Die Philosophie der Physiker - Scheibe, Erhard

Erhard Scheibe 

Die Philosophie der Physiker

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Die Philosophie der Physiker

Die Liste der modernen Physiker, die zu Philosophen wurden, ist lang: Sie reicht von Hermann Helmholtz und Ludwig Boltzmann über Max Planck, David Hilbert, Albert Einstein, Niels Bohr und Erwin Schrödinger bis zu Wolfgang Pauli, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker. In seinem aufwendig recherchierten, auf die Originalquellen zurückgreifenden und spannend geschriebenen Buch analysiert der Naturwissenschaftler und Philosophiehistoriker Erhard Scheibe dieses Verhältnis von Physik und Philosophie und den dazugehörigen Typus des philosophierenden Physikers - die erste Gesamtdarstellung der Philosophie der Physiker.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 363 S.
  • Seitenzahl: 363
  • Beck'sche Reihe Bd.1760
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 126mm x 27mm
  • Gewicht: 353g
  • ISBN-13: 9783406547881
  • ISBN-10: 3406547885
  • Best.Nr.: 22807299
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.09.2007

Philosophische Quantensprünge

Wenn bei Physikern explizit von Philosophie die Rede ist, wird man im Allgemeinen vorsichtig. Zu oft ist das Beiwort "philosophisch" eine Zugabe, die wie eine vermeidbare Verlegenheit wirkt. Geht es gar um einzelne Philosophen, ist man erst recht auf der Hut. Man denkt gleich an jene nicht seltenen Naturwissenschaftler, die philosophische Fragestellungen zwar gerne als obsolet, ihre Theorien aber jedenfalls als Auflösungen philosophischer Rätsel präsentieren. Daran lässt sich zwar sehen, dass Philosophie immer noch Nobilitierung zu versprechen scheint. Aber was man in den meisten Fällen nicht sieht, das ist der Mehrwert, der aus diesen philosophischen Referenzen resultieren soll.

Und doch sollte man nicht vorschnell sein. Es gibt eine Tradition tief ansetzender Reflexionen über Grundlagen und Aufbau von physikalischen Theorien, die auf selbstverständliche Weise philosophische Qualität haben. Seitenblicke auf die Philosophie müssen da gar keine wichtige Rolle spielen, selbst wenn sie manchmal dazugehören. An diese Tradition erinnert ein Buch von Erhard Scheibe, der bis zu seiner Emeritierung 1992 einen Lehrstuhl für …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.11.2006

Verschüttete Hauptsachen
Fakultätswechsel: Erhard Scheibe über die Philosophie der Physiker
Naturwissenschaftler, insbesondere Evolutionsbiologen und Neurowissenschaftler, werden derzeit einerseits von christlichen Fundamentalisten, andererseits von Geisteswissenschaftlern, und hier insbesondere Philosophen und Theologen, attackiert. Die Erfahrung, die heute die Biowissenschaftler machen, machten in den vergangenen hundert Jahren bereits die Physiker. Erhard Scheibe, emeritierter Heidelberger Professor für Philosophie der Naturwissenschaften, zeichnet die alten und teilweise immer noch aktuellen Auseinandersetzungen nach und warnt damit zugleich seine philosophierenden Fachkollegen. An den Beispielen der Relativitätstheorie und noch mehr der Quantentheorie habe sich gezeigt, „daß die Philosophie auf die Dauer in der Gefahr ist, an der Wissenschaft vorbeizureden, wenn sie nicht ihre Resultate zur Kenntnis nimmt.”
Scheibe hat als Motto für sein Buch „Die Philosophie der Physiker” das Zitat eines Geisteswissenschaftlers ausgewählt, der nach dem Ersten Weltkrieg sagte: „Man klagt darüber, daß unsere Generation keine Philosophen habe. Mit Unrecht: …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

"Lesenswert" findet Rezensent Martin Urban dieses Buch über die "Philosophie der Physiker" von Erhard Scheibe. Er hat darin eine Menge über die Auseinandersetzungen um die Deutung der modernen Physik gelernt. Vor allem aber führt das Buch das Ringen der großen Physiker um ein besseres Verständnis der Welt vor Augen. Neben Max Planck, Ludwig Boltzmann und Ernst Mach, Albert Einstein und Werner Heisenberg kommen dabei auch Wolfgang Pauli, Niels Bohr ("Die Frage ist nicht, ob eine Theorie verrückt ist, sondern ob sie verrückt genug ist.") und andere zu Wort. Deutlich wird seines Erachtens auch, dass eben nicht nur in den Geisteswissenschaften, sondern auch in den Naturwissenschaften nach dem Warum gefragt wird und nicht nur nach dem Wie. Urban moniert allerdings eine Reihe von Wiederholungen. Zudem hätte er sich Manches etwas ausführlicher dargestellt gewünscht.

© Perlentaucher Medien GmbH
Erhard Scheibe ist em. Professor für Philosophie der Naturwissenschaften an der Universität Heidelberg.

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