Case Study Houses - Smith, Elizabeth A. T.

Elizabeth A. T. Smith 

Case Study Houses

The Complete CSH Program 1945-1966. Dtsch.-Engl.-Französ. 25 Jahre Taschen

Photography by Julius Shulman. Ed. : Peter Gössel
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Case Study Houses

Das "Case-Study-House-Projekt" (1945-66) war ein außergewöhnliches,innovatives und bis zum heutigen Tag einzigartiges Ereignis in derGeschichte der amerikanischen Architektur. Es konzentrierte sich auf dieGegend um Los Angeles und sah die Gestaltung von 36 Prototypen vor, dieim Bau-Boom der Nachkriegsjahre die einfache, günstige Konstruktion vonmodernen Wohnhäusern ermöglichen sollten.Die treibende Kraft hinter diesem Projekt war John Entenza, der Herausgeber von Arts & Architecture und ein Verfechter des Modernismus, der mit seineneinschlägigen Verbindungen Talente wie Richard Neutra, Charles und Ray Eames und Eero Saarinen verpflichten konnte. Das äußerst experimentelle Projekt brachte Häuser hervor, durch die modernes Wohnen neu definiertwerden sollte, hatte somit einen bedeutenden Einfluss auf die amerikanische wie auch die internationale Architektur, zu seiner Zeit und sogar heute noch. Dieses Buch ist eine monumentale Retrospektive des gesamten Projekts, mit umfassender Dokumentation, ausgezeichneten Fotografien aus der Entstehungszeit und aktuellen Aufnahmen von den noch existierenden Häusern, sowie mit detaillierten Grundrissen und Skizzen.


Produktinformation

  • Verlag: Taschen Verlag
  • 2009
  • 25 Jahre TASCHEN.
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 440 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Fotos u. Grundr.
  • Seitenzahl: 440
  • Deutsch
  • Abmessung: 351mm x 272mm x 45mm
  • Gewicht: 3574g
  • ISBN-13: 9783836510219
  • ISBN-10: 3836510219
  • Best.Nr.: 25657078
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.02.2002

„Case Study Houses”: Warum die Sehnsucht aus Stahl und Glas gebaut ist
Es war einer jener Orte, wo die Jungs aus Hollywood gerne nachts mit Vaters Chevrolet hinfuhren, um zu parken. „Geh’n wir parken?”, fragten an diesen heißen Sommerabenden im Jahr 1959 die Mädchen, und so besah man sich eben, hoch über den glitzernden Straßenquadraten von Los Angeles, gemeinsam die Stadt und parkte, was das Zeug hielt. Buck und Carlotta Stahl gingen noch einen entscheidenden Schritt weiter: Sie entschlossen sich, hier, auf den Hollywood Hills, den Rest ihres Lebens zu verbringen – in einem Haus, das eigentlich nur aus ein paar Stahlträgern, einer weit auskragenden Stahlplatte und sehr großen Glasscheiben besteht. Berühmt wurde diese Aussichtskanzel mit Pool und Kamin aber erst durch Julius Shulman, der die Musterhäuser des „Case Study House”-Programms fotografierte. Das ist ein von der Zeitschrift Arts & Architecture initiiertes, auf Los Angeles konzentriertes Wohnexperiment der Jahre 1945 bis 1966, für das insgesamt 36 erschwingliche, meist aus Fertigteilen gefertigte Zukunftshäuser entworfen wurden. Einige dieser wahr gewordenen Utopien überlebten bis heute …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.03.2002

Vor der Tür des Hauses steht der Bauherr
Wie bei Taschens unterm Sofa: Zwei Bildbände lassen den Traum vom modernen Eigenheim nachträumen / Von Wolfgang Pehnt

Ein eigenes Haus zu bauen gehört zu den stabilsten Wünschen der Menschen. Daran hat das Jahrhundert der Moderne nichts geändert. Unabhängigkeit und Sicherheit, Lebensstil nach eigener Wahl, Prestige nach außen und das verborgene Glücksgefühl, ein kleines Stück irdischer Oberfläche sein eigen zu nennen, machen eine Mischung rationaler wie irrationaler Motive aus. Das selbstgeplante Wohnhaus ist die privilegierte Steigerungsform des normalen Eigenheims. Hier dürfen sich die Vorstellungen der Bewohner in Pfeilern und Wänden, in Räumen und Formen materialisieren.

Den Architekten bieten Land- und Stadthaus die selten gewordene Chance, auf einen Auftraggeber mit Namen und Gesicht zu treffen. Allenthalben hat sich der Klient in Konsortien, Anlegergemeinschaften und Projektentwickler aufgelöst. Doch vor der Tür des eigenen Hauses steht er, der Bauherr persönlich. Er macht gute oder böse Miene zum Spiel des Architekten, inspiriert oder behindert ihn und hat meist viel zuwenig …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

In ihrem "zehnpfündigen" Bildband "Case Study Houses" präsentiert Elizabeth A. T. Smiths sämtliche bei einem legendären von der kalifornischen Architekturzeitschrift "Arts & Architecture" 1949 ausgetragenen Wettbewerb eingegangene Fallstudien. Der Autorin ist damit nach Einschätzung des Rezensenten Wolfgang Pehnt ein "riesiges Album" gelungen, das einlädt, den "Traum vom modernen Eigenheim nachzuträumen". Von den sechsunddreißig Entwürfen wurden laut Pehnt bis 1966 zwei Drittel realisiert, die meisten davon haben heute Kultstatus. Diesen Erfolg der Case Study Houses verdanken sie nach Ansicht des Rezensenten vor allem der Tatsache, dass sie eine "Moderne für jedermann" repräsentieren. Der Rezensent hebt in diesem Zusammenhang den mit Bildern und einem Essay in Smith' Band vertretenen Fotografen Julius Shulman hervor, der in seinen hochartifiziellen Fotografien wie kein anderer den Lifestyle der Case Study Houses zum Ausdruck gebracht hat. Shulmans Fotografien verdanke der Architekt Pierre Koening, dass sein Case Study House Nr. 22 zum berühmtesten Beispiel der Reihe avancierte. "Den Panorma-Blick aus solchen Aussichtskanzeln dürfen wir weniger Begünstigte nun im Panorama-Format des Buches nachvollziehen", schwärmt der Rezensent abschließend."

© Perlentaucher Medien GmbH
Peter Gossel runs a practice for the design of museums and exhibitions. He is the editor of TASCHEN's monographs on Julius Shulman, R. M. Schindler, John Lautner and Richard Neutra, as well as the editor of the Basic Architecture series. Elizabeth A. T. Smith is Chief Curator and Deputy Director for programs at the Museum of Contemporary Art in Chicago. Formerly she was curator at The Museum of Contemporary Art in Los Angeles where she organized the exhibition "Blueprints for Modern Living: History and Legacy of the Case Study Houses." Smith has taught at the University of Southern California in Los Angeles and the School of the Art Institute in Chicago. She has curated numerous exhibitions and published and lectured widely on a variety of topics in contemporary art and architecture.

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