Dokumentation des europäischen Kongresses zum Thema "Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung" vom 3. bis 5. Juni 2010 in Dortmund. Hrsg.: Fonds Soziokultur (Hg.)
In der europäischen Veranstaltungsreihe "Shortcut Europe"
veranstaltete der Fonds Soziokultur in Kooperation mit der
Kulturpolitischen Gesellschaft sowie der Kulturstiftung des Bundes
und weiteren deutschen und europäischen Partnern vom 3. bis 5. Juni
2010 in Dortmund einen europäischen Kongress zum Thema
"Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung". Er stand
im programmatischen und regionalen Kontext der Kulturhauptstadt
Europas RUHR.2010. Zudem beteiligten sich die Veranstalter mit dem
Kongress an der Initiative der Europäischen Union, die 2010 zum
"Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer
Ausgrenzung" ausgerufen hatte.
Thematischer Ausgangspunkt des Kongresses war die Tatsache, dass
der Kulturbereich von den sozialen Spaltungstendenzen in der
Gesellschaft nicht ausgenommen ist. Und soziale und kulturelle
Ausgrenzung gehen oft Hand in Hand. Gefragt wurde: Können
Kulturpolitik, Kulturarbeit, kulturelle Bildung und Kulturpädagogik
Strategien gegen soziale Ausgrenzung entwickeln? Ist der kultur-
und gesellschaftspolitische Anspruch einer "Kultur für
alle" noch in den Köpfen der Akteure gegenwärtig? Gibt es neue
Ansätze und Methoden der aktivierenden Kulturarbeit in der
europäischen Soziokultur? Muss Kulturarbeit mehr aufsuchende
Aktivitäten beinhalten, also an die Orte der Menschen gehen, die
als kulturfern gelten? Wie können insbesondere Jugendliche in
sozial benachteiligten Lebenslagen angesprochen werden?
Wissenschaftler, Politiker und Akteure, Vertreter soziokultureller
Zentren, der Kinder- und Jugendkulturarbeit, der
spartenübergreifenden Kulturarbeit sowie von Stadtteil- und
Gemeinweseninitiativen aus Deutschland und Europa kamen zusammen,
um Erfahrungen aus der europäischen Praxis zu diskutieren. Der Band
dokumentiert Vorträge, Praxisbeispiele und Materialien zum
Kongress.