Inspiriert von der Kraft eines Schöpfergeistes, der selbst den Tod
noch bezwingt, huldigte der Dichter Stefan Zweig (1881-1942) mit
seiner ergreifenden Novelle "Georg Friedrich Händels
Auferstehung" einer "Sternstunde der Menschheit":
Nach langer schwerer Krankheit scheint die Schaffenskraft des
Komponisten Händel schon für immer gebrochen, als er sich 1741 wie
erweckt aus den Fängen des näher rückenden Todes befreit. Im
Verlauf dreier rauschhaft erlebter Wochen vollendet Händel die
Niederschrift seines berühmten "Messias" und schafft ein
Kunstwerk von bleibendem Wert und unvergänglicher Schönheit.
Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.
Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 27.07.2011
ausgezeichnet
Den Messias von Händel hat sicher schon Mancher gehört. Doch unter welchen Umständen ist er entstanden? Wer ahnte, dass Händel zuvor so schwer erkrankt war, dass niemand mehr an eine Genesung glaubte? Woher nahm er die Kraft, dem Sensenmann von der Schippe zu springen?
Dieses wunderbare Buch nimmt uns mit hinein in ein Stück Menschheitsgeschichte und wir dürfen miterleben, wie Stefan Zweig seine Sicht der Dinge in Händels Biographie wiederfindet. Zweig gehört zu den ganz Großen der Literatur, und so ist dieses Buch auch zu den Meisterwerken zu rechnen. Ich kann es nur empfehlen!