Wirtschaft - Das sollte man wissen - Heilbroner, Robert; Thurow, Lester

Robert Heilbroner Lester Thurow 

Wirtschaft - Das sollte man wissen

Übersetzer: Haas, Jan W.
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Wirtschaft - Das sollte man wissen

Wie funktioniert unsere Wirtschaft? Die namhaften Vordenker Robert Heilbroner und Lester Thurow klären alle wichtigen Begriffe und wirtschaftlichen Zusammenhänge - auf intelligente und leicht nachvollziehbare Weise.
In ihrem Buch Wirtschaft - Das sollte man wissen vermitteln die renommierten Autoren ein umfassendes Verständnis, mit dessen Hilfe man die Welt der Wirtschaft durchschauen kann. Sie geben einen Überblick zu allen Themen rund um unsere Volkswirtschaft. So befassen sie sich mit folgenden Fragen: - Wie entstehen Angebot und Nachfrage? - Auf welchen Fundamenten fußt die Marktwirtschaft westlicher Prägung? - Was ist eigentlich Geld? Jetzt endlich liegt dieser Klassiker in deutscher Sprache vor. Für den deutschsprachigen Buchmarkt wurde das Werk vollständig aktualisiert und an die europäische Situation angepasst.



Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2004
  • 5., überarb. u. erw. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 331 S.
  • Seitenzahl: 331
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 148mm x 26mm
  • Gewicht: 560g
  • ISBN-13: 9783593375700
  • ISBN-10: 3593375702
  • Best.Nr.: 10658940
" Die Welt der Wirtschaft verstehen

Wirtschaftliche Zusammenhänge prägen zunehmend die "große" Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und den individuellen Alltag. Aber wie funktioniert eigentlich unsere Wirtschaft? Der Klassiker von Robert Heilbroner und Lester Thurow liegt endlich in deutscher Bearbeitung vor und liefert das unentbehrliche ökonomische Basiswissen.

Die Welt, in der wir leben, ist immer auch eine ökonomische Welt. Und die verändert sich derzeit rasant. Themen wie Globalisierung, Einkommensverteilung, Lebensstandard, soziale Absicherung sowie die beunruhigenden Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt machen täglich Schlagzeilen. Und nicht nur das: Sie betreffen unser Alltagsleben und unsere Existenz ganz unmittelbar. Um die ökonomischen Entwicklungen und Zusammenhänge der Gegenwart verstehen zu können, ist mittlerweile ein solides wirtschaftliches Grundwissen unumgänglich - auch deshalb, um bestimmte Tendenzen kritisch betrachten zu können.

Robert Heilbroner und L ester Thurow vermitteln ein umfassendes und leicht nachvollziehbares Grundwissen, mit dessen Hilfe man die Welt der Wirtschaft und ihre "Gesetzmäßigkeiten" durchschauen kann. Sie geben einen Überblick zu allen Themen rund um unsere Volkswirtschaft und befassen sich mit Fragen, wie z.B.: Wie entstehen Angebot und Nachfrage? Auf welchen Fundamenten fußt die Marktwirtschaft westlicher Prägung? Und was ist eigentlich Geld im engeren Sinne?

Für den deutschsprachigen Buchmarkt wurde das Werk vollständig aktualisiert und an die europäische Situation an gepasst."


Das System verstehen
Auch wenn die Autoren renommierte Wirtschaftswissenschaftler sind: Ein Lehrbuch der Volkswirtschaftslehre haben sie nicht geschrieben. Sie erklären dem interessierten Laien ganz einfach die grundlegenden Prozesse des Wirtschaftslebens. Der Leser soll in die Lage versetzt werden, die täglichen Meldungen in größere Zusammenhänge einzuordnen und wichtige Entwicklungen zu verstehen. Dazu muss er nicht nur wissen, was das Bruttoinlandsprodukt ist, sondern z.B. auch, welche Funktionen Geld im Wirtschaftssystem erfüllt. Das und noch sehr viel mehr erläutert das Autorenduo.
Die großen Fragen
Die Texte lesen sich flüssig, Fachjargon wurde weitgehend vermieden. Auch der klare, durchdachte Aufbau des Buches trägt dazu bei, dass der Leser der Argumentation jederzeit folgen kann und doch gleichzeitig an den "großen Fragen" der Wirtschaft teilhat. Nach dem einleitenden Grundlagenkapitel widmet sich Teil II unter der schönen Überschrift "Die Analyse von Wohlstand und Konjunktur" Fragen der Makroökonomie. Es folgt ein Kapitel zur Mikroökonomie und schließlich der vielleicht interessanteste Teil mit dem Titel "Herausforderungen". Hier diskutieren die Autoren z.B. Globalisierungsprozesse und das "Schreckensgespenst der Inflation".
Es lohnt sich
Die Wirtschaft ist wohl das wichtigste Subsystem unserer Gesellschaft. Es lohnt sich also, etwas Zeit zu investieren und seinem Wissen in Sachen Ökonomie mit Hilfe dieser ausgezeichneten Einführung eine solide Grundlage zu geben.
(Roland Große Holtforth, literaturtest.de)


Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.01.2003

Die Welt der Wirtschaft
Robert Heilbronner und Lester Thurow vermitteln das nötige Rüstzeug

Robert Heilbronner/Lester Thurow: Wirtschaft - Das sollte man wissen. Campus-Verlag, Frankfurt 2002. 280 Seiten, 25,50 Euro.

Ein im Oktober veröffentlichter Forderungskatalog der hessischen Wirtschaftsverbände zur Qualitätsverbesserung des gymnasialen Unterrichts enthält auch die Empfehlung zur Einführung eines Schulfachs Ökonomie. In Anbetracht des in weiten Kreisen der Bevölkerung verbreiteten Unmuts über die Finanzpolitik einer Regierung, die sie freilich vor wenigen Wochen noch im Amt bestätigt hatte, muß man sich in der Tat die Frage stellen, ob nicht volkswirtschaftliche Nachhilfestunden angesagt sind. Der Schulabschluß bringt die Eintrittskarte zur Universität - und dieser Eintritt ins Erwachsenenleben fällt meist auch mit dem Erwerb des Wahlrechts zusammen. Unkomplizierte volkswirtschaftliche Einführungen für junge Menschen sind in Deutschland rar. Die amerikanische Erstausgabe diese Buches von 1982 ist seither wiederholt überarbeitet worden. Nun füllt diese Übersetzung eine Lücke.

Die Autoren Lester Thurow und Robert …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Bei diesem Buch handelt es sich, informiert uns Ulrike Hermann, um ein Standarwerk zweier US-Wirtschaftsprofessoren, das bereits aus dem Jahr 1982 stammt, seither mehrfach aktualisiert wurde und nun erstmals auf Deutsch vorliegt. Obwohl sich das Buch als Einführung in die Grundlagen der Ökonomie definiere, sei auch der bereits kundige Laie damit bestens bedient, findet Hermann. Das liege daran, behauptet sie, dass die Autoren nicht nur wüssten, was sie vermitteln wollen (Wie entsteht Wachstum? Warum schwankt die Konjunktur?), sondern außerdem und vor allem eine Meinung hätten. So machen sie beispielsweise explizit, dass sie zu den "Staatsinterventionisten" zählen und bemühen sich dennoch darum, den liberalen Standpunkt angemessen zu erläutern. Das ständige Argument, der Staat müsse seine Schulden abbauen, stoße bei ihnen auf wenig Verständnis, berichtet Hermann. Für Heilbronner/Thurow sei es keine Frage, dass es eines guten Bildungsangebotes und einer starken Infrastruktur bedürfe und damit auch staatlicher Zuschüsse oder Investitionsspritzen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.09.2002

Wirtschaftsbuch
Zwanzig Jahre
danach
Vor 20 Jahren veröffentlichten die kapitalismuskritischen Wirtschaftsprofessoren Robert Heilbroner und Lester Thurow ihr Economics Explained. Das in den USA erschienene Buch liegt nun auch in deutscher Fassung vor. Warum nicht früher? Jedenfalls stellt sich die Frage, ob es nach zwei Dekaden noch lesenswert ist. Aber schon der einleitende Satz könnte auch 2002 geschrieben worden sein: „Beunruhigende Dinge geschehen derzeit in den Volkswirtschaften Westeuropas und Nordamerikas. ” Dann deuten die Autoren an, der Kapitalismus westlicher Prägung könne in Gefahr sein, was den Leser skeptisch werden lässt. Dennoch: Viele Dinge, die in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren Angst auslösten, sind noch immer vorhanden. Vielleicht ist es dies, was die Lektüre spannend macht.
Was Heilbroner und Thurow vor zwanzig Jahren geschrieben haben, entspricht dem heutigen Trend, Horrorszenarien zu entwerfen: der Wohlstand in den USA sinke ständig, Deindustrialisierung mit hoher Arbeitslosigkeit drohe. Thurow ist bekannt für seine Thesen, in denen er eine Industriepolitik propagiert, um die US-Industrie wieder …

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Robert Heilbroner ist Professor für Wirtschaft an der New School of Social Research in New York. Der renommierte Wirtschaftshistoriker veröffentlichte mehr als 20 Bücher.

Leseprobe zu "Wirtschaft - Das sollte man wissen"

VORWORT ZUR DEUTSCHEN NEUAUFLAGE

In den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war Westdeutschland - die alte Bundesrepublik - das wirtschaftliche Zugpferd Europas. Gemessen an seinem Wirtschaftswachstum wurde es im Kreis der entwickelten Ökonomien nur noch von Japan übertroffen. Doch ab den neunziger Jahren bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts verkehrte sich das Bild: Deutschland wurde zu derjenigen Volkswirtschaft im Verein der Industrieländer, die am langsamsten wuchs, wiederum nur von Japan übertroffen. Die beiden leistungsstärksten Ökonomien hatten sich in die beiden leistungsschwächsten verwandelt.

Bei derartigen Umkehrprozessen sind stets zweierlei Kräfte am Werk. Zum einen verändert sich ganz einfach die Welt, in der wir leben, wodurch alte, bewährte Strategien und Herangehensweisen ihrer Wirksamkeit beraubt werden. Zum anderen verweigern sich diejenigen, die das alte Spiel meisterhaft beherrschten, standhaft der Einsicht, dass sein Regelwerk nicht mehr gilt. Folglich verzichten sie auf die Entwicklung neuer Standardabläufe und -verfahren, obwohl genau dies erforderlich wäre.

Als die erste Auflage von Wirtschaft - Das sollte man wissen in englischer Sprache erschien, war der Kommunismus noch quicklebendig. Die Wende vom Kommunismus zum Kapitalismus nahm 1978 in der Volksrepublik China ihren Anfang, gipfelte aber in dem symbolischen Fall der Berliner Mauer im Herbst 1989. Mit der politischen Implosion, die den Kommunismus 1991 in der UdSSR hinwegfegte, verschwand er im Wesentlichen von der Landkarte. Nur Kuba gründet seine Volkswirtschaft bis heute auf kommunistischen Prinzipien. Ein Drittel der Menschheit hat somit den Übergang vom Kommunismus zum Kapitalismus vollzogen.

Im weltweiten Maßstab nimmt sich der Zusammenschluss der beiden deutschen Teilstaaten in wirtschaftlicher Hinsicht nahezu unbedeutend aus, wenn man ihn an den Entwicklungen misst, die sich in China vollzogen haben. Napoleon tat 1808 den berühmten Ausspruch, wonach China ein "schlafender Drache" sei, bei dessen Aufwachen die Welt erzittern werde. Nun, China ist erwacht und die Welt erzittert, jedenfalls in ökonomischer Hinsicht. Das Land ist ausreichend groß, um das Spielfeld des Kapitalismus weltweit zu verändern. Wie erfolgreich werden sich die konkurrierenden Länder gegen 1,3 Milliarden vergleichsweise gut ausgebildete Niedriglohnkräfte behaupten können, die imstande sind, einen Menschen in den Weltraum zu befördern?

Auch für Deutschland galten nach dem Fall der Berliner Mauer neue wirtschaftliche Spielregeln, doch die Wirtschaftspolitik des Landes blieb davon unberührt. Die politische Wiedervereinigung, welche die deutsche Wirtschaft hätte stärken müssen, trug am Ende zu ihrer Schwächung bei. Um zu erkennen, welche Schritte erforderlich gewesen wären, genügt ein Blick auf die Beziehungen zwischen Taiwan und der Volksrepublik China. Mit der Öffnung des festlandchinesischen Marktes verlagerte Taiwan seine wirtschaftlichen Aktivitäten im Niedrigtechnologiebereich auf das Festland, wo die Löhne viel niedriger und die Gewinnaussichten weitaus günstiger waren. Um die hierdurch verlorenen Arbeitsplätze zu ersetzen, forcierte Taiwan die Entwicklung neuer Aktivitäten auf höherem technologischen Niveau im eigenen Land. Dieses Vorhaben konnte nur mithilfe einer begleitenden expansiven Geld- und Fiskalpolitik gelingen. Inflationssorgen jeder Art ignorierte man daher so lange, bis die wirtschaftliche Integration mit dem Festland vollzogen war. Man hatte erkannt, dass sich die Spielregeln geändert hatten; die Regierung schlug folglich einen neuen Kurs ein, ebenso wie die Unternehmen ihre Strategien korrigierten.

In Deutschland geschah etwas ganz anderes. Anstatt die wirtschaftliche Reintegration beider Landesteile durch eine expansive Geld- und Fiskalpolitik zu erleichtern, verfolgte man weiterhin einen restriktiven wirtschaftspolitischen Kurs, der allein auf das Ziel der Inflationsbekämpfung ausgerichtet war. Dies verhinderte Wachstumsraten in einer Höhe, die zur Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Ostdeutschland und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in Westdeutschland geführt hätte. Die Bundesbank hatte sich der Erkenntnis verschlossen, dass die alten Spielregeln nicht mehr galten. Auch ließ man zu, dass die Löhne in Ostdeutschland schneller anstiegen als die Produktivität, mit der Folge, dass die neuen Bundesländer sich in ein Hochlohngebiet verwandelten, das als Standort für neue Betriebe wenig attraktiv war. Aus der Sicht der Unternehmen bestanden weder Anreize, die Produktion zumindest teilweise nach Ostdeutschland zu verlagern, noch der Bedarf zur Ausweitung der Aktivitäten in Westdeutschland. In der Folge entwickelten sich die neuen Bundesländer zu einer Belastung der staatlichen Transferkassen statt zu einem wirtschaftlichen Aktivposten, der mit niedrigen Kosten lockt.

Die Gründe für die Umkehr der japanischen Wirtschaft sind an ganz anderer Stelle zu suchen.[...]

Inhaltsangabe

INHALT
Vorwort zur deutschen Neuauflage . . . 7
Einleitung . . . 11
Teil I: Die Grundlagen
1 Der Kapitalismus: Wie alles anfing . . . 17
2 Drei bedeutende Nationalökonomen . . . 36
3 Unsere Wirtschaft aus der Vogelperspektive . . . 59
4 Der Trend: Wohin die Reise geht . . . 75
Teil II: Makroökonomie - Die Analyse von Wohlstand und Konjunktur
5 Das Bruttoinlandsprodukt . . . 99
6 Sparen und Investieren . . . 112
7 Passiver Konsum, aktive Investitionen . . . 124
8 Die Ökonomie des öffentlichen Sektors . . . 138
9 Die Kontroverse über die Rolle des Staates . . . 153
10 Was ist eigentlich Geld? . . . 165
11 Wie Geld funktioniert . . . 175
Teil III: Mikroökonomie -
Die Anatomie der Marktwirtschaft
12 Wie Märkte funktionieren . . . 189
13 Wo Märkte versagen . . . 202
14 Die zwei Gesichter der Unternehmenswelt . . . 222
Teil IV: Herausforderungen
15 Das Schreckgespenst der Inflation . . . 239
16 Das Problem der ungleichen Einkommens- und
Vermögensverteilung . . . 253
17 Die Globalisierung . . . 267
18 Nationale Wirtschaftspolitik in einer globalisierten Welt . 280
19 Die unvollendete Revolution . . . 298
Anmerkungen . . . 315
Bücher zum Weiterlesen . . . 321
Register . . . 328

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