Beim ersten Start des Spiels werden sie automatisch gefragt, ob sie ein Tutorial absolvieren möchten. Die insgesamt drei Lernprogramme bieten eine gute Einführung, erklären aber selbst wie man Fenster öffnet und schließt. Im Hauptmenü warten dann etwas anspruchsvollere Spielmodi. In der Kampagne gibt es 16 Missionen mit mehreren Zielen. Die einzelnen Missionen sind dabei nicht zusammenhängend. Bei Abschluss einer Kampagne werden neue Objekte freigeschaltet. Denselben Effekt hat das Abschließen von Herausforderungen. In diesen Szenarios starten sie mit wenig Geld, einigen Tieren und nur wenig freigeschalteten Objekten. Je erfolgreicher sie sind, desto mehr Tiere, Pflanzen oder Gebäude können sie auswählen. Im Freien Spiel schließlich können sie ihren persönlichen Wunschzoo errichten, ohne an Aufgaben oder Geldbegrenzungen gebunden zu sein.
Der erste eigene Zoo
Ganz egal welchen Modus sie gewählt haben, immer finden sie sich in der dreidimensionalen Ansicht ihres eigenen Zoos wieder. Die Grafikengine erinnert an die Sim City 4 Ansicht und lässt sich stufenlos drehen und zoomen. Sie beginnen damit das Gelände zu bearbeiten, Wege durch den Zoo anzulegen und erste Gehege zu planen. Die Tiere bevorzugen verschiedene Lebensräume, die Biome genannt werden. Ein Eisbär wird nicht in einem Savannengehege glücklich werden, wie es die Löwen bevorzugen. Eine wichtige Aufgabe ist es daher, eine passende Landschaft für ihre Tiere zu erstellen. Und es ist entscheidend einen guten Mittelweg zu finden, zwischen großen Gehegen die Tiere glücklich machen, es für die Besucher aber erschweren einen guten Blick zu bekommen.
An verschiedenen Statusbalken, können sie die Bedürfnisse der Zootiere ablesen. Hunger und Durst fallen ebenso darunter wie das Bedürfnis nach Ruhe, Entdeckungsdrang oder Spieltrieb. Mit den ersten Tieren strömen auch die ersten Besucher in den Park. Die Eintrittspreise lassen sich nur in vier verschiedenen Stufen einstellen, aber schnell stellt sich heraus, dass die Eintrittsgelder nur einen Nebenverdienst darstellen werden, ebenso die Einnahmen die sie aus den Hotdog- und Erfrischungsständen verdienen, die sie sporadisch im Park verteilen. Den Großteil ihrer Einnahmen beziehen jedoch sie aus Spenden.
Wie man einen Park beliebt und bekannt macht
Die Besucher die in ihren Zoo kommen, verbringen die Zeit vor den Gehegen und bestaunen die Tiere. Schon bei der Planung können sie Spendenkästen an den Stellen anbringen, an denen Besucher zu erwarten sind. Je besser den Gästen die Tiere und der Zoo gefallen, desto mehr Geld werden sie auch spenden. Servicekräfte kümmern sich um die Sauberkeit des Parks, Tierpfleger kümmern sich um die verschiedenen Tiere in den Gehegen, geben ihnen zu Essen usw.
Die Besucher strömen nun in den Park, der von ihnen Schritt für Schritt mit neuen Gehegen und Tieren erweitert wird. Viele Details sind in Zoo Tycoon 2 wichtig, wie zum Beispiel Blumenbeete am Wegesrand, Spielplätze für Kinder oder die Erforschung von Spielzeugbällen für ihre Tiere. Herausforderungen gibt es immer, nicht nur die Erfüllung der Spielziele.
Die Technik
Die neue 3D-Ansicht ermöglicht spannende Einsichten in ihren Zoo, auch wenn Kamerafunktionen und die Möglichkeit in die Rolle eines Tierpflegers zu schlüpfen natürlich spielerisch unbedeutend sind. Gelungen sind die vielen Details, von den detailgetreuen Zootieren über schöne Gehegelandschaften bis hin zu ihren Mitarbeitern, denen man jede Tätigkeit genauestens ansieht.
Fazit: Motivierende Zoo-Simulation mit intensiver Tierpflege.
Wertung: 81 von 100 Punkten
(Marc Augustin/GameCaptain.de)
Videoclip zu "Zoo Tycoon 2, CD-ROM"
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