• Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot

Brot Auf der Suche nach dem Duft des Lebens

6

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2017

Illustriert von

Alexandra Klobouk

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

277

Maße (L/B/H)

22/14,7/2,5 cm

Gewicht

487 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-17725-8

Beschreibung

Rezension

»Eine Geschichte, so anregend wie der Duft frischer Brötchen.« ("Bunte")
»Walter Mayers Buch Brot. Auf der Suche nach dem Duft des Lebens ist eine Ode an dieses Lebensmittel.« ("ZEITmagazin")
»Jene hintersinnigen Illustrationen, die Alexandra Klobouk zu dem beachtlichen Band beisteuert, sind ebenso heillos der Faszination Brot verfallen wie Mayers Lieblingsrezepte.« ("Weser-Kurier")
»[Walter Mayer] – Autor eines vor kurzem erschienenen Buches, in dem er tief und ebenso unterhaltsam wie lehrreich in die Welt des Brots eintaucht.« ("Berliner Zeitung")
»Das ist so gut recherchiert, flott geschrieben und atmosphärisch so zugespitzt, dass die Holzofen-Idylle schon fast aus dem Buch duftet.« ("Falter")
»Das Buch ist ein kulinarisches Erlebnis. Es ist die Mischung aus Zeitgeschichte, Kulturgeschichte und einfach nur der Freude am Brot, die dieses Buch auszeichnet.« ("fachbuchkritik.de")
» ... so informativ wie unterhaltsam.« ("Lufthansa Magazin")
»Walter Mayer hat ein bezauberndes Buch über die Kulturgeschichte des Brotes geschrieben, verknüpft mit eigenen Familiengeschichten.« ("LandIDEE")
»Dieses Buch ist eine fein abgewogene Mischung aus Reportage, Kulturgeschichte und Familienmemoir sowie eine Liebeserklärung an das Brot. Wie das duftet!« ("Mühle + Mischfutter")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2017

Illustriert von

Alexandra Klobouk

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

277

Maße (L/B/H)

22/14,7/2,5 cm

Gewicht

487 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-17725-8

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Kundinnen und Kunden meinen

6 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Eine Liebeserklärung an das Brot

peedee am 14.04.2021

Bewertungsnummer: 1083159

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Walter Mayer, geb. 1959 in Salzburg, hat sich auf die Suche nach dem Duft des Lebens begeben, dem Brot. Seine Gross- und Urgrosseltern waren Bäcker und so ist seine Liebe zum Brot quasi angeboren. Seine zweijährigen Buchrecherchen führten in u.a. nach Schottland, Albanien, Marokko oder auch in seine alte Heimat Salzburg. Das Buch gestalterisch verschönert hat Alexandra Klobouk, Kulturillustratorin und Autorin. Erster Eindruck: Das Buch ist aussergewöhnlich schön gestaltet. Der leinenartige Einband mit dem schön gezeichneten Brot auf dem Cover, Autorenname und Buchtitel sind geprägt, ein Lesebändchen. Im Innern des Buches dominieren die Farben Schwarz und Orange. Zahlreiche schöne Illustrationen – das Buch hebt sich definitiv vom Gewohnten ab. „Brot riecht nach Heimkommen, nach Familie und Liebe. Brot stiftet Religionen und Revolutionen – und verursacht Zöliakiepanik und Weizenwampenangst. Brot ist Grundnahrungsmittel – und essbare Sehnsucht.“ So beginnt Walter Mayer das aussergewöhnliche Sachbuch. Nun gut, es ist nicht das erste Sachbuch über Brot und es wird auch nicht das letzte sein. Aber was ist nun so aussergewöhnlich daran? Der Autor nimmt den Leser mit zu einem Backkurs in Schottland, auf die Alp in Österreich, nach Marrakesch. Er besucht auch Bäckereien in Berlin-Kreuzberg oder seiner alten Heimat Salzburg. Er erzählt witzige Anekdoten über Brot, wie z.B. seine ersten Backversuche mit selbstgezüchteten Sauerteig oder die zehn Brotrekorde. Weiter hat er u.a. Sarah Wiener – die im gerade auf den Kopf zu sagte, dass er von Brot keine Ahnung habe – und Heiner Kamps, den „Milliardenbäcker“, interviewt. Auch die Historie des Brotes wird erzählt: Welche Bedeutung hatte das Brot früher für die Menschen – welche hat es heute? Wird heute anderes Brot gegessen als früher? Warum verkauft Israel jedes Jahr seine Getreidevorräte an einen arabischen Muslim? Zwei interessante Fakten: 1. „Neben dem entblössten Busen ist Gebackenes das meistgemalte Motiv der Kunstgeschichte. Brüste und Brot sind die Basis unseres Begehrens“ (S. 103); 2. Ägypten ist das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Brot. Sauerteig, Zusatzstoffe im Brot, Handwerk, Tradition, Hightech-Ofenlader, Backstrassen, Etagenofenbeschickungsmaschinen (tolles Wort, oder?) sind nur einige der in diesem Buch behandelten Stichworte. „Alles braucht Zeit, um zu reifen. Das Brot. Das Geschäft. Der Charakter.“ (Sarah Wiener) Das Buch hat mir sehr gefallen und ich vergebe hier sehr gerne 5 Sterne und meine Leseempfehlung für das etwas andere Brot-Sachbuch. Es ist eine wahre Liebeserklärung an das Brot.

Eine Liebeserklärung an das Brot

peedee am 14.04.2021
Bewertungsnummer: 1083159
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Walter Mayer, geb. 1959 in Salzburg, hat sich auf die Suche nach dem Duft des Lebens begeben, dem Brot. Seine Gross- und Urgrosseltern waren Bäcker und so ist seine Liebe zum Brot quasi angeboren. Seine zweijährigen Buchrecherchen führten in u.a. nach Schottland, Albanien, Marokko oder auch in seine alte Heimat Salzburg. Das Buch gestalterisch verschönert hat Alexandra Klobouk, Kulturillustratorin und Autorin. Erster Eindruck: Das Buch ist aussergewöhnlich schön gestaltet. Der leinenartige Einband mit dem schön gezeichneten Brot auf dem Cover, Autorenname und Buchtitel sind geprägt, ein Lesebändchen. Im Innern des Buches dominieren die Farben Schwarz und Orange. Zahlreiche schöne Illustrationen – das Buch hebt sich definitiv vom Gewohnten ab. „Brot riecht nach Heimkommen, nach Familie und Liebe. Brot stiftet Religionen und Revolutionen – und verursacht Zöliakiepanik und Weizenwampenangst. Brot ist Grundnahrungsmittel – und essbare Sehnsucht.“ So beginnt Walter Mayer das aussergewöhnliche Sachbuch. Nun gut, es ist nicht das erste Sachbuch über Brot und es wird auch nicht das letzte sein. Aber was ist nun so aussergewöhnlich daran? Der Autor nimmt den Leser mit zu einem Backkurs in Schottland, auf die Alp in Österreich, nach Marrakesch. Er besucht auch Bäckereien in Berlin-Kreuzberg oder seiner alten Heimat Salzburg. Er erzählt witzige Anekdoten über Brot, wie z.B. seine ersten Backversuche mit selbstgezüchteten Sauerteig oder die zehn Brotrekorde. Weiter hat er u.a. Sarah Wiener – die im gerade auf den Kopf zu sagte, dass er von Brot keine Ahnung habe – und Heiner Kamps, den „Milliardenbäcker“, interviewt. Auch die Historie des Brotes wird erzählt: Welche Bedeutung hatte das Brot früher für die Menschen – welche hat es heute? Wird heute anderes Brot gegessen als früher? Warum verkauft Israel jedes Jahr seine Getreidevorräte an einen arabischen Muslim? Zwei interessante Fakten: 1. „Neben dem entblössten Busen ist Gebackenes das meistgemalte Motiv der Kunstgeschichte. Brüste und Brot sind die Basis unseres Begehrens“ (S. 103); 2. Ägypten ist das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Brot. Sauerteig, Zusatzstoffe im Brot, Handwerk, Tradition, Hightech-Ofenlader, Backstrassen, Etagenofenbeschickungsmaschinen (tolles Wort, oder?) sind nur einige der in diesem Buch behandelten Stichworte. „Alles braucht Zeit, um zu reifen. Das Brot. Das Geschäft. Der Charakter.“ (Sarah Wiener) Das Buch hat mir sehr gefallen und ich vergebe hier sehr gerne 5 Sterne und meine Leseempfehlung für das etwas andere Brot-Sachbuch. Es ist eine wahre Liebeserklärung an das Brot.

Ein sehr schönes, lesenswertes und informatives Werk!

Wedma am 14.04.2021

Bewertungsnummer: 1053362

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diesem Buch wohnt ein Zauber inne, der sowohl dem Thema an sich als auch der Art, wie es ausgearbeitet und dem Leser präsentiert wurde, zu verdanken ist. Zum Autor: „Walter Mayer, geboren 1959 in Salzburg, war nach Stationen bei Tempo, Bunte und Prinz viele Jahre Chefredakteur von BZ und Bild am Sonntag. Er ist gelernter Buchhändler und stammt aus einer Bäckerfamilie. Der Autor lebt in Berlin.“ Illustratorin: „Alexandra Klobouk, geboren 1983 in Regensburg, ist Kulturillustratorin und Autorin. Ihr letztes Buch Lissabon – im Land am Rand wurde von der Stiftung Bachkunst als eines der „Schönsten deutschen Bücher“ 2016 ausgezeichnet. Es ist ein bunter Mix aus wissenswerten Fakten zum Thema Brot, Berichten über Reisen, die als Ziel, neue Brotsorten zu verkosten, anpeilten, Schilderungen der Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen, die sich dem Brotbacken verschrieben haben, Brotrezepten, uvm. Der Autor ging dabei sowohl in die Breite als auch in die Tiefe, insb. in der Mitte. Spätestens ab Kap. 6 war ich voll im Bann dieses Buches. Man reiste nach Schottland, Albanien, Salzburg, Marokko und Kreuzberg/Berlin und probierte ungewöhnliche und traditionelle Brote, bereitete Sauerteig zu, knetete den Teig, was einer meditativen Übung laut W. Mayer ähnelt, uvm. Mit einer ehem. DDR Bäckerfamilie unterhielt man sich, wie es damals war, ein Bäcker zu sein, denn ein Privatbetrieb war kaum systemkonform und das Brot so billig gewesen, dass es oft als Tierfutter genommen worden war. In einem anderen Kapitel spricht man mit Heiner Kampf über sein Brotimperium von einst, wie er sein Großunternehmen aufgebaut hat und warum er verkaufen musste. Im separaten Kap. liest man von einem Versuch eines Interviews mit dem Minister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt. „Ich hatte 15 detaillierte Fragen übersandt und bekam 13 lieblose Antworten.“ S. 211. „Das alles hat, von der ersten Anfrage an, fast ein Jahr lang gedauert. So lange muss man warten, um am Ende in die Röhre zu gucken.“ S. 212. Die persönliche Note macht dieses Buch so besonders, die wie ein roter Faden durch das Werk zieht. Walter Mayer stammt aus einer Bäckerfamilie, sein Großvater stand in eigener Bäckerei in Salzburg. Nun versuchte der Autor, das Brotbacken für sich zu entdecken und sprach am Ende seiner Suche mit seiner Mutter über die Dinge, über die er schon lange, wenn überhaupt, mit ihr gesprochen hatte. Ich habe das Buch genüsslich Seite für Seite geschmökert und auch nachdem es ausgelesen war, wirkte es noch einige Tage auf mich fort. Diese Bilder, die dabei entstanden waren, die Begegnungen mit spannenden Persönlichkeiten liefen wie ein Kopfkino vorm inneren Auge ab: Da war man wieder in Marokko und schaute zu, wie Fatima Zohra ihr Brot knetet und ihre Lebensgeschichte erzählt; da unterhält man sich mit ihrem Mann, der das Brot von der Schubkarre auf der Straßen verkauft und dabei erklärt, warum das Brot in Marokko billig ist; da ist man wieder in Albanien und probiert die duftenden Böreks. Da ist man bei Monika Drax in Oberbayern. „Die Drax-Mühle ist eine der ältesten Mühlen Deutschlands – und eine der modernesten.“ S. 224. Ihr Lieblingsrezept von Urkornbrot findet man im Anschluss an das lehreiche Gespräch. Im allg. Wissensteil findet man u.a. Kurzbeschreibungen von Einkorn, Emmer, Kamut, den Getreidesorten, die in letzten Jahren wieder populärer wurden und sehr gut schmecken. Die schönen Illustrationen in Farbe bilden sie ab, sowie einige Verarbeitungsprozesse, z.B. wie das Mahlen vonstattengeht, oder wie man Teiglinge zu Kaiserbrötchen faltet, oder auch die Zubereitung des Sauerteiges. So hat man alles, was man dazu wissen muss, auf einem Blatt. Diese Vielfalt, Abwechslungsreichtum, der Ausführungen gepaart mit kritischen Einlagen, was die heutige Lage der Landwirtschaft in Sachen Weizenproduktion und industrielle Brotherstellungsprozesse in größeren Bäckereien angeht, konnte mich auf der ganzen Linie begeistern. Charmant wurde zum Schluss an die Leser appelliert, beim lokalen Bäckerhandwerkbetrieb um die Ecke sein Brot zu holen, statt Luftikus aus den billigen Aufbackshops. Das Buch ist toll geschrieben: klarer, schlanker, aussagestarker Schreibstil, der zudem leichtfüßig und leicht humorig rüberkommt, und dem Ganzen das Flair eines guten, gehaltvollen Gesprächs mit einem Freund verleiht. Dieses Brotbuch ist auch liebevoll gestaltet: Festeinband aus gespanntem Stoff, deren Oberfläche sich etwas rau wie die Kruste eines darauf abgebildeten Brotes anfühlt. Lesebändchen, farblich auf das Coverbild abgestimmt fehlt keineswegs. Fazit: Es ist ein schönes Werk, innerlich wie äußerlich. Alles passt wunderbar zusammen und hinterlässt einen runden, stimmigen Eindruck. Es ist auch sehr unterhaltsam, eignet sich besonders gut für die Leser, die sich dem Sachbücherlesen erst vorsichtig nähern wollen. Perfekt auch als Geschenk für Freunde und Familie. 5 wohl verdienten Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Ein sehr schönes, lesenswertes und informatives Werk!

Wedma am 14.04.2021
Bewertungsnummer: 1053362
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diesem Buch wohnt ein Zauber inne, der sowohl dem Thema an sich als auch der Art, wie es ausgearbeitet und dem Leser präsentiert wurde, zu verdanken ist. Zum Autor: „Walter Mayer, geboren 1959 in Salzburg, war nach Stationen bei Tempo, Bunte und Prinz viele Jahre Chefredakteur von BZ und Bild am Sonntag. Er ist gelernter Buchhändler und stammt aus einer Bäckerfamilie. Der Autor lebt in Berlin.“ Illustratorin: „Alexandra Klobouk, geboren 1983 in Regensburg, ist Kulturillustratorin und Autorin. Ihr letztes Buch Lissabon – im Land am Rand wurde von der Stiftung Bachkunst als eines der „Schönsten deutschen Bücher“ 2016 ausgezeichnet. Es ist ein bunter Mix aus wissenswerten Fakten zum Thema Brot, Berichten über Reisen, die als Ziel, neue Brotsorten zu verkosten, anpeilten, Schilderungen der Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen, die sich dem Brotbacken verschrieben haben, Brotrezepten, uvm. Der Autor ging dabei sowohl in die Breite als auch in die Tiefe, insb. in der Mitte. Spätestens ab Kap. 6 war ich voll im Bann dieses Buches. Man reiste nach Schottland, Albanien, Salzburg, Marokko und Kreuzberg/Berlin und probierte ungewöhnliche und traditionelle Brote, bereitete Sauerteig zu, knetete den Teig, was einer meditativen Übung laut W. Mayer ähnelt, uvm. Mit einer ehem. DDR Bäckerfamilie unterhielt man sich, wie es damals war, ein Bäcker zu sein, denn ein Privatbetrieb war kaum systemkonform und das Brot so billig gewesen, dass es oft als Tierfutter genommen worden war. In einem anderen Kapitel spricht man mit Heiner Kampf über sein Brotimperium von einst, wie er sein Großunternehmen aufgebaut hat und warum er verkaufen musste. Im separaten Kap. liest man von einem Versuch eines Interviews mit dem Minister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt. „Ich hatte 15 detaillierte Fragen übersandt und bekam 13 lieblose Antworten.“ S. 211. „Das alles hat, von der ersten Anfrage an, fast ein Jahr lang gedauert. So lange muss man warten, um am Ende in die Röhre zu gucken.“ S. 212. Die persönliche Note macht dieses Buch so besonders, die wie ein roter Faden durch das Werk zieht. Walter Mayer stammt aus einer Bäckerfamilie, sein Großvater stand in eigener Bäckerei in Salzburg. Nun versuchte der Autor, das Brotbacken für sich zu entdecken und sprach am Ende seiner Suche mit seiner Mutter über die Dinge, über die er schon lange, wenn überhaupt, mit ihr gesprochen hatte. Ich habe das Buch genüsslich Seite für Seite geschmökert und auch nachdem es ausgelesen war, wirkte es noch einige Tage auf mich fort. Diese Bilder, die dabei entstanden waren, die Begegnungen mit spannenden Persönlichkeiten liefen wie ein Kopfkino vorm inneren Auge ab: Da war man wieder in Marokko und schaute zu, wie Fatima Zohra ihr Brot knetet und ihre Lebensgeschichte erzählt; da unterhält man sich mit ihrem Mann, der das Brot von der Schubkarre auf der Straßen verkauft und dabei erklärt, warum das Brot in Marokko billig ist; da ist man wieder in Albanien und probiert die duftenden Böreks. Da ist man bei Monika Drax in Oberbayern. „Die Drax-Mühle ist eine der ältesten Mühlen Deutschlands – und eine der modernesten.“ S. 224. Ihr Lieblingsrezept von Urkornbrot findet man im Anschluss an das lehreiche Gespräch. Im allg. Wissensteil findet man u.a. Kurzbeschreibungen von Einkorn, Emmer, Kamut, den Getreidesorten, die in letzten Jahren wieder populärer wurden und sehr gut schmecken. Die schönen Illustrationen in Farbe bilden sie ab, sowie einige Verarbeitungsprozesse, z.B. wie das Mahlen vonstattengeht, oder wie man Teiglinge zu Kaiserbrötchen faltet, oder auch die Zubereitung des Sauerteiges. So hat man alles, was man dazu wissen muss, auf einem Blatt. Diese Vielfalt, Abwechslungsreichtum, der Ausführungen gepaart mit kritischen Einlagen, was die heutige Lage der Landwirtschaft in Sachen Weizenproduktion und industrielle Brotherstellungsprozesse in größeren Bäckereien angeht, konnte mich auf der ganzen Linie begeistern. Charmant wurde zum Schluss an die Leser appelliert, beim lokalen Bäckerhandwerkbetrieb um die Ecke sein Brot zu holen, statt Luftikus aus den billigen Aufbackshops. Das Buch ist toll geschrieben: klarer, schlanker, aussagestarker Schreibstil, der zudem leichtfüßig und leicht humorig rüberkommt, und dem Ganzen das Flair eines guten, gehaltvollen Gesprächs mit einem Freund verleiht. Dieses Brotbuch ist auch liebevoll gestaltet: Festeinband aus gespanntem Stoff, deren Oberfläche sich etwas rau wie die Kruste eines darauf abgebildeten Brotes anfühlt. Lesebändchen, farblich auf das Coverbild abgestimmt fehlt keineswegs. Fazit: Es ist ein schönes Werk, innerlich wie äußerlich. Alles passt wunderbar zusammen und hinterlässt einen runden, stimmigen Eindruck. Es ist auch sehr unterhaltsam, eignet sich besonders gut für die Leser, die sich dem Sachbücherlesen erst vorsichtig nähern wollen. Perfekt auch als Geschenk für Freunde und Familie. 5 wohl verdienten Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

Brot

von Walter Mayer

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Produktbild: Brot
  • Intro

    Was findet man, wenn man einen Geruch sucht?

    Sorry, Sarah. Danke, Sarah

    »Sie wollen über Brot schreiben?

    Sie haben doch keine Ahnung!«

    In Salzburg

    Mein Großvater, der Bäcker ohne Beine

    Mahlen nach Zahlen

    Einige Fakten über Brot

    In Schottland

    Der Robin Hood des guten Brotes

    Das Abc des Brotes

    Von Aryzta bis Zöliakie. Ein (unvollständiges) Alphabet

    In Albanien

    Auf der Suche nach dem besten Börek

    Die Memoiren des Brotes. Vegan seit 6000 Jahren

    Kunst, Religion und Weltgeschichte aus

    der Perspektive des Backofens

    In den Bergen

    Die Eigenbrötlerin von der Kalchkendlalm

    Eine kurze Geschichte des Backofens

    Vom Ofen der Stier-Anbeter bis zur Backstraße,

    die 50 000 Brötchen in der Stunde schafft

    Bei Heiner Kamps

    Der Milliardenbäcker

    Diese Tauers

    Geschichte einer Bäckerfamilie

    Interview

    Herr Minister Schmidt, ist Industriebrot genauso gesund

    wie handwerklich gebackenes Brot?

    Zehn Brotrekorde

    Monika und die sechshundertjährige Mühle

    Im Idyll der alten Getreidesorten

    Säen, ernten, dreschen

    Die mindestens zwölf Maßnahmen, die nötig sind,

    bevor man mit dem Backen beginnen kann

    In Marokko

    Gott, König und Brot

    Back Home. Kreuzberg - Salzburg

    Das Brot in meinem Kiez. Das Brot meiner Mutter.

    Der Duft des Lebens