Die Gräfin - Harpprecht, Klaus

Klaus Harpprecht 

Die Gräfin

Marion Dönhoff. Eine Biographie

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Produktbeschreibung zu Die Gräfin

Die erste kritische Biographie der großen Publizistin.

Marion Gräfin Dönhoff hat als langjährige Herausgeberin des Wochenblatts "Die Zeit" Geschichte geschrieben. Als Chronistin der Vertreibung aus ihrer ostpreußischen Heimat wurde sie zur Bestsellerautorin. Und als Streiterin für die Versöhnung von Ost und West setzte sie moralische Maßstäbe: für das Zusammenleben der Völker im vereinten Europa.

Produktinformation


  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 587 S.
  • Seitenzahl: 587
  • rororo Taschenbücher Nr.62115
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 127mm x 38mm
  • Gewicht: 450g
  • ISBN-13: 9783499621154
  • ISBN-10: 3499621150
  • Best.Nr.: 26391297
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.09.2008

Preußens große Soloreiterin
Von der Gutsherrin zur Herausgeberin: Klaus Harpprecht würdigt den Lebensweg von Marion Gräfin Dönhoff

In der wohl berechtigten Annahme, dass der 100. Geburtstag der Gräfin Dönhoff am 2. Dezember nächsten Jahres uns eine Vielzahl huldigender Publikationen über die einstige Doyenne des deutschen Journalismus bescheren werde, legt Klaus Harpprecht seinen Beitrag zum Jubiläum bereits jetzt vor. Seine Biographie stellt zweifellos den bisher gewichtigsten Versuch dar, Persönlichkeit und Lebensleistung der langjährigen "Zeit"-Herausgeberin umfassend zu würdigen. Für seine Recherchen konnte er sich auf reiches, bisher teilweise unzugängliches Archivmaterial, vor allem private Briefwechsel, stützen. Hat diese erweiterte Quellenkenntnis dem Autor auch zu einer neuen Sicht auf seine "Heldin" verholfen, deren Erscheinungsbild bisher weithin von ihren Eigendarstellungen bestimmt war?

Unter diesen autobiographischen Zeugnissen steht die Schilderung ihrer Flucht aus Ostpreußen Ende Januar 1945 nicht nur hinsichtlich ihrer Entstehungszeit an erster Stelle. Eine Kurzfassung des Textes erschien 1946 als zweiter Beitrag …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Arno Widmann zeigt sich begeistert von der Biografie der Gräfin Dönhoff, die Klaus Harpprecht mit viel Urteilsfreude und Hingabe geschrieben habe. Widmann hat vor allem gefallen, dass das Porträt so viele Ecken und Kanten hat, dass der Autor seine eigene Perspektive nie ausspart. Die "Fülle seiner Lebenserfahrung" versehe die Biografie ganz klar mit Harpprechts Handschrift, und der Leser positioniert sich, meint der Rezensent. Bei all dem bleibe Harpprecht aber souverän, und begegne der Journalistin auf Augenhöhe. Die ersten Kapitel erzählen ihre Familiengeschichte; besonders schön waren für Widmann die Kapitel über Dönhoffs Beziehung zum Millionärserben David Astor. Auch eine Antisemitismus-Kontroverse in der "Zeit"-Redaktion zwischen Chefredakteur Richard Tüngel und Ernst Friedländer stellt Harpprecht dar, und scheut dabei nicht vor einer deutlichen Interpretation zurück, so Widmann.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.2008

Arbeit am Mythos
Klaus Harpprechts Biographie von Marion Gräfin Dönhoff
Es gibt Menschen, die Klaus Harpprecht tief bewundert. So jemand war der Gefängnispfarrer Harald Poelchau, der im Zweiten Weltkrieg nicht nur inhaftierten Widerständlern Beistand leistete, sondern auch in selbstloser Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Risiko vielen Juden, die in Berlin untergetaucht waren, beim Überleben geholfen hat. Die bewegende Biographie, die Harpprecht über den Pastor Poelchau verfasste, gab den Anlass, ihn zu bitten, die Biographie Marion Dönhoffs zu schreiben. Der immensen schriftlichen Hinterlassenschaft, in die Harpprecht Einsicht erhielt, hat er sich mit Genauigkeit gewidmet.
Der „Gräfin”, wie die angesehenste Journalistin der Bundesrepublik gern genannt wurde, bringt er die Verehrung entgegen, die ein Herr der Dame schuldet. Bei aller Diskretion macht er aber deutlich, dass seine Bewunderung Grenzen hat. Dies hängt auch damit zusammen, dass Marion Dönhoff nicht so sehr ihre Zeiten prägte, sondern vielmehr von ihnen geprägt wurde. Man könne nicht behaupten, schreibt Harpprecht eingangs, „dass ihr Urteil stets untrüglich sicher gewesen sei”.

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«Wir werden ihresgleichen nicht mehr sehen.» (Rudolf Augstein)

«Sie war ein Meisterwerk als Persönlichkeit.» (Katharina Focke)
Klaus Harpprecht, geboren 1927, hat als Journalist unter anderem für RIAS, SFB und ZDF gearbeitet. Von 1966 bis 1969 war er Leiter des S. Fischer Verlags und von 1972 bis 1974 Chef der Schreibstube und Berater von Willy Brandt. Klaus Harpprecht lebt als freier Schriftsteller in Frankreich. 2009 wurde er mit dem "Lessing-Preis" ausgezeichnet.

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