In dem vorliegenden Buch wendet sich Uwe Henrik Peters der anderen
Seite, der Seite der Verfolger und ihrer Zeit zu. Was dachten sich
die Täter? Warum taten sie, was sie taten? Wieviel Verantwortung
tragen die Geschehenlasser? Wir können uns kaum noch in ihr Denken
und das Denken ihrer Zeit hineinversetzen, müssen es aber
versuchen. Peters hat diesen Versuch gewagt und findet die Antwort
in den Äußerungen der Täter selbst!
Peters promovierte 1957 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und habilitierte sich 1965 für die Fächer Neurologie und Psychiatrie. 1969 wurde er ordentlicher Professor an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und war von 1979 bis 1996 Direktor der Nervenklinik an der Universität Köln. Von 1991 bis 1994 amtierte er als Präsident und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde. Peters war Adjunct Professor for German Literature an der Cornell University in Ithaca, New York. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen hat er auch im Grenzbereich von Medizin und Geisteswissenschaften gearbeitet, so in Werken über den Wahnsinn Hölderlins und den Robert Schumanns.