des Unternehmens). Ein Schelm muss man sein, ein Magier, ein Schamane und ein Visionär. Und der liebste unter den Außenseitern ist den Autoren der Narr, der die Leute immer schon unterhielt und ihnen die Wahrheit sagte. Das Schicksal schenkt dem die Narren die Gunst. Und Unternehmer sollten dies auch tun. Denn es sind die abweichenden Ideen, die ihnen den Erfolg bringen werden.
(Mathias Voigt)